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Hamberge: Großfeuer auf Erdbeerhof

Hamberge Hamberge: Großfeuer auf Erdbeerhof

Lichterloh und Meter hoch schlugen die Flammen am Sonntagabend aus dem Dach einer Sortier- und Lagerhalle in Hamberge. Die Höhe des Schadens wird auf 300 000 bis 500 000 Euro geschätzt. Von dem Gebäude blieb nur eine Ruine.

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In der Halle waren lediglich Holzkisten gelagert, verletzt wurde niemand.

Quelle: Holger Kröger

Hamberge. Die Lagerhalle eines Erdbeerhofes ist im Kreis Stormarn bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Feuerwehrleute versuchten zunächst, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude zu verhindern. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dach und drohten auf ein angrenzendes Wohnhaus und eine Fahrzeughalle überzugreifen. Auch die nur knapp 15 Meter entfernte Hamberger Dorfkirche, dessen Ursprünge auf das Jahr 1327 zurückgehen, war laut Angaben der Feuerwehr extrem gefährdet.

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Um 21 Uhr stand die 35 mal 24 Meter große Lagerhalle schon komplett in Flammen.

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Mehrere Feuerwehr-Mannschaften löschten die Flammen am späten Sonntagabend in Hamberge, wie ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen in Lübeck sagte. In der Halle sei unter anderem Verpackungsmaterial gelagert gewesen. Personen wurden nicht verletzt. Die Höhe des Schadens werde auf 300 000 bis 500 000 Euro geschätzt, sagte der Polizeisprecher. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst nicht klar.

Die Feuerwehr war gegen 21 Uhr zu dem Einsatz gerufen worden. Zu diesem Zeitpunkt stand die 35 mal 24 Meter große Lagerhalle schon komplett in Flammen. Mitarbeiter des Erdbeerhofes hatten das Feuer im Verpackungslager bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Über der Brandstelle stand eine riesige Rauchsäule, die von Lübeck und Bad Oldesloe aus zu sehen war. Schon auf der Anfahrt ließ Einsatzleiter Dirk Bornmann, Gemeindewehrführer Hamberge, die Wehren aus Ratzbek, Stubbendorf, Groß Wesenberg und Reinfeld nachalarmieren. Außerdem wurde von der Berufsfeuerwehr aus der benachbarten Hansestadt Lübeck eine Drehleiter angefordert.

Noch bevor der Löschangriff eingeleitet werden konnte, verwiesen die Feuerwehrleute zahlreiche osteuropäische Erntehelfer von der stark verqualmten Hoffläche. „Sie hatten es sicher gut gemeint und wollten uns bei unserer Arbeit unterstützen; waren sich jedoch nicht der Gefahrenlage bewusst, in der sie sich befunden hatten“ sagte Einsatzleiter Bornmann.

Während acht Trupps unter Atemschutz die Flammen vom verqualmten Betriebshof aus bekämpften, führten die Einsatzkräfte einen weiteren Löschangriff von einem unmittelbar benachbarten, leicht höher gelegenen Friedhof aus. Da die brennende Halle in unmittelbarer Nähe zur Dorfkirche lag, mussten die hölzernen Dachunterstände des flachgedeckten Backsteinsaalbaus fortwährend mit Wasser gekühlt werden. Mit gleichen Maßnahmen wurden eine weitere Fahrzeug- und Gerätehalle sowie ein unmittelbar an der brennenden Halle angrenzendes Wohnhaus geschützt.

„Den entscheidenden Schlag gegen die Ausbreitung der Flammen erzielten wir mit dem Einsatz eines Wasserwerfers auf der Drehleiter“, erläuterte Amtswehrführer Albert Iken die Einsatztaktik der Feuerwehr. Über eine ausgefahrene Drehleiter wurde von oben Wasser in die brennende Halle gepumpt. Bekämpft wurden die Flammen mit zehn C- und zwei B-Rohren. Die Löschwasserversorgung der Einsatzstelle erfolgte über die Entnahme aus der nahegelegene Trave und zwei Hydranten. Da die Schlauchleitungen über die Fahrbahnen verlegt werden mussten, wurde die Bundesstraße 75 zwischen Stubbendorf und Lübeck für die Dauer des Löscheinsatzes für den gesamten Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Trotz des massiven Löscheinsatzes - mehr als 90 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort - konnte der Totalverlust der Sortier- und Lagerhalle nicht verhindert werden. Erst kurz vor Mitternacht war das Feuer gelöscht. Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten sollten bis in die Morgenstunden des Montag andauern.

Die Kriminalpolizei hat noch am Abend ihre Ermittlungen

aufgenommen.

jeb/dpa

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