Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Hammoor baut die erste eigene Kindertagesstätte im Ort
Lokales Stormarn Hammoor baut die erste eigene Kindertagesstätte im Ort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:57 17.04.2018
Helmut Drenkhahn (v. l.), Andreas Jendrejewski, Helmuth Voß und Heinz Evers vor der Baustelle. Quelle: Foto: B. Albrod
Anzeige
Hammoor

Die Gemeinde Hammoor baut eine eigene Kita. Bislang werden die rund 100 Kinder des 1300-Einwohner-Ortes in Einrichtungen des Amtes Bargteheide-Land in Bargteheide und in anderen Gemeinden betreut.

Start im Oktober

Die neue Kita in Hammoor soll im Herbst ihre Arbeit aufnehmen. Zunächst werden 80 Kinder betreut, Platz ist für 100 Mädchen und Jungen. Angeboten werden drei Elementar- und zwei Krippengruppen.

Träger wird die „Elbkinder Vereinigung Kitas Nord“ gGmbh, die in Hamburg und Umland aktiv ist.

Mit dem Bau, so Bürgermeister Helmut Drenkhahn (Allgemeine Wähler Gemeinschaft, AWH), komme die Gemeinde dem Wunsch vieler Eltern entgegen. „Weil der bisherige Träger einen weiteren Ausbau der Kita-Plätze in Bargteheide gefordert hat, haben wir uns dazu entschlossen, stattdessen eine eigene Kita zu bauen.“

Im Herbst soll sie an den Start gehen. Fünf Gruppen werden eingerichtet, auf die sich 80 Kinder verteilen. Zwei Jahre haben die Planungen gedauert, die Entscheidung dafür fiel mit sechs Ja-Stimmen der Wählergemeinschaft AWH bei fünf Enthaltungen denkbar knapp aus – neben der AWH sitzt auch die CDU in der Gemeindevertretung.

Der einstöckige Bau mit 160 Quadratmetern Fläche entsteht auf dem 3000 Quadratmeter großen Sportplatz neben dem Gemeindezentrum, soll äußerlich an das bestehende Gebäude angeglichen werden und ein Gründach bekommen. Auch ein Außenbereich mit Spielgelände ist in den Plänen enthalten. „Ursprünglich war der Platz für die Feuerwehr vorgesehen“, erläutert Drenkhahn, „aber mit dem Rettungszentrum bekommt sie eine andere Bleibe.“

Das Grundstück gehöre der Gemeinde, so dass der Bodenerwerb als finanzielle Belastung des Haushalts mit rund 500 000 Euro entfallen sei. Auch der vorhandene Parkplatz könne genutzt werden. Dazu kommen 1,9 Millionen Euro Zuschüsse, die die Baukosten in Höhe von 2,46 Millionen Euro für die Gemeinde deutlich verringern. Über 250 000 Euro wurde ein Kredit aufgenommen. „Der ist über die Mieteinnahmen gut zu finanzieren.“

Auch beim Betreiben der Kita könnte Hammoor gut dastehen. „Bisher haben wir pro Jahr 380000 Euro für die Betreuung aller Kinder in Hammoor gezahlt“, erklärt Drenkhahn. Jetzt müsse die Gemeinde zwar Personalkosten und Unterhalt der eigenen Einrichtung finanzieren, das werde aber, so Drenkhahn, eventuell günstiger als das bisherige Modell. „Die Betreuungskosten sollen für die Eltern nicht höher liegen als in Bargteheide.“

Andreas Jendrejewski, AWH-Bürgermeisterkandidat für Hammoor, nachdem Drenkhahn nach 28 Jahren nicht mehr antritt, betont, dass die Eltern bei der Planung immer beteiligt gewesen seien. „Es gab einen Architektenwettbewerb, und wir hatten vier unterschiedliche Träger hier, die sich vorgestellt haben.“ Die Wahl fiel auf die „Elbkinder Vereinigung Kitas Nord“ als Träger, die das Gebäude von der Gemeinde mieten wird. „Wir haben keine Mühe, Fachkräfte zu finden“, freut sich Drenkhahn, „20 Erzieher haben sich schon gemeldet.“ Auch Personal für die Frisch-Küche sei bereits eingestellt worden.

Im Mai soll es einen Info-Abend für Eltern geben.

„Wir sind ein Dorf mit jungen Familien“, betont Gemeindevertreter Helmuth Voß, „wenn irgendwo Altbestand frei wird, ziehen junge Familien ein.“ Sie werden künftig drei Elementargruppen und zwei Krippengruppen im Ort vorfinden. „50 Anmeldungen haben wir schon.“ Die Kita soll erster Anlaufort für die Kinderbetreuung in Hammoor werden, die Betreuung in anderen Gemeinden werde von Hammoor dann nicht mehr finanziert. „Wir wollen eine kinderfreundliche Gemeinde sein“, erklärt Drenkhahn.

Bettina Albrod

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach der Kommunalwahl wird die mögliche Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft offensichtlich zu einem wichtigen Thema in Stormarn. Darüber waren sich Spitzenpolitiker der im Kreistag präsenten Parteien während einer Diskussionsveranstaltung einig.

17.04.2018

Am Sonnabend, 5. Mai, findet zum ersten Mal ein „Tag des offenen Friedhofs“ in Zarpen statt. Bestatter, Floristen und Steinmetze aus der Region präsentieren auf dem Gelände ihr Angebot rund um die letzte Ruhe. Von 14.30 bis 17 Uhr erwartet die Gäste ein Nachmittagsprogramm.

17.04.2018

Die Entwicklung und Belebung der Reinfelder Innenstadt ist aus Sicht der Grünen in Reinfeld eines der dringendsten Probleme der Stadt. Diese hohe Priorität ist das Ergebnis der kürzlich durchgeführten Befragung der Reinfelder Bürger unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“

17.04.2018
Anzeige