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Stormarn Immer mehr Wohnmobile steuern Reinfeld an
Lokales Stormarn Immer mehr Wohnmobile steuern Reinfeld an
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20:43 04.08.2017
Annemarie und Günter Müller haben es sich neben ihrem Fahrzeug gemütlich gemacht. Die Urlauber aus Rheinland-Pfalz schätzen die Ruhe.

Sie haben fast schon die ganze Welt gesehen, zumindest Europa und einen großen Teil Deutschlands. „Es gefällt uns sehr gut in Reinfeld“, sagen Annemarie (62) und Günter Müller (75). Das Ehepaar aus Rheinland-Pfalz hat mit seinem Wohnmobil Station in Reinfeld gemacht und folgt einem Trend, der sich verstärkt bemerkbar macht – die Stadt gewinnt für Urlauber, die mit ihrem eigenen Quartier unterwegs sind, immer mehr an Bedeutung.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt Mainz sind seit rund 25 Jahren mit einem Wohnmobil auf Tour. „Wir haben schon viel gesehen“, sagt Annemarie Müller. Reinfeld hätten sie in einem Nachschlagwerk gefunden, und damit auch die Stellplätze auf dem Parkplatz am Karpfenplatz. „Das ist ein sehr schöner Platz, vor allem sehr ruhig“, schildern die beiden ihre Eindrücke.

Und wer sein Wohnmobil in unmittelbarer Nähe zum Herrenteich abstellt, könne ganz bequem die Schönheiten der Stadt erkunden: die Promenade, die Badestelle und das nahe Zentrum. „Da haben wir ein Eis gegessen, das toll geschmeckt hat“, betonen die Eheleute. Den Eisliebhabern in der Region war das schon bewusst, jetzt geht der Ruf sogar bis in den Süden der Republik. Und auch der Neuhöfer Park, so die Gäste, besitze eine große Attraktivität: „Das grüne Gelände sollte auch jeden Fall erhalten bleiben.“ Zu loben sei auch, dass die Flächen von Reinfelder Bürgern gepflegt werden. Positiv aufgefallen ist den beiden Mainzern, dass es sehr viele Sitzbänke in Reinfeld gebe: „Das sind ja mehr als in mancher Großstadt.“

Ruhe und Entspannung suchen auch die Müllers in der Karpfenstadt: „Wenn wir großen Trubel wollen, dann können wir ja in einen bekannten Ferienort fahren.“ Das machen die beiden auch und müssen sich darauf einstellen, mit erheblich mehr Kosten konfrontiert zu werden. In Reinfeld wird keine Stellplatzgebühr kassiert. „In St. Peter-Ording oder auch in den Ostseebädern ist das ganz anders“, haben die Wohnmobilisten schon festgestellt.

Dankenswerterweise sei allerdings für die fünf Stellplätze an der Matthias-Claudius-Straße in Reinfeld das notwendige Angebot für Urlauber vorhanden – mit Versorgungsleitungen für Strom sowie Wasser- und Abwasseranlagen. Dafür müssen die Nutzer anfallende Gebühren bezahlen. Und wer will, kann auch die sanitären Einrichtungen in Anspruch nehmen – gegen Zahlung einer weiteren Gebühr. „Das machen wir aber nicht. Wir haben ja alles bei uns an Bord“, so die Müllers.

Bürgermeister Heiko Gerstmann hatte schon darauf hingewiesen, dass die Stellplätze am Karpfenplatz stark frequentiert würden. Und die Mainzer Wohnmobilisten können das nur bestätigen: „Die vorhandenen fünf Stellplätze sind eigentlich immer belegt. Wir mussten sogar etwas warten, bis einer frei wurde.“ Wünschenswert sei, dass diese Zahl eventuell auf zehn erhöht werde: „Dann wäre der Bereich immer noch überschaubar und gemütlich.“

Erfahrungen mit Wartezeiten haben offensichtlich auch schon andere Gäste gemacht. In Internetforen heißt es, dass die fünf vorhandenen Stellplätze gerade während der Sommerwochen nicht ausreichten.

Teilweise müssten Wohnmobile auf Parkplätzen abgestellt werden, die eigentlich für Autos reserviert sind. „Vielleicht könnte man auch noch eine kleine Box mit Informationsmaterial über Reinfeld aufstellen“, schlägt Annemarie Müller vor. Denn Wohnmobilisten gäben gern ihre Erfahrungen weiter und machten durchaus Werbung, wenn ein Ort und ein Stellplatz attraktiv seien. „Wir können Reinfeld nur empfehlen und werden sicherlich auch wiederkommen“, sagen die beiden.

Michael Thormählen

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