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Immer mehr Mädchen wollen in die Jugendwehr

Grabau Immer mehr Mädchen wollen in die Jugendwehr

Den Jugendfeuerwehren in Stormarn geht es grundsätzlich gut. Das machte Kreisjugendwart Johann Friedrich Hoffmann jetzt deutlich - und: Erstmals sind mehr als ein Viertel der Jugendfeuerwehrmitglieder weiblich.

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Klaus Plöger und Kreisjugendgruppenleiterin Nele Peters stehen inmitten der Delegierten.

Quelle: jeb

Grabau. Den Jugendfeuerwehren in Stormarn geht es grundsätzlich gut. Das machte Kreisjugendwart Johann Friedrich Hoffmann anlässlich der Kreisjugendversammlung im Grabauer Dorfgemeinschaftshaus deutlich. Dieses spiegele sich auch in der Statistik wieder. Die Zahl der Jugendfeuerwehren sei von 37 auf 39 gestiegen. Die Mitgliederzahlen gingen von 717 im Jahr 2014 um 34 Personen auf 751 zum Ende des Jahres 2015 hoch. „Der Anteil der weiblichen Mitglieder ist von 24,8 auf 26,9 Prozent gestiegen. Das bedeutet: Erstmals sind mehr als ein Viertel der Jugendfeuerwehrmitglieder weiblich“, sagte Hoffmann voller Stolz.

„Beim Übergang der Jugendlichen in die Einsatzabteilungen tun viele Wehren noch zu wenig.“ Johann Friedrich Hoffmann, Jugendwart

Der Höchststand lag einmal bei knapp 800 Mitgliedern. Die aktuellen Zahlen zeigten aber, dass es bei einem Großteil der Jugendfeuerwehren ein stabiles Fundament bei der Nachwuchsgewinnung gebe, so Hoffmann. „Und darauf können wir nur dank der Arbeit und Leistung unserer Jugendfeuerwehrwarte, Stellvertreter, Betreuer und Ausbilder zurückgreifen“, so Hoffmann weiter.

Als „weniger erfreulich“ bezeichnete Hoffmann die Zahl der Übertritte in die Einsatzabteilungen. Im Berichtsjahr seien nur 46 Kameraden übergetreten. „Jugendfeuerwehren sind zwar noch immer einer der wichtigsten Bausteine bei einer erfolgreichen Nachwuchsgewinnung für den aktiven Dienst, die Umstände werden aber immer schwieriger“, sagte Hoffmann. „Dies bedeutet, dass wir uns weiterhin verstärkt um die frühzeitige Integration von Jugendfeuerwehrmitgliedern in die Einsatzabteilungen kümmern müssen. Hier wird in vielen Wehren noch zu wenig getan.“

Diese schwierigeren Umstände würden auch in den Jahresberichten einzelner Jugendfeuerwehren deutlich. Bei einer gebe es weiterhin keinen Dienstbetrieb — und das schon seit vier Jahren. Außerdem gebe es sieben Jugendfeuerwehren mit Nachwuchssorgen, eine mehr als im Vorjahr.

„Patentlösungen für diese Jugendfeuerwehren haben wir nicht, denn der Satz ,da müsst ihr mal mehr Öffentlichkeitsarbeit machen‘ ist leider in den seltensten Fällen der richtige Lösungsansatz. Eine mangelnde Mitgliederzahl ist in der Regel nicht das tatsächliche Problem, sondern vielmehr das Symptom eines anderen Problems“, erklärte Jugendwart Hoffmann weiter. Und dieses Problem gelte es dann zu identifizieren und zu lösen.

Neu ist in diesem Jahr auch die vom Landesfeuerwehrverband initiierte Kooperation zwischen Handwerk und Jugendfeuerwehr. „Ich freue mich, dass wir erstmals sogenannte Praxistage exklusiv für Jugendfeuerwehrmitglieder anbieten können, bei denen unsere Mitglieder die Gelegenheit erhalten, in ausgewählte Ausbildungsberufe reinschnuppern zu können“, so Hoffmann. Die Jugendfeuerwehr könne nur dann attraktiv sein, wenn sie den Mitgliedern einen Mehrwert biete.

Klaus Plöger war zum letzten Mal als Landrat bei der Versammlung, lobte die Arbeit der Jugendlichen und Betreuer, monierte aber erneut, dass die Jugendlichen erst nach der Übernahme in die Einsatzabteilung mit 18 Jahren und nach erfolgreicher Grundausbildung an Einsätzen teilnehmen dürften.

Der Kötheler Jugendwart Marco Grosser erhielt die Leistungsspange der Jugendwehren in Bronze.

Von Jens Burmester

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