Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Jeder Vierte ist über 60 Jahre: Bargteheides Senioren reden mit
Lokales Stormarn Jeder Vierte ist über 60 Jahre: Bargteheides Senioren reden mit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:51 26.01.2016
Reiner Ottersbach vom Seniorenbeirat (r.) hat Henning Görtz zum Seniorenfrühstück eingeladen, um Wünsche der älteren Bürger zu hören. Quelle: Fotos: Albrod

Mit knapp 4000 Bargteheider Bürgern, die 60 Jahre und älter sind, ist rund ein Viertel der Bargteheider Bevölkerung im Seniorenalter. Sie haben mit dem sehr aktiven Seniorenbeirat eine eigene Stimme in der Stadt. Seit vielen Jahren ist es Brauch, dass der Bürgermeister zu Jahresbeginn mit den älteren Bürgern frühstückt, die Pläne für die Stadtentwicklung im neuen Jahr vorstellt und sich anhört, welche Sorgen und Wünsche die älteren Bürger haben. „Ich freue mich, wieder bei Ihnen sein zu können“, begrüßte Henning Görtz 85 Senioren im Stadthaus. „Auch wenn ich bei dem Teil mit Ihren Fragen immer etwas ins Schwitzen komme.“

Zunächst stellte Görtz die Pläne für 2016 vor, in denen einige der drängenden Fragen des Alterns aufgegriffen sind. „Wir wissen, dass viele ältere Menschen, die jetzt in Häusern wohnen, später lieber in eine Wohnung wechseln möchten, und das im Innenstadtbereich“, erklärte Görtz. Ein Thema der kommenden Jahre werde es sein, hier genügend Angebote zu schaffen, auch an bezahlbarem Wohnraum.

„Gegenüber dem Hilfszentrum werden gerade zwei Geschossbauten fertig gestellt, die Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen bieten.“ Zudem sei geplant, das Seniorendorf weiter auszubauen — hier können Menschen einziehen und aus einem Angebot verschiedener Serviceleistungen wählen. Neu gebaut wird außerdem eine Anlage für inklusives Wohnen am Bornberg.

Auch bei der Bahnhofsvorplatz-Umgestaltung, die demnächst ansteht und bei der die Bürger im Stadtdialog mitreden dürften, wolle man das Thema zusätzlicher Wohnraum weiter im Blick haben, so Görtz.

Nicht im Blick haben wollen die Bürger nur Autos. „Der Teich, der noch etwas Idylle war, ist vor dem Bahnhof schon zugeschüttet worden“, erklärte Inge Thiemann. „Wir wollen nicht nur auf Autos gucken, bleibt es denn dort auch grün?“ Görtz versicherte, dass der Platz attraktiv werden solle. „Das ist ja auch die Visitenkarte der Stadt, wenn man aus dem Bahnhof tritt.“

Reiner Ottersbach, Vorsitzender des Seniorenbeirats, sprach für viele, als er das Thema Hundekot erwähnte. „Viele ältere Bürger sprechen mich an, weil der Mehrgenerationenweg zwischen Seniorendorf und Schulzentrum zum Ausführen der Hunde missbraucht wird.“ Die Bürger regten an, dort Automaten mit Beuteln sowie einen Abfalleimer aufzustellen, um an die Hundehalter zu appellieren, den Kot vorschriftsgemäß zu entsorgen. Michael Finke, Mitglied im Vorstand des Seniorenbeirats, wünschte sich, dass die Hecken besser beschnitten würden. „Zu zweit kann man beim Spazierengehen kaum nebeneinander hergehen.“ Görtz notierte sich alle Anregungen und sprach die Hoffnung aus, dass auch sein Nachfolger mit den Bargteheider Senioren im Gespräch bleiben werde. Ottersbach kündigte an, dass es am 28. Mai wieder eine Seniorenmesse geben werde.

Wahl zum Seniorenbeirat
Vom 8. Februar bis zum 7. März können alle Bargteheider ab 60 Jahre den neuen Seniorenbeirat wählen, der ab 1. Juli die Arbeit aufnimmt. Für sieben Posten stehen acht Kandidaten zur Verfügung. Nur drei Mitglieder des alten Beirats wollen erneut kandidieren. Der Seniorenbeirat wird für vier Jahre gewählt, zuletzt lag die Wahlbeteiligung bei 52 Prozent. Der Seniorenbeirat bietet Ausflüge, Beratungen, Kino und eine politische Interessenvertretung an.

Bettina Albrod

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schulverband des Amtes baut kein zweites Haus — Lösung bleibt wohl an Trittau hängen.

26.01.2016

Freiwillige Feuerwehr Bad Oldesloe zieht Bilanz — Kritik an der Beschaffungspolitik der Stadt.

26.01.2016

Die Gemeinde Großhansdorf will in Kooperation mit den Stadtwerken Geesthacht und HanseWerk schnelles Internet in die Haushalte bringen.

26.01.2016
Anzeige