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Stormarn Haus nach Blitzeinschlag unbewohnbar
Lokales Stormarn Haus nach Blitzeinschlag unbewohnbar
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08:36 11.08.2015
Das Haus der Familie ist derzeit nicht bewohnbar. Quelle: Jens Burmester
Hamberge

Gegen 4.40 Uhr wurde die Feuerwehr in Hamberge und Ratzbek von ihren Funkmeldern geweckt. „Feuer Mittel“ war das Einsatzstichwort, mit dem sie nach Hamberge in den Mühlenweg gerufen wurden. „Als wir am Einsatzort ankamen, schlugen etwa einen Meter hohe Flammen aus dem Dachfirst und das fast über die gesamte Dachlänge“, erklärte Amtswehrführer Albert Iken. Das Ehepaar – der Mann ist Feuerwehrmann in Hamberge – hatte sich unterdessen in Sicherheit gebracht. Das kleine Kind war glücklicherweise nicht zu Hause, hatte bei der Oma geschlafen.

In Hamberge hat in der Nacht zu Dienstag der Blitz in einem Haus einer jungen Familie eingeschlagen. Das Dach stand in Flammen, das Haus derzeit unbewohnbar. Die Feuerwehr konnte jedoch schnell löschen.

„Das Haus ist bis auf weiteres unbewohnbar“, machte Amtswehrführer Iken deutlich. Zu groß sei der Wasserschaden. „Ich konnte mit zu Beginn des Einsatzes kaum vorstellen, dass wir den Brandschaden so gering halten konnten“, freute sich der erfahrene Feuerwehrmann. Immerhin wurde nicht nur ein Teil des Daches beschädigt. Durch die enorme Energie des Blitzes sind alle Stromleitungen im Haus verkohlt und die Sicherungen sowieso rausgeflogen. „Der Blitz ist bis hinunter in den Heizungskeller geschlagen“, sagt Iken. Die Einsatzkräfte deckten Teile des Daches ab, um an die Glutnester gerade auch in der Gaube zu kommen. Immer wieder kontrollierten Einsatzkräfte der ebenfalls alarmierten Feuerwehr Reinfeld mit einer Wärmebildkamera das Dach. Die Einsatzleitung hatte auch eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr Lübeck angefordert. Doch die Beamten der BF Lübeck gelangten mit ihrer Leiter nicht so an die hintere Dachfläche heran, dass sie wirklich helfen konnten.

Hier waren die Männer der örtlichen Wehr gefordert, die sich von innen langsam an die Glutnester herankämpften. Derweil rollte auf der Straße vor dem Einfamilienhaus die Nachbarschaftshilfe voll an. Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit frischem Kaffee und boten der betroffenen Familie ihre Hilfe an. Weil die Arbeiten nur unter Atemschutz ausgeführt werden konnten, wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Klein Wesenberg alarmiert. Dort gibt es die größte Anzahl an Atemschutzgeräteträgern im Amt Nordstormarn.

Wie hoch der Sachschaden ist, muss nun ein Gutachter klären. Der Einsatz der Feuerwehr war gegen 7.45 Uhr am Morgen beendet. Die Familie kommt zunächst bei Verwandten im Ort unter.   

jeb

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