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Stormarn Investition in die Zukunft: 60 Computer für Oldesloer TMS
Lokales Stormarn Investition in die Zukunft: 60 Computer für Oldesloer TMS
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20:15 14.03.2016
Frauenpower im Informatikkurs (v.l.): Elisabeth Schirm, Johanna Warter, Natalie Sperling und Laura Rohde sind von den PCs begeistert. Quelle: Fotos: Bma

„Von der fünften Klasse bis zur Oberstufe können wir jetzt Informatik anbieten. Für uns ist das ein Meilenstein in der Entwicklung unserer Schule. Damit liegen wir in Schleswig-Holstein ganz weit vorne, hat mir das Ministerium bestätigt“, sagt der Schulleiter des Oldesloer Gymnasiums, Henning Bergmann. Landesweit gebe es nur wenige Schulen, die so ausgestattet seien wie das Oldesloer Gymnasium. Zu dem Laptop-Klassenraum, der vor anderthalb Jahren eingerichtet wurde, sind jetzt zwei neue Computerräume hinzugekommen, die mit jeweils 30 stationären Dell-PCs ausgestattet wurden. „Ein Raum wurde ein bisschen höherwertig eingerichtet — mit Touch-Displays, die man auch im Bereich Filmschnitt einsetzen kann“, erklärt Informatiklehrer Juan Rechid. Bei den Schülern kämen die neuen technischen Errungenschaften, die seit Halbjahresbeginn im Unterricht eingesetzt würden, bestens an. „Das macht einen Begeisterungsschub aus. Die Schüler gehen jetzt mit richtig Spaß und Eigeninitiative in den Unterricht und haben das erste Mal das Gefühl, dass die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand ist“, weiß Rechid.

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Frauenpower im Informatikkurs (v.l.): Elisabeth Schirm, Johanna Warter, Natalie Sperling und Laura Rohde sind von den PCs begeistert.

Schüler und Lehrer haben durch die mediale Weiterentwicklung zudem sehr viel mehr Unterrichtszeit hinzugewonnen. „Nach nicht mal einer Minute sind alle PCs hochgefahren, und wir können mit dem Lernstoff loslegen“, so Rechid. Das sei ein enormer Zeitvorteil im Vergleich zu den alten Rechnern, die allein zehn Minuten Startzeit gebraucht hätten. „Vorher mussten sich auch zwei Schüler einen PC teilen, aber das ist ja Gott sei Dank Schnee von gestern“, freut sich Rechid. Heute nutze jeder Schüler in den Informatikstunden einen eigenen PC.

„Der Unterricht mit den Computern macht total Spaß, und ich habe hier schon richtig viel dazu gelernt“, berichtet Samantha. Die Achtklässlerin hat gerade einen Roboter per Laptop programmiert. „Der Roboter fährt, und wenn einer in die Hände klatscht oder laut spricht, soll sich er drehen.“ Justus aus der Neunten hat mit seinen Mitschülern ein Computerspiel entwickelt — das „Bee Game“

(Bienenspiel). Eine Biene muss gegen den Wind fliegen und dabei Honig auffangen. „Wir haben uns mit der Klasse angeschaut, wie die Programmiersprache funktioniert und das dann in Teamarbeit praktisch umgesetzt“, berichtet Informatiklehrerin Christiane Vogel.

Spielen hilft verstehen. Das begeistert auch Elternvertreter Sven Jürgens. „Ich finde es sehr gut, dass an der Schule Computer im Unterricht eingesetzt werden. Informatik wird eine immer größere Schlüsselstellung in unserem Leben einnehmen. Da wird es den Schülern sicherlich helfen, wenn sie verstehen, was technisch um sie herum passiert. Außerdem freut es mich sehr, dass die Geschlechter in den PC-Klassen gleichermaßen verteilt sind. Bisher wurden Jobs in der IT-Branche vorwiegend von Männern besetzt. Aber durch solche Schulprojekte dürfen wir hoffen, dass Frauen in Zukunft gleichziehen werden.“

Finanziert wurden die neuen Computerräume von der Stadt. 120000 Euro hat das Projekt gekostet. Davon fielen 72000 Euro auf die Anschaffung der Computer einschließlich der Smartboards genannten PC-Tafeln sowie 48000 Euro auf die Ausstattung wie Kabel und Elektrifizierung.

Von Britta Matzen

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