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Stormarn Hauskaninchen ausgesetzt
Lokales Stormarn Hauskaninchen ausgesetzt
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20:20 16.09.2016

Schon wieder eine herzlose Tat eines verantwortungslosen Tierhalters. Diesmal waren es vier Kaninchen, die ein noch unbekannter Täter im Wald entsorgt hat.

Besonders tragisch: Die Kaninchen waren krank. Sie litten an Myxomatose, auch als Kaninchenpest bekannt. Myxomatose ist eine extrem ansteckende und meist tödlich verlaufende Viruserkrankung.

„Bereits am Sonnabend wurden in einem Waldstück in der Nähe vom Kneeden zwei Kaninchen gemeldet, die dort herumhoppelten“, berichtet Christiane Wilkens, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Oldesloe. Zwei Riesen seien es gewesen mit weiß-braunem Fell, „eindeutig Haustiere“, so Wilkens. Sie seien mit eitrigen Augen aufgefunden worden. „In den folgenden Tagen verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch“, so Christiane Wilkens.

Am Montag dann ein weiterer Fund im Kneeden: Eine aufmerksame Spaziergängerin, die mit ihrem Hund Gassi ging, hatte zwei Hauskaninchen ganz in der Nähe einer rot-blau-grünen Plastikkiste entdeckt.

Die Frau verständigte die Polizei, die ihrerseits den Tierschutzverein beauftragte. „Diese Kaninchen befanden sich in einem erbärmlichen Zustand: Sie waren ganz dünn, hatten geschwollene Ohren, waren völlig verschnupft, konnten kaum atmen und aus den entzündeten Augen schauen“, schildert die Tierschützerin. Typische Anzeichen für Myxomatose. Den Tierschützern blieb nichts anderes übrig, als die Tiere einzuschläfern.

„Jetzt befürchten wir, dass jemand dabei ist, seine Zucht aufzulösen und noch weitere Tiere aussetzt“, sagt Wilkens. Der Oldesloer Tierschutzverein warnt eindringlich davor, Kaninchen mit nach Hause zu nehmen. „Wer Hauskaninchen im Kneeden entdeckt, sollte uns sofort informieren“, rät die Expertin. Die Spaziergängerin, die am Montag die zwei erkrankten Langohren entdeckte, habe bei der Polizei gegen unbekannt erstattet.

Das Aussetzen von Tieren ist laut Tierschutzgesetz verboten und erfüllt den Straftatbestand der Tierquälerei. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

bma

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