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Gute Auftragslage für Reinfelder Handwerksbetrieb

Reinfeld Gute Auftragslage für Reinfelder Handwerksbetrieb

SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn informiert sich bei Langer & Dreyer.

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Besuch im großen Lager an der Krögerkoppel: Geschäftsführer Matthias Dreyer (r. ) präsentiert moderne Abflussrohre, die wenig Geräusche verursachen. Da staunen die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn und Bürgervorsteher Gerd Herrmann nicht schlecht.

Quelle: M. Thormählen

Reinfeld. Schallarme Abflussrohre, qualitativ hochwertige Waschtische und teure Wasserhähne: Nach den Erfahrungen von Firmenchef Matthias Dreyer und Meister Reiner Schmidt investieren zurzeit viele private Bauherren in die Ausstattung ihrer Wohnimmobilien: „Unsere Auftragslage ist gut, wir sind zufrieden.“

Die Stormarner SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn besuchte gestern in Begleitung von Reinfelds Bürgervorsteher Gerd Herrmann (SPD) und dem SPD- Fraktionsvorsitzenden Rolf-Jürgen Hanf den Sanitär-Meisterbetrieb Langer & Dreyer. Die Abgeordnete erinnerte dabei an die für Handwerksbetriebe höchst schwierige Zeiten, als „sie noch um jeden Auftrag kämpfen mussten“. Dabei sei teilweise viel Zeit vergeblich investiert worden, und die Zahlungsmoral der Auftraggeber sei auch nicht immer die beste gewesen.

Diese Situation, so Matthias Dreyer und Reiner Schmidt, habe sich erfreulicherweise geändert: „Die Kunden wissen wieder Qualität zu schätzen. Und ein schön gestaltetes Badezimmer sorgt schon für Erstaunen, manches Mal auch bei uns Handwerkern.“

Die Geldpolitik mit vergleichsweise niedrigen Zinsen für den Kreditnehmer und die kaum noch vorhandenen Möglichkeiten, eigenes Kapital mit einer sicheren Rendite anzulegen, haben nach den Worten des Reinfelder Firmenchefs dazu geführt, dass viele Eigentümer durch Investitionen den Wert ihrer Immobilien erhöhen wollen. Dabei würden gern auch hochwertige Materialien verwendet, die selbstverständlich fachgerecht installiert werden sollen. „Wir profitieren alle von dieser Situation — die Industrie als Hersteller, der Handel und natürlich auch das Handwerk“, meinte Matthias Dreyer.

Damit der Betrieb an der Krögerkoppel mit 25 Mitarbeitern auch weiterhin seine Aufträge konsequent abarbeiten kann, wird nach den Worten von Reiner Schmidt kräftig in den eigenen Berufsnachwuchs investiert. Aktuell werden sechs Lehrlinge als Installateure ausgebildet: „Im Sommer kommen drei weitere Lehrstellen hinzu.“

Erfreulicherweise hat das Reinfelder Unternehmen bisher ausreichend Interesse bei jungen Leuten aus der Region gewonnen. „Wir hoffen, dass wir später alle Azubis als Gesellen übernehmen können“, erklärten Dreyer und Schmidt. Um die benötigten qualifizierten Handwerker für alle Baustellen zu haben, setzt die Firma nicht nur auf die eigene Ausbildung — auch ein gutes Betriebsklima sei notwendig. „Es gibt bereits Kollegen, die nach Fachkräften suchen“, stellte Matthias Dreyer fest.

Für die SPD-Bundestagsabgeordnete ist der Boom in der Branche auch verbunden mit der hohen Qualifizierung und der verstärkten Wertschätzung für handwerkliche Berufe. „Wenn junge Leute Interesse daran haben, dann sollten sie sich dafür entscheiden — denn wir brauchen gute Handwerker“, warb Bettina Hagedorn. Wer außerdem mit Engagement bei der Arbeit sei, der brauche sich keine Sorgen um die berufliche Zukunft zu machen. Außerdem, so die Abgeordnete, gebe es vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten — bis hin zur Meisterprüfung.

Das bestätigten Matthias Dreyer und Reiner Schmidt. Der Handwerker sei nicht nur als qualifizierter Installateur gefragt. Viele Kunden wünschten mittlerweile eine fachliche Beratung: „Auch das gehört inzwischen zum Beruf.“

Junge Meister fehlen

Qualifizierten Berufsnachwuchs zu finden, ist nur ein Problem für Handwerksbetriebe in Stormarn. Nach Angaben der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn fehlt in etlichen Firmen eine Nachfolgeregelung, wenn die bisherigen Chefs und Meister ausscheiden wollen. Nicht immer könne innerhalb der Familie dieses Problem gelöst werden. „Es ist dann schlimm, wenn diese Betriebe schließen müssen und Arbeitsplätze verlorengehen“, meinte Bettina Hagedorn.

Von Michael Thormählen

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