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Jedes dritte Kind schafft das Seepferdchen nicht

Bad Oldesloe Jedes dritte Kind schafft das Seepferdchen nicht

Viele Grundschüler in Stormarn sind nach den Erfahrungen des Kreissportverbandes (KSV) nicht fit, wenn es darum geht, im tiefen Wasser ein paar Runden zu drehen. 105 Kinder nahmen jetzt an Schwimmkursen in den Hallenbädern von Bad Oldesloe, Stapelfeld und Barsbüttel teil.

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Unterricht mit Markus Kratz und Erika Dinse im Oldesloer Travebad: Sigrid Kuhlwein, Kirstin Krochmann, Adelbert Fritz und Verena Lemm sind interessierte Zuschauer am Beckenrand. Morgen, am letzten Ferientag, gehen die Kurse für die Grundschüler zu Ende.

Quelle: M. Thormählen

Bad Oldesloe. Übungsleiter Markus Kratz und Erika Dinse hatten die Anfänger fest im Blick, kontrollierten die Schwimmzüge und fragten auch nach den Baderegeln, denn heute wird es auch für die Kinder ernst, die am Schwimmunterricht im Oldesloer Traveband teilnahmen: Die Prüfungen für das Seepferdchen stehen auf dem Programm. Auch morgen soll noch getestet werden, ob sich die Teilnahme an dem Lehrgang gelohnt hat.

LN-Bild

In Stormarn sollen mehr Kinder schwimmen lernen – Bilanz der Grundschul-Ferienkurse.

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Viele Grundschüler in Stormarn sind nach den Erfahrungen des Kreissportverbandes (KSV) nämlich nicht fit, wenn es darum geht, im tiefen Wasser ein paar Runden zu drehen. „Für den Schwimmunterricht fehlen oft die Lehrer und auch die Örtlichkeiten“, sagte Vorsitzender Adelbert Fritz, der gestern zusammen mit KSV-Geschäftsführerin Verena Lemm und den beiden Kreistagsabgeordneten Sigrid Kuhlwein (SPD) und Kirstin Krochmann (CDU) Bilanz für ein gemeinsames Projekt zog – dem besonderen Unterricht in den Ferien.

105 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren nahmen an den sieben Kursen teil, die in den Hallenbädern in Bad Oldesloe, Stapelfeld und Barsbüttel von qualifizierten Trainern geleitet wurden. Sie kamen aus Reihen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft oder den Sportvereinen. Dafür gab es großes Lob vom KSV-Vorsitzenden: „Wir hatten tolle Übungsleiter, die sich sehr engagiert haben.“

Dass der Bedarf da ist, zeigte sich angesichts der großen Anmeldezahlen. Mehr als 150 Kindern wollten dabei sein. „Die Teilnehmerzahl pro Kursus war aber auf 15 begrenzt. Sonst hätte es keinen qualifizierten Unterricht geben können“, erläuterte Verena Lemm. Und die Übungsleiter hätten teilweise einen „großen Spagat“ machen müssen, wenn es um die Vorkenntnisse der Schüler ging: „Da gab es zunächst die Wassergewöhnung. Einige Kinder trauten sich noch nicht einmal, den kleinen Finger ins Wasser zu stecken.“

Dass nach dem zehnstündigen Training nicht alle Grundschüler die Seepferdchen-Prüfung bestanden, ist deshalb kein Wunder. Nach den aus Stapelfeld vorliegenden Zahlen – hier wurden die beiden Kurse bereits beendet – fiel etwa ein Drittel durch. „Für die Kinder, die es nicht schafften, kommt es jetzt darauf an, am Ball zu bleiben“, meinte Verena Lemm. Dies sei eine Aufgabe für die Eltern.

Eltern mussten auch einen Teil des Unterrichtes selbst finanzieren. 5000 Euro stellte der Kreis Stormarn zur Verfügung, nachdem die CDU einen entsprechenden Antrag im Schul-, Kultur- und Sportausschuss gestellt hatte. Dessen Vorsitzende Sigrid Kuhlwein sprach sich dafür aus, das Projekt fortzusetzen. Allerdings müsse das Geld nicht unbedingt aus dem Kulturbereich abgezweigt werden.

Zustimmung signalisierte auch die sportpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, Kirstin Krochmann. Es gebe auch in Stormarn den Trend, dass immer mehr Kinder nicht schwimmen könnten.

Der Kreissportverband ist bereit, die angelaufene Kooperation fortzusetzen. „Das Projekt war ein Erfolg, und wir solltes es 2017 wiederholen“, sagte Vorsitzender Fritz. Zu wünschen sei allerdings, dass es möglichst frühzeitig eine politische Entscheidung dazu gebe, um Termine in den Hallenbädern reservieren zu können.

Schritt zum Schwimmer

Das Seepferdchen ist eine Prüfung, um als Schwimmer anerkannt zu werden. Kinder müssen 25 Meter schwimmen, vom Ein-Meter-Brett springen und in einer Wasserhöhe von etwa einem Meter tauchen. Nach bestandener Prüfung gibt es ein Seepferdchen-Abzeichen, das auf die Badebekleidung genäht werden kann.

Mit 5000 Euro, die erstmals vom Kreis zur Verfügung gestellt wurden, konnten nach Angaben des Kreissportverbandes die Aufwandsentschädigungen für die Übungsleiter und die Hallenmieten finanziert werden.

 Michael Thormählen

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