Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Jahresabschluss akribisch durchleuchtet
Lokales Stormarn Jahresabschluss akribisch durchleuchtet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 20.06.2017
Bad Oldesloe

Zu einem Disput unter Kämmerern geriet zeitweise die jüngste Sitzung des Oldesloer Finanzausschusses über den Haushaltsabschluss 2013. Wie in anderenorts hängt Bad Oldesloe damit wegen der Umstellung des kommunalen Rechnungswesens auf das doppische System hinterher.

Doch darum ging es bei der Fragestunde nicht in erster Linie. Andreas Lehmann, für die Freien Bürger für Bad Oldesloe als bürgerliches Mitglied im Ausschuss, stieß sich an einigen Details der rund 47, 7 Millionen Euro schweren Ergebnisrechnung. So kritisierte Lehmann, der früher als Kämmerer in Reinfeld beschäftigt war, dass für eine Brücke bei Rethwisch, die so marode war, dass sie abgerissen werden musste, ein „Erinnerungswert“ von einem Euro aufgeführt war. Dieser Euro hätte nicht auftauchen dürfen, mahnte Lehmann an. Auch hatte er etwas an der Verbuchung von Kosten bei der Städtebauförderung auszusetzen. Die nicht förderfähigen Eigenanteile hätten unter einem anderen Konto aufgeführt werden müssen, beschwerte er sich. Wie sich herausstellen sollte, hatte diese „Fehlbuchung“ keine Auswirkungen auf die Bilanz im Ganzen. Rechnerisch ergab sich daraus keine Differenz.

Kämmerin Mandy Treetzen warnte abschließend davor, den Haushalt von 2013, der unerwartet mit einem Überschuss von rund 1,87 Millionen abgeschlossen habe, als positives Zeichen für künftige Abschlüsse zu betrachten. Inzwischen habe sich die Lage verschlechtert. „Sie wissen sicher, wo wir heute stehen“, sagte Treetzen.

Da die Stadt derweil in tiefroten Zahlen steckt, stand schon seit geraumer Zeit die Frage im Raum, ob es innerhalb der Verwaltung Sparpotential gibt. Eine so genannte Aufgabenkritik, die alle Tätigkeiten im Rathaus unter die Lupe nimmt, war schon unter Ex-Bürgermeister Tassilo von Bary von der Politik gefordert worden. Sein Nachfolger Jörg Lembke lieferte jetzt. In einer luftig strukturierten, 72 Seiten umfassenden Übersicht legt er dar, mit welchen Themengebieten sich Angestellte in den Fachbereichen befassen – welche davon zu den Pflichten zählen, freiwillig sind oder auf Weisung übergeordneter Institutionen angeordnet und somit nicht abwendbar sind.

Am Montag gelang indes nur, die Aufgaben von Stabsstellen und Hauptamt zu besprechen, zu mehr reichte die Zeit nicht. Lembke signalisierte, dass er dort kein Sparpotential sieht. Vielmehr plädierte er dafür, den Fachbereichsleitern eine halbe Assistentenstelle zu gewähren, um sie von weniger qualifizierten Tätigkeiten zu entlasten. Die Personalverwaltung brauche zudem eine Stelle im gehobenen Dienst, da das Arbeitsaufkommen gestiegen sei.

von Dahlen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vortrag: Was hilft, die Selbstständigkeit zu erhalten.

20.06.2017
Stormarn Ahrensburg/Bad Oldesloe - „Nolde in der Südsee“

SPD-AG 60plus lädt zur Fahrt nach Schloss Gottorf.

20.06.2017

Am Donnerstag tagt der Kreistag – Die Tagesordnung ist lang.

20.06.2017
Anzeige