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Stormarn Initiative fordert Alkoholverbot am Reinfelder Parkbrunnen
Lokales Stormarn Initiative fordert Alkoholverbot am Reinfelder Parkbrunnen
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21:25 03.07.2013
Von Michael Thormählen
Das Wasser sprudelt wieder: Marjana Stein aus Reinfeld und David-Noah Bendt aus Bad Oldesloe genießen die Szenerie im Park am Jungfernstieg. Quelle: Fotos: Uwe Krog/Archiv

Die Parkanlage am Reinfelder Jungfernstieg hat ihre Attraktion wieder: Auf der vor knapp zwei Wochen von Unbekannten zerstörten Brunnenanlage sprudelt wieder das Wasser.

Die Bürgerinitiative Pro Park hält wegen dieses Vorfalls eine Ausdehnung des Alkoholverbotes für notwendig, um eine Verlagerung der Probleme vom Herrenteich in den Park zu vermeiden. Ordnungsamt und Polizei weisen den Vorschlag jedoch zurück. Es gebe dafür zurzeit keine akzeptablen Gründe.

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„Zwingend notwendig ist die Ausweitung auf den Park, den Wanderweg am Neuhöfer Teich und Lokfelder Damm sowie den Rathausplatz.“ Jens Löper, Initiative Pro Park

Pro Park ist gelungen, den Brunnen am Jungfernstieg erneut in Betrieb zu nehmen, nachdem bisher unbekannte Täter den Brunnen schwer beschädigt hatten. Dank der Unterstützung eines Spenders sowie des Engagements freiwilliger Helfer sprudelt das Wasser nun wieder. Pro Park will auch eigene Ideen und Vorschläge umsetzen, um die Region in der Nachbarschaft der Matthias-Claudius-Kirche attraktiver zu gestalten.

Die Initiative hält das jetzt für den Wanderweg und die Grünanlagen am Herrenteich verhängte Alkoholverbot für richtig. „Jedoch ist zwingend die Ausweitung auf den Park, den Wanderweg am Neuhöfer Teich und Lokfelder Damm sowie den Rathausplatz notwendig, um eine Verlagerung der Probleme zu vermeiden“, erklärt Jens Löper. Mitglieder von Pro Park hätten das Thema diskutiert und möchten den Park ebenso geschützt wissen — dies auch vor dem Hintergrund, dass der Brunnen ja schon einmal erheblich beschädigt worden sei.

Im Rathaus ist diese Forderung allerdings auf keine positive Resonanz gestoßen. Der Leiter des kommunalen Ordnungsamtes, Wolfram Zieske, bezeichnet das aktuelle Verbot als einmalige Sache: „Das ist schon eine einschneidende Maßnahme, für die es eine Vielzahl von Kriterien geben muss.“ Er erinnert an die zahlreichen alkoholbedingten Vorfälle im Bereich des Herrenteiches, die sich in den vergangenen Wochen ereigneten. Aus diesem Grund hat die Stadt ein zunächst bis Oktober befristetes Alkoholverbot verhängt; täglich zwischen 16 und 6 Uhr beziehungsweise zwischen 16 und 6 Uhr. Die Durchsetzung gehört zu den Aufgaben der Polizei. Die Beamten können jetzt unter anderem Platzverweise aussprechen.

Wolfram Zieske weist außerdem darauf hin, dass die Situation am Stiftsgelände nicht vergleichbar sei. Hier gebe es derzeit kein Beschwerdepotenzial. „Wir haben für eine Ausweitung des Alkoholverbotes keine Handhabe. Und das passt auch nicht in den rechtlichen Rahmen“, erläutert der Leiter des Ordnungsamtes.

Jens Löper untermauert den Pro- Park-Vorstoß mit dem Hinweis, dass die Grünanlage am Jungfernstieg nur sehr schlecht einzusehen sei. Außerdem fehle eine Beleuchtung, aus diesem Grund scheuten Reinfelder auch abendliche Spaziergänge auf dem Weg am Neuhöfer Teich. Pro Park hält jetzt außerdem eine erhöhte Polizeipräsenz für notwendig.

Es gehe bei den bisherigen Vorfällen um das Verhalten einer kleinen Gruppe — sie habe für die Verhängung des Verbotes gesorgt, so Pro Park. Gelte es auch für die Grünanlage rund um den Brunnen, sei die Einschränkung der Freiheit für alle Bürger eher theoretisch. Jens Löper: „Wer wird von dem Verbot wirklich betroffen?“

Eine Ausweitung hält dagegen die Reinfelder Polizei nicht für notwendig. „Es gab am Brunnen eine Sachbeschädigung, wie sie leider immer mal wieder vorkommt. Aber sonst hatten wir keine Einätze in dem Bereich“, erklärt Stationsleiter Stephan Albrecht. Dies sei am Herrenteich mit den bekannt gewordenen Köperverletzungen, den Beschwerden über Lärm oder dem aufgefundenen Abfall ganz anders gewesen.

„Man kann das Alkoholverbot nicht einfach auf andere Bereiche in der Stadt ausdehnen“, sagt Stephan Albrecht.

Michael Thormählen

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