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Stormarn Guten Appetit! In Siek wird für 10 000 Menschen gekocht
Lokales Stormarn Guten Appetit! In Siek wird für 10 000 Menschen gekocht
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18:13 20.01.2017
Echte Olivenbäume gehören zum Ambiente des Bistros in Siek. FOTOS BETTINA ALBROD

Manche Leute stöhnen schon, wenn sie für sechs Personen kochen sollen, in Siek wird seit November für bis zu 10 000 Menschen gekocht. Das Unternehmen Meyer Menü hat dort ein 2500 Quadratmeter großes Gebäude gebaut, das eine moderne Küche mit 500 Quadratmetern, Lagerräume und zusätzlich ein Bistro umfasst, das jedermann offen steht, der Hunger hat. Der vorherige Standort in Barsbüttel wurde dafür aufgegeben. Insgesamt wurden in Siek acht Millionen Euro investiert. Am Freitag wurde der Neubau Nachbarn und Gästen vorgestellt.

Meyer Menü ist von Barsbüttel nach Siek umgezogen.

„In Barsbüttel war die Küche nicht mehr auf dem neuesten Stand“, erklärt Geschäftsführer Christian Seidel. Zudem wächst das Unternehmen rasant und wollte einen Standort haben, bei dem neueste Hygieneansprüche umgesetzt werden können und zusätzlich Platz für Erweiterung ist. „In Siek können wir bis zu 14 000 Mahlzeiten pro Tag zubereiten“, so Seidel weiter. „Außerdem haben wir uns daneben eine weitere Fläche gesichert, damit ein Ausbau für bis zu 20 000 Essen möglich ist.“ Ab sechs Uhr früh wird von knapp 50 Mitarbeitern am Standort Siek gekocht, verpackt und ausgefahren. „Wir liefern Speisen bis Kiel, Bad Segeberg und Rellingen“, erläutert Mit-Geschäftsführer Alexander Simmert. „Zu unseren Kunden zählen alle vom Kind bis zum Senior.“

Kindertagesstätten, Schulen, Firmen oder Heime und Essen auf Rädern – sie alle gehören zu den Kunden, die zwischen sieben verschiedenen Angeboten pro Tag wählen können. „Wir bieten immer einen Salat, ein kaltes Menü und ein vegetarisches Essen an, dazu vier weitere Mahlzeiten“, erläutert Simmert. „Am Hauptsitz in Bielefeld haben wir eine eigene Fleischerei, aber Gemüse und Kartoffeln kommen aus der Region.“ Ziel solle sein, den Kundenstamm weiter auszubauen. „Wir haben schon zwei Kindergärten in Siek und Großhansdorf als Kunden gewinnen können“, kündigt Seidel an. Er lobte die Firmen, die am Bau des Gebäudes beteiligt waren. „Sieben Monate waren eine stramme Bauzeit, und es hat alles gut geklappt.“

Landrat Henning Görtz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) ist, begrüßte die Ansiedlung des Unternehmens in Siek, das damit in Stormarn geblieben ist. „Uns ist daran gelegen, dass Firmen in Stormarn immer das bekommen, was sie brauchen“, betonte Görtz. „Ihr Unternehmen expandiert, Wachstum ist immer eine gute Botschaft.“ Stormarn sei eine wachsende Region und einer von vier schuldenfreien Kreisen in Deutschland. „Wir sind der Kreis mit der größten Kaufkraft nördlich der Rhein-Main-Linie.“ Einziger Wermutstropfen sei der Fachkräftemangel, der wegen der hohen Beschäftigung in Stormarn groß sei. „Der Markt für die Versorgung mit qualitativ gutem Essen wächst“, zeigte Görtz sich überzeugt. „Stormarn kann froh sein, dass Meyer Menü hier expandiert.“

Historisch

1963 wurde Meyer Menü in Bielefeld gegründet. Mit den Jahren schluckte das Unternehmen weitere Mitbewerber und entwickelte sich zu einem der großen Anbieter von Fertig-Menüs. Heute zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern frisch gekochten Mittagessens in Deutschland. Das Bistro in Siek ist das dritte dieser Art. Es hat im Inneren echte Olivenbäume.

Bettina Albrod

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