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Stormarn Integration von Flüchtlingen wird zur professionellen Aufgabe
Lokales Stormarn Integration von Flüchtlingen wird zur professionellen Aufgabe
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20:22 21.01.2016
„Ich hatte schon Kontakt zu Flüchtlingen, die in der Berzeliusstraße in Hamburg-Billstedt untergebracht sind.“ Andrea Schröter

Ein weiterer wichtiger Baustein zur Integration von Flüchtlingen in Trittau ist gesetzt: Als Flüchtlingsbeauftragte wurde jetzt Andrea Schröter vom Amt Trittau eingestellt. Die 32-jährige Diplom-Sozialpädagogin, die in Hamburg-Billstedt bereits auch mit Flüchtlingen gearbeitet hat, soll im Amtsgebiet Schnittstelle zwischen Amt und Ehrenamtlern sowie zwischen Amt und Flüchtlingen sein.

Schröter kann aus einem Pool von etwa 120 Ehrenamtlern schöpfen, die sich in Trittau und den amtsangehörigen Gemeinden engagieren. „Ihre Aufgabe ist es, die Ehrenamtler bei der Stange zu halten, die Koordination herzustellen und Informationen weiter zu geben. Daran hat es Ende 2015 etwas gehapert“, beschreibt Amtsvorsteher Ulrich Borngräber die Arbeit von Schröter. Und die schätzt sich glücklich, direkt in Trittau arbeiten zu können. „Hier habe ich früher schon mein Abitur gemacht“, erinnert sie sich.

Nach ihrem Studium in Magdeburg arbeitete die 32-jährige Mutter von zwei kleinen Kindern erst einmal in Sachsen-Anhalt, um später nach Hamburg zu wechseln. In erster Linie hat Schröter für Bildungseinrichtungen gearbeitet und war in der ambulanten Jugendhilfe aktiv. „Ich hatte schon Kontakt zu Flüchtlingen, die in der Berzeliusstraße in Hamburg-Billstedt untergebracht sind“, erzählt Schröter. Sie hätte sich darüber hinaus auch gerne zusätzlich ehrenamtlich für Flüchtlinge eingesetzt, allein aus Zeitgründen hätte sie das nicht geschafft. Jetzt hat sie Möglichkeit, beides unter einen Hut zu bringen — ganz professionell.

„Frau Schröter hat sich die Aufgaben gleich selbst gesucht und umgesetzt“, freut sich Borngräber. Und Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch fügt hinzu: „Für uns als Verwaltung ist es ganz wichtig, was Frau Schröter macht. Die Arbeit der Ehrenamtler soll nicht ins Leere laufen.“ Wie überhaupt die Arbeit für die Flüchtlinge. Insgesamt sechs Personen werden in Zukunft für das Amt mit den Asylbewerbern beschäftigt sein. Im Fachbereiche Soziales sowie im Infrastrukturmanagement des Amtes, als Betreuer für die Flüchtlingsunterkünfte. Was bei aller finanzieller Unterstützung, die auch vom Land kommt, für starke Belastung bei den Kommunen sorgt.

„Das Geld fehlt dann für andere Geschichten. Aber die Flüchtlinge nehmen nichts weg“, erklärt Borngräber. Bürgermeister Oliver Mesch fügt hinzu: „Bei uns muss kein anderer darunter leiden“. Ängsten der Bürger tritt er entgegen: „Das normale Leben leidet nicht darunter. Es werden keine Unterschiede gemacht.“

Das Ziel von Andrea Schröter, das Ziel vom Amt Trittau ist, „möglichst für jeden Flüchtling, für jede Familie eine Art Patenschaft zu bekommen“. Dazu gehöre auch, so Ulrich Borngräber, sich für Flüchtlinge im Bereich Jobvermittlung zu betätigen. „Das schieben wir von uns aus an. Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen. Das ist nicht unsere Aufgabe, aber wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir die Leute hier nur rumhängen lassen. Deshalb haben wir Kontakt mit dem Jobcenter aufgenommen“, erklärt der Amtsvorsteher.

Und auch hiesige Unternehmer, berichtet Oliver Mesch, hätten sich schon gemeldet, um Flüchtlingen wenigstens einen Praktikumsplatz anzubieten. Somit hat das Amt noch mehr Bausteine gesetzt, damit die Integration der Flüchtlinge, derzeit leben 243 in Trittau und dem umliegenden Gemeinden, gelingen kann.

Andrea Schröter ist unter folgender Nummer zu erreichen: 0162/4796512 oder per E-Mail unter a.schroeter@trittau.de

K. Kuhlmann-Schultz

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