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Stormarn Hundekot: Haltern droht jetzt Bußgeld
Lokales Stormarn Hundekot: Haltern droht jetzt Bußgeld
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20:34 10.03.2016
Es ist ganz einfach: Ein Griff zum Beutelspender, die in den Innenstädten gut verteilt vorhanden sind, und die Hinterlassenschaft des Hundes kann fix entsorgt werden. Quelle: Fotos: Bosslet/privat

Wer in Ahrensburg die Hinterlassenschaften seines Hundes auf Wegen oder in öffentlichen Anlagen nicht „unverzüglich und ordnungsgemäß“ entsorgt und dabei erwischt wird, läuft Gefahr zu zahlen: Die Stadt kann ein Bußgeld von mindestens 50 Euro verlangen, teilt die Stadtverwaltung mit. Denn: Der Hundehalter begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Wer die Hinterlassenschaften seines Tieres nicht entfernt, begeht nach dem neuen Hundegesetz eine Ordnungswidrigkeit — Stormarner Städte wollen 35 Euro und mehr kassieren — Bürger begrüßen Vorgehen.

Hundebesitzer räumen auf

Der Hundetreff Bad Oldesloe mit derzeit 210 Mitgliedern veranstaltet am Sonnabend, 14. Mai, in der Zeit von 8 bis 17 Uhr auf dem Exer am Oldesloer Bürgerpark die Aktion „Hundehalter räumen auf“. Das Rahmenprogramm umfasst Flohmarkt, Kinderglücksrad, Tombola und Challenge.

• Mehr Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.hundetreff-badoldesloe.de.

Was Städte und Kommunen vorher per Satzung umständlich regeln mussten, ist nun eindeutig im neuen Hundegesetz Schleswig-Holsteins festgeschrieben. „Die Höhe des Bußgeldes liegt im pflichtgemäßen Ermessen der Behörde“, sagt Dietmar Fleischmann, in der Haupt- und Ordnungsabteilung der Stadt Bargteheide unter anderem für Ordnungswidrigkeiten zuständig. Im zweistelligen Bereich bewegt sich der Betrag auch dort. „Im Einzelfall kann das vorkommen. Wir schicken aber niemanden extra zur Kontrolle los.“ Fleischmann hat immer wieder mit dem Thema „Hundekot“ zu tun. „Die meisten Beschwerden kommen, wenn der Hund vom Nachbarn in den Vorgarten macht. Das ist für uns im Nachhinein natürlich schwer zu beweisen.“

Die Stadt Reinfeld indes überlegt, wie sie mit der neuen Gesetzeslage umgehen will. Geregelt war ein Bußgeld bisher nicht. „Wir haben noch keine Strategie dazu“, berichtet Andrea Eichstädt aus dem Bürgerbüro. In der Karpfenstadt gibt es häufiger Beschwerden über Hundehaufen gerade entlang des Wanderwegs am Herrenteich.

Bad Oldesloe dagegen erwägt, Hundekot-Sünder mit einem Bußgeld zu belegen. „Bei Erstfällen wird es zwischen 35 und 50 Euro liegen“, sagt Bad Oldesloes Bürgerbüroleiter Thomas Sobczak. Es gelte aber immer, den Einzelfall zu betrachten. „Vielleicht reicht zunächst auch eine mündliche Verwarnung.“ Den Hundehaltern, die eine Ordnungswidrigkeit begehen, auf die Schliche zu kommen, „ist dem Zufall überlassen. Wir werden keine gezielten Kontrollen machen“, sagt Sobczak. Ohnehin habe man bisher wenig in dem Zusammenhang auf dem Tisch gehabt.

Vielleicht liegt das auch daran, dass Bad Oldesloe durchaus vernünftig mit Hundekotbeutel-Spendern ausgestattet ist. „In der Innenstadt hängen einige“, sagt Patrick Petersen vom Hundetreff Bad Oldesloe. „Leider sind sie manchmal leer.“ Der 40-Jährige und seine Frau Jennifer (34) finden es sehr gut, dass Städte und Kommunen nun einfacher Bußgelder verhängen können. „Das ist eine erzieherische Maßnahme“, sagen die Oldesloer. „Wir halten selbst nichts davon, wenn jemand den Hundekot liegen lässt.“ Denn macht es einer, fällt es gleich auf alle Hundehalter zurück. Dabei gehen die meisten sehr gewissenhaft mit der Notdurft ihrer Tiere um.

Das will der Hundetreff im Mai öffentlich demonstrieren: Er ruft auf, an der Aktion „Hundehalter räumen auf“ teilzunehmen (siehe rechts). „Wir möchten damit erreichen, dass die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner dort hinbringen, wo sie auch hingehören, in den Müll — für ein sauberes Bad Oldesloe“, sagt Petersen.

„In Bad Oldesloe ist das mit dem Hundekot doch harmlos“, sagt Ute Allstaedt. „In der Innenstadt liegt kaum etwas herum.“ Schade findet die 34-jährige Mutter hingegen, dass die Liegewiese im Kurpark mit Tretminen voll ist. „Wenn ich dort mit meinem Kind unterwegs bin, möchte ich nicht, dass es ständig in etwas hineintritt. Darum finde ich das mit dem Bußgeld super.“

Roland Walther sieht das anders. „Ständig wird auf uns Hundehaltern rumgehauen. Wir zahlen doch schon Steuern“, sagt der Lasbeker. „Was ist denn mit Katzen- und Pferdehaltern? Deren Tiere machen auch überall hin. Darüber regt sich keiner auf“, meint der 56-Jährige. Er appelliert an die Eigenverantwortung der Hundehalter. „Sie sollten darauf achten, die Hinterlassenschaften einzusammeln“. Dann brauche es auch kein Bußgeld.

Von Verena Bosslet

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