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Stormarn Junge Filmemacher mit vielen Ideen
Lokales Stormarn Junge Filmemacher mit vielen Ideen
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20:24 09.11.2013
Darija Quendt (14), Patricio Orellana (24), Celine Schaumann (14), Lisa Knöfel (17 ), Nina Möller (14) und Michelle-Marie Ebert (v. l.).
Ahrensburg

Spannung bei der Premiere des Videowettbewerbs „Don‘t Panic“ mit dem Sonderthema „Rauchen“ in Bargteheide. Welche der von den jüngsten Filmemachern Stormarns eingereichten 32 Kurzfilme sind die besten? Von aufgeregt bis cool verfolgten die beteiligten Kinder und Jugendlichen „ihre“ Produktionen auf der großen Kinoleinwand. Hinter den Fünf-Minuten-Spots steckte in einigen Fällen sogar monatelange Arbeit.

Erst musste die zündende Idee her, die zum diesjährigen Wettbewerbsthema des Kreisjugendringes Stormarn passte, ein Drehbuch überlegt werden, die Szenen gespielt, gefilmt und geschnitten werden. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. 103 spannende, lustige und mitunter auch nachdenkliche Filmminuten waren im Cinema Paradiso zu sehen. Die Beiträge kamen aus Ahrensburg, Ammersbek, Bad Oldesloe, Bargteheide, Bargfeld-Stegen, Eichede, Reinbek und Zypern, wo einer der jungen Filmer aus Mönkhagen derzeit gerade ein Freiwilligenjahr macht.

Nach zwei Vorläufern 1988 und 1989 entstand 1995 der Videowettbewerb für Kinder und Jugendliche in der jetzigen Form, erzählt Medienpädagoge Thomas Gericke, der das Projekt betreut. Im Anfangsjahr wurde die Werbetrommel ganz massiv gerührt und erbrachte 60 Beiträge. Das blieb zugleich der Rekord. Zunächst fand alle drei Jahre ein Wettbewerb statt, seit rund zehn Jahren alljährlich. Jeder der eingereichten Filme darf jedoch nicht älter als ein Jahr alt sein.

Nur sieben der Filme stammen in diesem Jahr von Kindern. Die Jurymitglieder aus dem Medien- und medienpädagogischen Bereich gaben dem Streifen „Freitag, der 13“ — gedreht von zehn Ferienpass-Kindern aus Bad Oldesloe, den ersten Preis (75 Euro), „Hilf mir“, ebenfalls als Oldesloer Ferienpass-Projekt mit elf Kindern entstanden, kam auf Platz zwei und war mit 50 Euro dotiert.

Für die 16 von Jugendlichen gedrehten Filme vergab die Jury drei erste Plätze, die mit je 100 Euro Preisgeld gedacht wurden. Diesen Filmförderpreis vergibt das Cinema Paradiso stets für die besten Videos der Stormarner Jungfilmer. Die drei Sieger sind Janis Posern (17) aus Bad Oldesloe mit dem Animationsfilm „Cubes“, Jugendliche des Bruno-Bröker-Hauses Ahrensburg mit der „Live-Charge-App“ und der Jugendtreff Eichede mit „Let‘s play Dorftroddl“.

Für das Sonderthema „Rauchen“ vergab Jens Bojens von der AOK-Ahrensburg den ersten Platz und 100 Euro an fünf Teilnehmer um Walter Dannich (15) aus Bargteheide für „You shall not smoke“. Drei mit je 50 Euro dotierte zweite Preise gingen an das Bruno-Bröker-Haus Ahrensburg für „Fragen und Antworten“, Jorin Rahfoth aus Zypern/Mönkhagen für „It‘s possible“ und „Rauchen“ von zehn Mädchen und Jungen des Kindergartens Haus der Kinder in Bargfeld-Stegen, die allesamt als Erwachsene nicht rauchen wollen.

Über das Preisgeld von insgesamt 100 Euro, gestiftet vom Kreisjugendring Stormarn, durfte das Publikum gestern im Cinema Paradiso abstimmen. Die rund 160 Zuschauer wählten „Monster“ vom Ferienpass Reinbek als besten Kinder- und „Schneewittchen“ vom Bruno-Bröker-Haus Ahrensburg als besten Jugendfilm.

3-D-Animation made in Bad Oldesloe
3-D-Animationen sind das Hobby des Oldesloer Schülers Janis Posern. Daran hat der 17-jährige Preisträger so viel Freude, dass er sich vorstellen könnte, später beruflich in die Welt der Animationsfilme einzutauchen.

Sein Schulpraktikum machteJanis Posern deshalb 2010 auch bei dem Medienpädagogen Thomas Gericke im Kreisjugendring Stormarn (KJR). Während des Praktikums fertigte der Oldesloer dort eine Animation für den Wettbewerb MusicStorm. Der Trailer für den Stormarner Musik-Contest ist seine erste Arbeit, die öffentlich im Netz steht.

In diesen Sommerferien fing Posern dann mit der Sieger-Animation „Cubes“ an, die auch bei YouTube im Internet zu finden ist. Ein Projekt, das sich aufwändiger gestaltete, als zunächst angenommen.

Insgesamt arbeitete der 17-Jährige vier Monate an seinem Fünf-Minuten-Film. Die bedrohlich wirkenden roten Würfel, die herumfliegen und die Protagonisten, die ihr Schöpfer „Henk“ (orange) und „Steve“

(grün) taufte, durch eine abstrakte Welt verfolgen, bildeten den Anfang. Zum Schluss stellt sich heraus: Die Würfel wollen nichts Böses, sondern helfen den Beiden sogar: alle Panik war überflüssig.

Der Streifen setzt sich aus 13 000 Einzelbildern zusammen,wurde danach geschnitten und mit Musik hinterlegt. sus

Mit dieser App hält der Akku ewig
Mit einer witzigen Idee kam eine Gruppe Jugendlicher aus dem Ahrensburger Bruno-Bröker-Haus auf einen ersten Platz im Video-Wettbewerb des Kreisjugendringes Stormarn.

„Live-Charge-App“ heißt der Kurzfilm, der sich um das Statussymbol Smartphone rankt.

Die Macke der neuen Handy-Generation mit den 1000 Funktionen kennt wohl jeder: Reichte für frühere Geräte, die nur fürs Telefonieren und Simsen taugten, ein Aufladen pro Woche, müssen die internetfähigen Nachfolgemodelle, bei denen das Telefonieren zur Nebensache wurde, täglich ans Netz.

Zum diesjährigen Motto „Don‘t Panic“ hatte sich Bernd Meyerink — seit 23 Jahren Leiter des Hauses — gemeinsam mit den Jugendlichen überlegt, wo Panik entsteht. Nämlich, wenn das Handy nicht mehr geht, der Akku leer ist. Jugendliche prüfen schon beim Betreten eines Raumes mit suchendem Blick, wo sich geeignete Steckdosen befinden, damit das liebste Stück sich ja nicht abschaltet.

Aus dieser Grundidee entstand dann in vielen Gesprächen der Plot. Um die Smartphones direkt über den Körper mit neuer Energie aufzuladen, bastelten die Jugendlichen für ihre Filmidee Nasenstöpsel.

Nur schade, dass dann zwar die Handys wieder gingen, ihnen fortan selbst aber die Energie fehlte. sus

Susanna Fofana

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