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Stormarn Jetzt beginnt die Suche nach dem neuen Sparkassenchef
Lokales Stormarn Jetzt beginnt die Suche nach dem neuen Sparkassenchef
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22:26 10.01.2018
Die Zentrale in Bad Oldesloe: Im ersten Stockwerk ist auch das Büro des Vorstandsvorsitzenden. Quelle: Fotos: M. Thormählen/archiv
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Bad Oldesloe

Dessen Vorsitzender Landrat Henning Görtz wies darauf hin, dass in dieser Woche während einer Sitzung des Personalausschusses erste Entscheidungen getroffen werden sollen. Martin Lüdiger hatte vor kurzem um eine vorzeitige Auflösung seines bis Mitte 2020 laufenden Vertrages gebeten. Der Sparkassenchef wird Ende Juni seinen Stuhl im Verwaltungsgebäude an der Oldesloer Hagenstraße räumen. Er hatte dafür private Gründe genannt. Der 60-Jährige will mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

 

„Wir wollen weiterhin eine starke SparkasseHenning Görtz, Landrat

Martin Lüdiger hatte bei Abschluss seines noch laufenden Arbeitsvertrages eine Klausel mit aufnehmen lassen, dass er vorzeitig – nämlich zwei Jahre früher – aus dem Amt scheiden dürfe. Er war im Januar 2006 als Vorstandschef nach der Fusion der Sparkassen Ostholstein und Stormarn an die Spitze gerückt. Seit 2000 gehörte er bereits dem Vorstand der Sparkasse Stormarn an.

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Holstein – vergleichbar mit dem Aufsichtsrat eines privaten Unternehmens – bereitet jetzt die Schritte vor, damit die Suche nach einem Nachfolger beginnen kann.

Morgen, so Vorsitzender Henning Görtz, soll während einer Sitzung des zuständigen Personalausschusses über den Inhalt der notwendigen Ausschreibung entschieden werden. „Wir werden dann auch über den Zeitplan sprechen“, betonte Stormarns Landrat. Sein Stellvertreter als Vorsitzender des Verwaltungsrates ist der Ostholsteiner Landrat Reinhard Sager, denn die beiden Kreise Stormarn und Ostholstein sind Träger des öffentlich-rechtlichen Geldinstitutes.

„Mir ist nicht bange, dass wir qualifizierte Bewerber für die Position des Vorstandsvorsitzenden haben werden“, sagte Henning Görtz. Die Sparkasse Holstein sei gut aufgestellt und stehe kerngesund da – dies sei auch ein Verdienst von Martin Lüdiger. Auch aus diesem Grund sei die Führungsposition reizvoll und attraktiv. Der Landrat geht davon aus, dass der noch amtierende Verwaltungsrat über diese wichtige Personalie entscheiden werde. Am 6. Mai werden die kommunalen Vertretungen und auch die Kreistage in Schleswig-Holstein gewählt. Aus diesem Grund könnten auch neue Vertreter aus den beiden Kreistagen in Bad Oldesloe und Eutin in den Verwaltungsrat der Sparkasse Holstein entsendet werden. „Dann wäre der neue Verwaltungsrat erst im Juli handlungsfähig", erläuterte Henning Görtz.

Der Verwaltungsrat-Vorsitzende sieht auch die Möglichkeit, dass der künftige Sparkassenchef nicht zum. 1. Juli mit seiner Tätigkeit beginnen wird. Es sei durchaus denkbar , dass es eine Vakanz nach dem Ausscheiden von Martin Lüdiger geben werde, weil auch dessen Nachfolger vermutlich bei seinem bisherigen Arbeitgeber um die Auflösung seines Arbeitsvertrages bitten müsste. „Das wäre aber kein Problem, denn der dreiköpfige Vorstand der Sparkasse ist auch mit zwei Mitgliedern arbeitsfähig", unterstrich Stormarns Landrat. Im Amt bleiben der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Joachim Wallmeroth sowie Vorstandsmitglied Michael Ringelhann.

„Wir wollen für die Sparkasse den besten Bewerber“, gibt Henning Görtz ein Ziel vor. Es gebe für den künftigen Vorstandsvorsitzenden „keinen aktuellen Handlungsbedarf“, er müsse auf jeden Fall das Ohr am Puls der Zeit haben. Die Entwicklung im Bankenwesen sei sehr schnell: „Und wir wollen weiterhin eine starke Sparkasse.“ Sie müsse ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft in der Region sein und auch selbst ein wichtiger Arbeitgeber bleiben. Der Landrat verwies auf die rund 1000 Mitarbeiter der Sparkasse. Die beiden Kreise hätten ein starkes Interesse an der guten Ertragslage des Geldinstitutes, denn Gewinne fließen in die Stiftungen, um soziale und kulturelle Aufgaben in Stormarn und Ostholstein zu fördern.

Für 2016 legte die Sparkasse eine Bilanzsumme von 5,65 Milliarden Euro vor. Die Kundeneinlagen hatten eine Höhe von 4,14 Milliarden Euro. Der Bilanzgewinn lag bei 12,1 Millionen Euro.

 Von Michael Thormählen

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