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Stormarn Hier kocht der Dehoga-Chef persönlich
Lokales Stormarn Hier kocht der Dehoga-Chef persönlich
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21:17 20.05.2016
Selbstverständlich packt Axel Strehl in der Küche auch selbst mit an. Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

Axel Strehl braucht nicht lange zu überlegen: Es gibt sie nicht, die typische Stormarner Küche. Ahrensburg liegt nun einmal weder am Meer, noch hat die Stadt Kartoffelanbaugebiete oder weite Wälder drumherum. „Wir gucken einfach, wo es gute und schöne heimische Produkte gibt – und die veredeln wir“, sagt der 53-jährige Inhaber des gleichnamigen, 200

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Das Restaurant Strehl in Ahrensburg ist ein Haus für Festlichkeiten – Heimische Produkte werden veredelt.

Plätze zählenden Restaurants im Reeshop 50, der die heimische Küche aus dem Effeff kennt. Schließlich ist der Koch ein gebürtiger Ahrensburger.

Das Restaurant gibt es seit 1968. „Mit uns durchs Leben – von der Taufe bis zur Trauerfeier, und alles, was dazwischen liegt“, umschreibt Strehl die Philosophie seines Gasthauses, das derzeit unter anderem mit Nordsee-Fischwochen, frischem Stormarner Spargel oder einem großen Bratkartoffelbüfett lockt. Außerdem betreibt das Haus einen Party-Service. Im Restaurant ist momentan der Spargel als Spezialität auf der Karte zu finden. Dann kommen die Maischollen und der Matjes an die Reihe der kulinarischen Köstlichkeiten. Auch der Rehbock ist im Mai ein gern gegessenes Wildfleisch.

Apropos Wild: Axel Strehl ist selbst ein begeisterter Hobbyjäger. Das, was er schießt, würde aber seinen Worten zufolge für den Küchenbetrieb nicht reichen. Also werde dazugekauft, „natürlich nur heimisches Wild“, verspricht Strehl. Außerdem handele es sich um gesundes Fleisch ohne Nahrungszusätze. „Die Tiere suchen sich selbst aus, was sie am liebsten fressen“, sagt der Jäger.

Der Betrieb beschäftigt drei Kräfte im Service, drei Köche, zwei Auszubildende und zwei Küchenhilfen, sechs Geringfügigbeschäftigte, und zwei Aushilfen in der Spülküche. Axel Strehl, der auch selbst mit am Herd steht, beschäftigt sich auch außerhalb des Restaurants mit der Gastronomie. Seit 2014 ist er Präsident des Dehog-Verbandes Schleswig-Holstein. Drückt die Branche der Schuh: „Der Wust an Bürokratie wird immer mehr“, sagt der Dehoga-Mann. „Wir sind eine flexible Branche und müssen dann arbeiten, wenn es die Gäste von uns abfordern.“ Das zusammen mit den Arbeitszeitverordnungen in Einklang zu bringen, „ist nicht immer ganz so einfach.“ Strehl nennt ein Beispiel: „Dauert eine Feier mal länger als eingeplant, muss man sich schnell etwas einfallen lassen.“

Einen Fachkräftemangel, wie ihn derzeit viele seiner Kollegen plagen, kennt Axel Strehl nicht. Viele Angestellte sind treue Seelen. Ein Koch arbeitet bereits seit 29 Jahren im Betrieb. Zwei andere Köche, die bei Strehl gelernt haben, können auch auf viele Jahre Mitarbeit im Haus zurückblicken.

Der Betrieb ist barrierefrei und verfügt über ein WC für gehbehinderte oder Rollstuhl fahrende Gäste. Weil diese Um- und Einbauten ohne jede gesetzliche Forderung vorgenommen wurde, hat das Haus eine Auszeichnung vom Sozialverband Deutschland erhalten. Und so ziert eine Urkunde den Eingang in das Restaurant. Eine Urkunde, die Axel Strehl mit Stolz erfüllt. „Aber die größte Auszeichnung ist für uns, wenn die Gäste immer wieder kommen“, sagt der Ahrensburger Gastronom.

2000 Mitglieder

In Schleswig-Holstein verzeichnet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) derzeit etwa 2000 Mitglieder. Der Verband vertritt die Interessen seiner angeschlossenen Betriebe auch auf politischer Ebene. Der Dehoga fördert darüber hinaus den Nachwuchs und kooperiert eng mit Partnern wie den Gewerbeschulen, dem Verband der Köche Deutschlands mit seinen angeschlossenen Zweigvereinen und dem Verband der Restaurant- und Serviermeister. Die Dehoga-Betriebe reichen von der kleinen Eckkneipe über Landgasthöfe bis hin zu exklusiven Fünf-Sterne-Adressen. Eines der breit gefächerten Interessengebiete des Dehoga ist der Tourismus.

Rüdiger Jacob

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