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Stormarn Johanniter übernehmen „Spatzennest“
Lokales Stormarn Johanniter übernehmen „Spatzennest“
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00:00 08.01.2013
Milla (4, v. r.), Greta (4), Matthis-Luca (5) und Noah (6) bastelten drinnen am Badendorfer Eiffelturm, während . . .
Badendorf

18 Jahre hat die Elterninitiative „Badendorfer Spatzennest“ den Kindergarten geführt. Einige Mütter und Väter haben dabei so manche Verrenkung für die Kinder gemacht, bis aufgrund des starken Interesses an der Kita eine ehrenamtliche Führung nicht mehr möglich war. Daher hat nun die Johanniter Unfallhilfe, Kreisverband Lübeck, die Kindertagesstätte übernommen.

Stellvertretend für die Gemeinde überreichte Bürgermeister Hans-Jürgen Köhncke einen symbolischen Schlüssel an Peter Küpper, Fachbereichsleiter bei den Johannitern.

„Wir konnten einfach nicht mehr die Dinge leisten, zu denen ein professioneller Anbieter imstande ist“, sagte gestern früh Anke Kuchel, zweite Vorsitzende des Trägervereins und Vorsitzende des Fördervereins. „Egal ob Kinder oder Erzieherinnen, es ist für alle Beteiligten der richtige Schritt, zu einem professionellen Träger zu wechseln.“ Für die Kinder ändert sich auch nichts, denn alle sechs Beschäftigten werden von den Johannitern übernommen. Es soll noch eine weitere Vertretungskraft eingestellt werden. Und am pädagogischen Konzept solle sich auch nichts ändern, versichert Katrin Bohlmann, bei den Johannitern zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

„Dass Elterninitiativen einen Kindergarten führen, ist mittlerweile ein Auslaufmodell“, sagte Kita- Leiterin Ilona von Hagen , betonte jedoch noch einmal die über viele Jahre andauernde gute Zusammenarbeit. „Die Johanniter freuen sich auf die neue Aufgabe und danken der Gemeinde für das Vertrauen“, sagte Peter Küpper. Die Johanniter setzten sich mit ihrer Bewerbung gegen das Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt durch. Für den Verein ist es der fünfte Kindergarten im Großraum Lübeck. „Sie können das ,Spatzennest‘ zu einer Vorzeigekita machen“, sagte Bürgermeister Köhncke in Richtung der Johanniter.

Dass die Einrichtung überhaupt so lange existiert, hatte Köhncke bei der Eröffnung 1994 nicht erwartet „Ich habe damals dagegen gestimmt“, erinnert sich der Bürgermeister, weil er dachte, dass es schon fünf Jahre später keine kleinen Kindern mehr in Badendorf geben werde. Doch das Gegenteil war der Fall. Einem Erweiterungsbau 2001 folgte vor zwei Jahren sogar die Einrichtung einer Krippe mit zehn Plätzen. „Der Kindergarten platzte aus allen Nähten“, so Köhncke. „Früher hatten wir maximal 20 Kinder, jetzt sind es 44“, ergänzte Anke Kuchel. „Der Arbeitsaufwand wurde immer größer.“

2009 war Badendorf schließlich sogar die Gemeinde mit der höchsten Geburtenrate im Norden. Auf jeden 67. Einwohner in der 800- Seelen-Gemeinde kam in dem Jahr ein Neugeborenes. Und die Zukunft scheint auch gesichert: Von 14 Plätzen des Neubaugebiets sind bereits acht an junge Familien vergeben.

• Ein Video aus der Kita zum Wechsel der Trägerschaft gibt es auf www. LN-Online.de/video.

Markus Carstens

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