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Stormarn Hamberge: B 75 für zwei Tage gesperrt
Lokales Stormarn Hamberge: B 75 für zwei Tage gesperrt
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21:15 31.08.2016
Der neuralgische Punkt ist mit einem roten Kreis markiert: die B 75 als Sackgasse. Die Zufahrt in den Ort aus Richtung Reinfeld ist frei. Quelle: M. Giese

Sie ist eine der Hauptverkehrsadern im Norden Stormarns und 8000 Fahrzeuge täglich werden am 6. und 7. September umgeleitet, wenn die Bundesstraße 75 in Hamberge gekappt werden muss. Die zweitägige Sperrung ist notwendig, um die neue Kreuzung am Ortsende in Richtung Lübeck auszubauen. „Es geht leider nicht anders“, bittet Bürgermeister Paul Friedrich Beeck um Verständnis.

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Der Ort bekommt ein neues Baugebiet. Eine Kreuzung soll das Gelände mit der Hauptstraße verbinden.

Fachleute des Ingenieurbüros „eds-planung“ und der Baufirma Eurovia haben umfangreiche Vorbereitungen getroffen, damit es in der kommenden Woche möglichst keine Probleme geben wird. Eigentlich hatte die B 75 schon in diesen Tagen wegen des fälligen Straßenausbaus gesperrt werden sollen. Doch das klappte nicht, weil die Spezialisten für die Verkehrssicherheit und die Installation der zahlreichen Umleitungsschilder nicht zur Verfügung standen. „Die haben Hauptsaison wegen der zahlreichen Baustellen und einen vollen Terminkalender“, erläutert Henning Nielsen von Eurovia.

Jetzt geht es also um den 6. September bis 8. September. Am kommenden Dienstag wird die Straße um 9 Uhr gesperrt, am Donnerstag soll es von 6 Uhr an wieder freie Fahrt für alle geben. Das Amt Nordstormarn hat dazu die notwendige Erlaubnis erteilt. „Auf dieser Straße rollt schon ’was. Da ist richtig viel los“, sagt Ralf Menzel von der Amtsverwaltung.

Hamberges Bürgermeister weist auf eine Verkehrszählung hin, die fünf Jahre alt ist: „Zwischen 8000 bis 10 000 Fahrzeuge waren täglich unterwegs. Es kann sein, dass es jetzt etwas weniger sind, weil der Bau der Kreisstraße 10 für Entlastung gesorgt hat.“ Dennoch, so Beeck, sei diese Strecke die Hauptverbindungsstraße von Reinfeld nach Lübeck – dies nicht nur für die Hamberger, sondern auch für Bürger aus der Umgebung – aus Ratzbek, Badendorf oder Klein Wesenberg. „Wenn wir in die Stadt wollen, fahren wir immer über die B 75“, sagt der Bürgermeister. Das wird in der kommenden Woche für rund 48 Stunden nicht möglich sein. Stattdessen müssten die Hamberger bis zur Auffahrt Reinfeld fahren, um auf die A 1 zu gelangen, oder die ausgeschilderte Umleitung über Ratzbek, Badendorf und Schönböcken nutzen, um in die Hansestadt zu kommen (siehe Karte). Umgekehrt geht es genauso.

Zu dem mehrere Kilometer langen Umweg gibt es nach Ansicht der Fachleute keine Alternative. „Wir können die B 75 nicht halbseitig sperren, um dann den Verkehr am Baustellenbereich vorbei zu leiten.

Das ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, sagt Eurovia-Bauleiter Torsten Jansen. Auch wenn nur ein rund 150 Meter langes Stück betroffen sei – die Mitarbeiter dürften nicht gefährdet werden. Auf einer Breite von jeweils 3,25 Metern wird der Asphalt auf beiden Fahrbahnen aufgebracht, und die beiden dabei eingesetzten Fertiger sind jeweils 3,50 Meter breit. „Die Deckschicht soll ohne Naht verlegt werden. Auch deshalb muss die Straße gesperrt werden“, betont Henning Nielsen.

Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich auch in der kommenden Woche passieren. Ihr Weg ist bereits angelegt worden. Was jetzt noch folgt, sind neben den neuen Fahrbahnen zwei jeweils drei Meter breite Spuren für Autos, die nach links abbiegen wollen. Denn in dem Bereich wird das Verkehrsaufkommen in Zukunft deutlich steigen, weil die Gemeinde ein neues Baugebiet für 78

Wohngebäude erschlossen hat.

Das Projekt mit Kreuzung, zwei Abbiegespuren und einer Verkehrsinsel ist nicht ganz billig. „Es wird rund 250000 Euro kosten“, sagt Henning Nielsen. Dabei handelt es sich nach Beecks Worten um Erschließungskosten, die von den Häuslebauern im neuen Wohngebiet bezahlt werden müssten: „Die Gemeinde geht aber in die Vorfinanzierung.“

Kein Kreisel und keine Ampel

Ein Kreisel stand zuerst auf der Wunschliste der Gemeinde. „ Doch der wäre viel teurer geworden“, sagt Bürgermeister Beeck. Der Kreisverkehr hätte für größere Fahrzeuge, selbst für Bundeswehr-Panzer, ausgelegt werden müssen, weil die B 75 als Ausweichroute für die nahe Autobahn gilt. Abgeblitzt ist Hamberge mit dem Anliegen, eine Ampelanlage zu installieren. Die Zahl der Fußgänger sei nicht groß genug.

Auch die Autokraft muss ihre Fahrpläne ändern. Dazu gab es noch keine Informationen.

Michael Thormählen

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