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Jansen will das Kleine Theater managen

Bargteheide Jansen will das Kleine Theater managen

Hans-Peter Jansen, seit vielen Jahren Pächter des Kinos Cinema Paradiso im Kleinen Theater in Bargteheide, möchte auch die organisatorische Leitung der Kulturarbeit im Haus übernehmen. Damit bietet er eine Alternative zu dem bisher geltenden DreiSäulen-Modell an.

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Hans-Peter Jansen (l.) und Benni Abazi: Kino und Gastronomie im Kleinen Theater sind verpachtet.

Quelle: Bettina Albrod

Bargteheide.  Nach der Kündigung des Kulturmanagements zum 30. Juni ist vorgesehen, einen Dachverein zu gründen, der künftig für die Theaterschule und alle Kulturveranstaltungen zuständig sein soll. „Ich fände es am sinnvollsten, wenn ich Kino und Kultur betriebswirtschaftlich ganz übernehmen würde“, schlägt Jansen nun vor. „Die kreative Arbeit würde weiter bei der Theaterschule liegen.“ Die Gastronomie würde als zweite Säule weiter bestehen.

Gleichzeitig hat Jansen gute Ideen für zusätzliche Kleinkunstangebote. „Im Kleinen Theater werden seit Jahren dieselben Künstler gezeigt“, moniert er. „Ich hätte Lust, mal etwas Wildes, Junges zu machen und neue Angebote nach Bargteheide zu holen.“ Die Kulturarbeit der Bargteheider Anbieter solle wie gewohnt weiter bestehen.

Ein Dachverein, wie er derzeit geplant ist, macht in Jansens Augen keinen Sinn, weil es weiterhin viele verschiedene Nutzer im Haus gebe. Auf der Jahreshauptversammlung des Bargteheider Kulturrings hatte es ebenfalls Kritik an einem Vereinsmodell gegeben. Problem sei, so Jansen weiter, dass die Subventionen der Stadt für die Theaterarbeit nur an Vereine oder gemeinnützige Betriebsformen ausgezahlt werden könnten. In den Verein könne er selber nicht eintreten, weil er dann als Vereinsmitglied über sich selber als Pächter abstimmen müsste.

„Wenn der Kulturring oder der Verschönerungsverein Aufführungen planen oder Kleinkunstaufführungen angeboten werden, werden die Termine ohnehin mit mir abgestimmt“, erklärt Jansen, der 300 Tage im Jahr über den Saal verfügen kann. Außerdem kenne er sich betriebswirtschaftlich gut aus. „Sinnvoll ist der gemeinsame Kartenverkauf für alle Kulturveranstaltungen im Haus, wie es geplant ist.“ Die Kinokasse soll demnächst digitalisiert werden, so dass auch Kinokarten dann online zu bekommen sind. Ihm ist wichtig, dass die Theaterschule im Haus, die Weihnachtsmärchen und mittlerweile auch ein Sommermärchen im Kleinen Theater anbietet, weiter macht. „Die Theaterschule ist immens wichtig für das Kleine Theater und für Bargteheide“, betont Jansen.

Mittlerweile gebe es aber große Verunsicherung, weil noch immer nicht klar sei, wie es nach dem 30. Juni mit der Kulturarbeit weitergehen solle.

„Hans-Peter Jansen hat seinen Vorschlag bei uns eingereicht“, erklärt Sabine Meurers, bei der Bargteheider Verwaltung zuständig für Kulturangelegenheiten. „Es bestehen Überlegungen in alle Richtungen. Es besteht immer noch die Chance, Anregungen mit aufzunehmen.“ Allerdings könne sie sich nicht vorstellen, dass sich das Blatt komplett wende. 2Die Stadt sieht einen Trägerverein positiv und wird auch Mitglied darin sein“, sagt Meurers. Letzten Endes werde aber die Politik darüber entscheiden, in welcher Form es weitergehen soll.

Am 23. Mai trifft sich der Haupt- und Sozialausschuss, dann wird das Vereinsmodell öffentlich vorgestellt werden.

Pachtvertrag verlängern

Hans-Peter Jansen kündigte an, seinen Pachtvertrag, der Ende des Jahres ausläuft, verlängern zu wollen. Gleiches gilt auch für den Pächter des Restaurants „Papillon“ im Haus, Baki Abazi.

Die Verlängerung der Pachtverträge würde dafür sorgen, dass er und Abazi Sicherheit für eigene Investitionen hätten, beispielsweise beim Inventar und der Ausstattung. Das Kleine Theater in Bargteheide soll demnächst umgebaut werden, so dass es barrierefrei wird. Auch die Außenanlagen werden neu gestaltet.

Von Bettina Albrod

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