Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Hagedorn macht Druck auf E.on Hanse
Lokales Stormarn Hagedorn macht Druck auf E.on Hanse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:23 27.06.2013
Übt Kritik: Bettina Hagedorn. Quelle: Foto: hfr

Ein Bündnis von 110 Kommunen in Schleswig-Holstein hat sich Anfang März in einer gemeinsamen Resolution an die Öffentlichkeit gewandt, um die Blockadehaltung von E.on Hanse beziehungsweise der Schleswig-Holstein-Netz AG bei der Übergabe der kommunalen Stromnetze an die Stadtwerke und Gemeinden zu kritisieren.

Die Städte und Gemeinden suchen seither politische Unterstützung in Kiel und in Berlin. Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, deren Wahlkreis Nordstormarn und Ostholstein ist, waren jetzt 33 Vertreter betroffener Kommunen und Stadtwerke aus ganz Schleswig-Holstein nach Berlin gekommen, um die Konsequenzen für Gemeinden, Stadtwerke und Stromkunden darzustellen.

Hagedorn: „Seit 2009 sind in über 100 Kommunen in ganz Schleswig-Holstein nach 20 Jahren die Konzessionsverträge mit der Schleswag ausgelaufen. In langwierigen demokratischen Entscheidungsprozessen sind die neuen Vergaben an Stadtwerke beschlossen worden.“ Die Umsetzung aber werde durch „haarsträubende Rechtsstreitigkeiten“ blockiert. „Die Zeche zahlen die Stromkunden: 50 Euro pro Jahr für einen Durchschnittshaushalt.“

Es sei ein Skandal, dass die demokratischen Entscheidungen seit Jahren mit Füßen getreten werden. „Mit der Macht eines Energie-Riesen wird widerrechtlich versucht, den Gemeinden und Stadtwerken das Selbstbestimmungsrecht über ihre eigenen Netze zu verweigern.“ Hagedorn will öffentlichen Druck aufbauen, „weil die Kommunen längst mit dem Rücken an der Wand stehen“. Diese Einschätzung teilen Fachpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion.

Hagedorn weiß viele Verbandsvertreter und Bürgermeister hinter sich. gekommen waren zu diesem treffen unter anderem Vertreter des Verbandes Kommunaler Unternehmen und der Vereinigten Stadtwerke Netz GmbH. Sie allein repräsentiert 107 Gemeinden. Bürgermeister und Amtsvorsteher aus den Kreisen Ostholstein, Stormarn, Lauenburg, Plön und Pinneberg sowie Vertretern der Stadt- und Gemeindewerke aus Schleswig, Plön, Eutin, Lübeck, Heiligenhafen, Trappenkamp, Elmshorn und Stockelsdorf waren dabei. Die „stattliche Größe der Delegationen“ zeige, welche Dramatik und welcher Handlungsdruck bestehe, sagte Hagedorn.

Verabredet wurde ein zweites Gespräch mit Vertretern der Kieler Landesregierung. Dafür will Hagedorn die Initiative ergreifen. Die Stärkung kommunaler Energiebetriebe sei ein wichtiger Schritt zur Abkehr von monopolartigen Strukturen und zentraler Beitrag zum Gelingen der Energiewende.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auch im Bereich Bad Oldesloe sind die Daten gut. Es gibt noch freie Lehrstellen.

Michael Thormählen 27.06.2013

Eine Motorsäge wird jetzt auf dem Spielplatz Hölk in Bad Oldesloe eingesetzt. Aber keine Sorge — Kinder sind nicht in Gefahr, denn das schwere Gerät wird nur von einem Experten gehandhabt.

27.06.2013

Die ersten Pilger waren schon da — und Pastor Erhard Graf begrüßte Gleichgesinnte.

27.06.2013
Anzeige