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Jeder zweite Krippenplatz fehlt

Lasbek Jeder zweite Krippenplatz fehlt

Wie viele andere Gemeinden in Hamburger Randlage legt auch Lasbek zu. Dank neuer Wohngebiete haben sich dort junge Familien angesiedelt. Damit ist gleichzeitig der Bedarf an Kita- und Krippenplätzen gestiegen, wie besorgte Eltern auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung anmahnten.

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Die bunten Rucksäcke machen dem Namen Regenbogenland alle Ehre. Derzeit besuchen 50 Mädchen und Jungen zwischen zehn Monaten und sechs Jahren die DRK-Kita.

Lasbek/Barkhorst. Dass die Kapazität der DRK-Kita im Ortsteil Barkhorst um eine altersgemischte Elementargruppe und eine Krippengruppe erweitert werden muss, hatte schon eine Umfrage des Amtes Oldesloe-Land ergeben. Einigkeit über die Notwendigkeit dieses Projekts herrscht auch in der Politik.

LN-Bild

DRK-Kita in Lasbek wird erweitert – Oldesloe-Land: Betreuung älterer Kinder eher gesichert.

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Unklar ist nur noch, wie dieser Plan umgesetzt werden soll. „Es stellt sich die Frage, ob umgebaut, angebaut oder abgerissen und ganz neu gebaut werden soll“, sagt Bauamtsleiter Ralf Maltzahn. Wie er schildert, ist wohl schon jetzt niemand glücklich mit der Aufteilung der Kita auf zwei Gebäude. Einige Mädchen und Jungen werden in der alten Alte Schule betreut, einem direkt an der Straße gelegenen Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert. Die Mehrzahl der 50 Kinder ist in einem größeren Neubau im rückwärtigen Bereich des Grundstücks untergebracht. Verfügbar wäre aber laut Maltzahn auch das Gerätehaus neben der Schule, das seit der Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Barkhorst nur noch gelegentlich für Familienfeiern genutzt wird.

Welche Möglichkeiten es gibt, die Kita unter funktionalen Gesichtspunkten und zugleich optisch ansprechend umzugestalten, soll jetzt ein Architektenwettbewerb ausloten. „Wir sind für alles offen. Es wird ein anonymes Verfahren geben mit genauen Vorgaben der Architekten und Ingenieurkammer. Aus den eingereichten Vorschlägen können wir den besten auswählen“, erklärt der Bauamtsleiter.

Schnellschüsse seien ohnehin nicht möglich, da der Fördertopf der Landesregierung für den Kita- und Krippenbau in diesem Jahr schon überzeichnet sei.

„Wir brauchen dann auch neues Personal, vier bis fünf Fachkräfte“, sagt Kita-Leiterin Nathalie Iden. Seit längerem suche sie zudem junge Leute für ein Freiwilliges Soziales Jahr zur Verstärkung. Doch selbst das gestalte sich schwierig. Zum Glück seien im Kreis zwei Fachschulen für Erzieher eingerichtet worden. Doch bis von dort Absolventen zur Verfügung stünden, dauere es seine Zeit.

Den Überblick über vorhandene Betreuungsplätze, aber auch über Engpässe in den Gemeinden des Amtes Bad Oldesloe-Land hat Doris Heine. Laut der Abteilungsleiterin ist die Versorgung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren zu 98 Prozent gewährleistet, während im Krippenbereich erst die Hälfte der benötigten Plätze existiere.

„Wir bemühen uns, den Eltern zu ihrem Recht zu verhelfen, wie es eben möglich ist. Aber zaubern können wir nicht“, sagt Doris Heine. Die Gemeinden Rethwisch, Meddewade, Steinburg und Pölitz hätten ihre Einrichtungen schon erweitert. Wie die Lasbeker befänden sich die Travenbrücker noch in der Planungsphase. Es dürfe auch nicht vergessen werden, dass der Bau und Betrieb weiterer Betreuungsplätze eine große finanzielle Anstrengung für die Gemeinden bedeute. Pro Krippenplatz müssten die Gemeinden im Amt für die laufenden Kosten 6000 Euro im Jahr aufwenden.

Wie Doris Heine und ihre Kollegin Verena Groth immer wieder feststellen, ist eine präzise Deckung des Bedarfs an Plätzen derzeit auch gar nicht möglich. „Es gibt Eltern, die ihre Kinder gleich in mehreren Einrichtungen anmelden. Wenn sie woanders untergekommen sind, geben sie nicht Bescheid“, sagt Doris Heine. Das landesweit gestartete Kita-Portal schaffe da noch keine Abhilfe. Zum einen beteiligten sich nicht alle Einrichtungen daran, so dass es keine Übersicht gebe. „Außerdem ist es oft personell gar nicht leistbar, die Daten ständig zu aktualisieren“, fügt Verena Groth hinzu.

 Dorothea von Dahlen

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