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Stormarn Im neuen Reinfelder Rathaus herrscht dicke Luft
Lokales Stormarn Im neuen Reinfelder Rathaus herrscht dicke Luft
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21:49 01.06.2017
Neu in der Stadtverordnetenversammlung: Norbert Hintze.

Während einer Hauptausschusssitzung sorgte ein Stromausfall für Dunkelheit im neuen Rathaus, und Mitarbeiter klagten vor kurzem über eine Geruchsbelästigung: Die äußeren Bedingungen für eine gedeihliche politische Arbeit der Reinfelder Gremien sowie in der Stadtverwaltung sind zurzeit nicht immer optimal. Das Bürgerbüro ist jetzt wieder in das alte Rathaus umgezogen.

 

Umzug: Das Bürgerbüro wurde vom neuen Rathaus wieder in das alte verlegt. Quelle: Fotos: Michael Thormählen

Auch die jüngste Zusammenkunft der Stadtverordneten ging nicht im schmucken neuen Sitzungssaal an der Paul-von-Schoenaich-Straße über die Bühne. Stattdessen kamen die Fraktionen in der Pausenhalle der Matthias-Claudius-Schule zusammen. Bürgermeister Heiko Gerstmann (SPD) informierte über den Grund für diesen Tapetenwechsel. Als vor kurzem die erste große Hitze des Jahres herrschte, hätten Mitarbeiter des Bürgerbüros über eine Geruchsbelästigung geklagt. „Wir haben den Verdacht, dass dabei der Bodenbelag eine Rolle spielen könnte“, erläuterte der Bürgermeister.

Dieser Bodenbelag ist im Bürgerbüro sowie im Sitzungssaal des neuen Rathauses verlegt worden. „Es ist ein hochwertiges Material, weil in diesen Räumen ja viele Menschen unterwegs sind“, erklärte Heiko Gerstmann gegenüber den LN. In den anderen Büros des erst vor wenigen Monaten eingeweihten Verwaltungsgebäudes sei ein anderer Belag verlegt worden. Da gebe es keine Beschwerden. Mittlerweile sind Geruchsproben genommen worden. Ein Fachlabor werde dann feststellen, ob gefährliche Stoffe vorhanden sind. Erste Ergebnisse, so der Bürgermeister, sollten frühestens am heutigen Freitag vorliegen. Beim Bau des Gebäudes sei darauf geachtet worden, dass das verwendete Material zertifiziert ist.

Um die Arbeitsbedingungen für die betroffenen Mitarbeiter zu verbessern, ist das Reinfelder Bürgerbüro wieder in das gegenüberliegende alte Rathaus (Zimmer 6) umgezogen. Im neuen Sitzungssaal wurden die Fenster weit geöffnet – in der Hoffnung, dass sich die dicke Luft schnell wieder verzieht.

Schulangebot wird erweitert

War es der Ortswechsel in die Matthias-Claudius-Schule oder die Tagesordnung, die keinen Zündstoff für Diskussionen lieferte – die Stadtverordneten fassten während ihrer jüngsten Sitzung im öffentlichen Teil ausschließlich einstimmige Entscheidungen. So soll das Betreuungsangebot in der Grundschule am Markt deutlich erweitert werden. Die amtierende Bürgervorsteherin Lisa-Marie Zielke (CDU) erklärte, 200 Plätze sollen in acht Gruppen angeboten werden. Bisher gebe es bereits 193 Anmeldungen: „Wir müssen versuchen, dem Bedarf gerecht zu werden.“ Die Betreuung habe mit 125 Plätzen begonnen. Später seien zwei weitere Gruppen mit zusammen 50 Plätzen hinzugekommen.

Für die Stadt, sagt Lisa-Marie Zielke, entstünden keine Kosten, weil die Ausgaben zu 100 Prozent durch die Beiträge finanziert würden.

Auf Einnahmen will Reinfeld bei den Nutzern der Stadtbücherei verzichten. Schüler und Studenten zahlen keinen Beitrag mehr. Sie mussten bisher zwölf Euro pro Jahr entrichten. Der Beitrag für Sozialhilfeempfänger wurde mit künftig sechs Euro jährlich halbiert. Erwachsene können sich für zwölf Euro im Jahr die Medien in der Stadtbücherei ausleihen.

Personeller Wechsel in der SPD-Fraktion

Norbert Hintze ist für die SPD neu in die Stadtverordnetenversammlung gekommen. Er komplettiert die sechsköpfige Fraktion, nachdem Benjamin Freitag aus privaten Gründen sein Mandat niedergelegt hatte. Er war 2014 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt worden. Benjamin Freitag dankte den anderen Kommunalpolitikern und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Diese Personalie löste ein Stühlerücken in den anderen Gremien aus. Dr. Monika Poppe (SPD) gehört jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss an, Norbert Hintze bekommt Sitz und Stimme im Umweltausschuss. Für die SPD ist Evelin Brose außerdem im Reinfelder Sozialausschuss präsent.

 Michael Thormählen

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