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Stormarn Himmelhoher Aufstieg zu Demozwecken
Lokales Stormarn Himmelhoher Aufstieg zu Demozwecken
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21:17 13.09.2013
Langsam stieg der Helium-Ballon auf 160 Meter Höhe. Von links: Uwe Storkan, Klaus Born und Hartmut Scheffler. Quelle: Foto: Bettina Albrod

Der erste Ballon ist geplatzt, aber das konnte der Kleinhansdorfer Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark am Glindfelder Weg nicht den Wind aus den Segeln nehmen. „Wir lassen aus Hamburg einen neuen mit dem Taxi bringen“, sagte Hartmut Scheffler, Sprecher der Initiative. Damit war der Ballon bei seiner Ankunft schon weiter gekommen, als er noch vor sich hatte: 160 Meter hoch stieg der schwarze Helium-Ballon schließlich, die geplanten Windräder werden noch 36 Meter höher. „Der Ballon steht da, wo ungefähr die Nabenhöhe der Windräder sein wird“, verdeutlichte Scheffler, „wir wollen mit der Aktion zeigen, von wo aus man in Bargteheide später die Windräder sehen wird."

Am liebsten hätte die Initiative, die von der FDP-Bargteheide unterstützt wird, die Ballonaktion am Glindfelder Weg gemacht, aber dort hatten die Landwirte ihre Felder nicht frei gegeben. So traf man sich für die Aktion am Stadtrand auf einer Wiese. Eine Aufstiegsgenehmigung hatten die Protestler extra eingeholt.

Neben der Kleinhansdorfer Bürgerinitiative gibt es mittlerweile auch eine Bargteheider Initiative gegen den Windpark. Sie hatte in der letzten Stadtvertretersitzung ein Bürgerbegehren zu der Frage angeregt, ob überhaupt ein Windpark gebaut werden soll. Aber das geht nicht mehr: Mit der Aufnahme der Fläche in den Regionalplan ist die Entscheidung gefallen. „Durch die Feststellung der Regionalpläne und die Veröffentlichung im Amtsblatt sind die Windeignungsflächen in Schleswig-Holstein in Kraft getreten“, so Lars Erik Bethge, der stellvertretende Regierungssprecher. Eine Aufhebung der Eignungsgebiete könne nur durch ein Planänderungsverfahren der Landesplanungsbehörde erfolgen. Das ist aber nicht geplant. Zwar könne eine Gemeinde die Ausnutzung der Windeignungsgebiete durch ihre Bauleitplanung steuern. Dabei hat sie aber kein Recht, eine so genannte „Verhinderungsplanung“ aufzustellen. Eine Gemeinde kann also Windeignungsgebiete nicht wieder abmelden.

Ein Aus für den Windpark kann nur noch durch Gutachten erfolgen, wenn diese zu dem Ergebnis kommen, dass es erhebliche Einwände gegen den Bau der Windräder gibt. „Noch liegt kein Gutachten vor, das eine Bebauung verhindern würde“, sagt Bargteheides Bauamtsleiter Jürgen Engfer. Die endgültige Beurteilung erfolgt aber erst am 30. Oktober. Der Landschaftspflegerische Begleitplan steht im Internet (www.bargteheide.de), er sieht den Erwerb von Ausgleichsflächen oder die Zahlung von bis zu 730 631 Euro als Ausgleich vor. Die Kosten würde die Windpark Bargteheide GmbH und Co. KG tragen.

Am 25. September um 18.45 Uhr werden im Bauausschuss weitere Gutachten öffentlich vorgestellt.

B. Albrod

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