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Innenstadt-Fachmarkt steht in Reinfeld auf der Kippe

Reinfeld Innenstadt-Fachmarkt steht in Reinfeld auf der Kippe

Bürgermeister Heiko Gerstmann möchte endlich das geplante Fachmarktzentrum unter Dach und Fach bringen. Doch die entscheidende Hauseigentümerin hüllt sich in Schweigen. Der Investor gibt aber nicht auf. Sicher ist: Der ehemalige Schleckermarkt stört im Stadtbild.

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Das Fachmarktzentrum soll die Hausnummern 44 bis 48 in der Schoenaich-Straße umfassen. Knackpunkt ist der alte Schleckerladen.

Quelle: Fotos: Krog

Reinfeld. Inzwischen legt die Eigentümerin des Hauses mit dem früheren Schlecker-Markt in der Paul- von-Schoenaich-Straße kurzerhand wieder auf, wenn Reinfelds Bürgermeister anruft. Heiko Gerstmann möchte endlich das geplante Fachmarktzentrum unter Dach und Fach bringen. Dazu braucht er die Zustimmung aller Hauseigentümer – und vor allem Preisvorstellungen, die sich mit den Vorgaben des Gutachterausschusses decken. Die Unwilligkeit, mit ihm zu reden, sei der Sache wenig dienlich.

LN-Bild

Entscheidende Hauseigentümerin hüllt sich in Schweigen – Der Investor gibt aber nicht auf – Ehemaliger Schleckermarkt stört im Stadtbild.

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„Wir sind da festgelegt und nicht flexibel“, sagt der Bürgermeister. Die Vorstellungen über den zu erzielenden Preis lägen in Einzelfällen bei dem Doppelten dessen, was zahlbar wäre. Es sei ihm nicht gelungen, alle noch einmal an einen Tisch zu bringen. Hinzu komme, dass der nunmehr dritte Investor auf dem Absprung sei. „Ich glaube nicht mehr an die Umsetzbarkeit dieses Projektes“, klagt Heiko Gerstmann.

Die Entwicklung zeichnete sich bereits im vergangenen Winter ab. „Wir verhandeln doch nicht über die Mönckebergstraße“, sagt Bauträger und Investor Frank Wichmann. „Es geht hier um Reinfeld.“ Die Preisvorstellungen einiger seien nicht realistisch. Noch im Frühjahr habe er an den Erfolg des Projektes geglaubt, bereitete schon die Notarverträge vor. „Aber dann gab es plötzlich keine Reaktionen mehr“, sagt Frank Wichmann.

Einen weiteren Anlauf will er in den nächsten Tagen nehmen bei einem Gespräch zwischen dem vorangegangenen Investor, der in dem fraglichen Gebiet selber Eigentum hat, und dem Bürgermeister. Die Ketten Netto und Rossmann seien weiterhin interessiert an einem Standort in der Reinfelder Innenstadt. „Es war allerdings ein Fehler“, blickt Bauträger Wichmann auf zurückliegende Entscheidungen der Stadt , „die Supermärkte auf der grünen Wiese zu bauen.“ Die an einem Fachmarktzentrum interessierten Unternehmen würden schon deshalb nur „angepasste Mieten“ zahlen.

Wenn das Vorhaben scheitert, „müssen wir uns etwas anderes überlegen“, sagt Christdemokrat Christian Röhl vom Stadtentwicklungsausschuss. „Nachdem so viele Jahre der Planung vergangen sind, wäre eine solche Entwicklung sehr bedauerlich.“ Was Parteifreund Torsten Fuhr bestätigt.

Es seien eben mehrere Dinge zusammengekommen, die einen Erfolg bislang verhindert hätten. Die Hauseigentümer seien frei in ihren Entscheidungen. Aber noch sei nicht aller Tage Abend. Zur Not müsse die Stadt über eine andere Nutzung nachdenken.

Dem Stadtbild tut der nun weiter leerstehende und zusehends verfallende ehemalige Schlecker-Markt allerdings einigen Abbruch. „Das sieht nun wirklich nicht mehr schön aus“, bedauert Bürgermeister Gerstmann. Aber er könne niemandem vorschreiben, was er mit seinem Eigentum zu tun und zu lassen habe. Nachdem der frisch renovierte Netto-Markt in der unteren Bahnhofstraße wenigstens diesen Teil der Reinfelder Innenstadt auch nach dem verbreiteten Ladenschluss um 18 Uhr noch belebt, bleibt die Zeit ein paar Meter weiter oben gewissermaßen stehen.

Vom von Bauausschuss-Mitglied Ewald Eden (CDU) favorisierten Konzept „einmal parken – alles kaufen“ ist die Stadt vorerst noch entfernt. „Mal abwarten, was wird nach den nächsten Gesprächen“, sagt Investor Frank Wichmann. Aber er brauche die Unterstützung der Stadt.

 Uwe Krog

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