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Stormarn Hospiz-Bewegung künftig stärker in Bargteheide aktiv
Lokales Stormarn Hospiz-Bewegung künftig stärker in Bargteheide aktiv
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21:59 11.04.2016
Anne Schubert wird demnächst an ihrem Stand informieren. Quelle: ba
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Bargteheide

Seit drei Jahren werben die Mitglieder deswegen Mittel ein, um ihre Vision von einem eigenen Hospiz in Bad Oldesloe umzusetzen. Demnächst soll auch in Bargteheide regelmäßig über die Ziele der Vereinsarbeit informiert werden.

Infos und Spenden

Weitere Informationen über die Arbeit des Vereins und Hinweise zu Mitgliedschaft und Spenden gibt es unter der Adresse www.lebensweg-stormarn.de im Internet.

„Unser Verein hat sich vor drei Jahren gegründet und mittlerweile eine dreistellige Mitgliederzahl“, erklärt Anne Schubert vom Verein „Lebensweg“. „Die Resonanz ist groß und der Bedarf offenbar da.“

Ein Architektenmodell des Hospizgebäudes ist fertig, ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück am Sandkamp ist in Aussicht, Gespräche zu möglichen Fördermitteln laufen. 2,5 Millionen Euro benötigt der Verein insgesamt für das Grundstück und das geplante Hospiz-Gebäude mit zehn Plätzen. Der Verein will die Spenden einwerben, die den Bau mitfinanzieren und die spätere Hospizarbeit tragen sollen.

Denn bislang, so Anne Schubert, gebe es Hospize nur in Hamburg oder in den Palliativabteilungen der Kliniken. Dazu kämen ambulante Sterbebegleitungen, aber ein eigenes Hospiz gebe es im Kreis nicht.

Dort soll ein geschultes Team den Sterbenden eine persönliche Begleitung und Beistand geben, unabhängig von dem Kulturkreis, aus dem die Menschen stammen. Zwei Wohnungen für Angehörige sollen es Familienmitgliedern erleichtern, dem Sterbenden nahe zu sein. Auch ein Café im Haus sowie Veranstaltungsräume für Konzerte und Lesungen sind geplant. „Krankenhäuser sind in der Palliativabteilung medizinisch orientiert“, so die Bargteheiderin, „wir wollen ein persönliches Ambiente bieten.“ Für das Projekt hat der Verein mit dem Schauspieler und Regisseur Detlev Buck aus Nienwohld einen prominenten Schirmherrn gewonnen. „Ich war vor vielen Jahren Gymnastiklehrerin im Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus“, erzählt Anne Schubert, „damals hat Detlev Buck als Zivildienstleistender bei der Sportgruppe mitgearbeitet. Daher stammt der Kontakt, und er hat auch schon einige unserer Aktivitäten begleitet.“

Ab 22. April will sich der Verein auch in Bargteheide präsentieren, wo er bereits Mitglieder hat. „Hier soll es einen Spendenladen geben“, erläutert Anne Schubert. Anfangs habe sie an einen echten Laden gedacht, jetzt werde es aber zunächst ein Spendenstand in der Passage am Wochenmarkt sein. „Wir bekommen viele Sachspenden“, erläutert sie das Prinzip. Schmuck, Tücher, Schuhe, Bücher und viele Dinge mehr sollen am Stand des Vereins gegen eine Spende für das Hospiz abgegeben werden. Spende gegen Spende nennt sich das Konzept, zusätzlich will Anne Schubert über die Ziele des Vereins informieren und weitere Mitglieder gewinnen. „Yvonne Holst vom Schreibwarengeschäft stellt uns jeden Freitag ab 13 Uhr zur Zeit des Wochenmarkts einen Platz in der Passage zur Verfügung.“ Später einmal will Anne Schubert mit einem eigenen Stand auf dem Wochenmarkt vertreten sein. Los geht es am 22. April um 13 Uhr.

Von Bettina Albrod

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