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Stormarn Junge Westernreiterin unterstützt den Chef des Kreisjugendringes
Lokales Stormarn Junge Westernreiterin unterstützt den Chef des Kreisjugendringes
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18:15 06.07.2013
Von Kerstin Kuhlmann-Schultz
Bad Oldesloe

Die Stimmung ist entspannt im Büro des Kreisjugendringes in Bad Oldesloe. Es ist kurz vor Feierabend, Jaqueline Malchau scherzt mit ihrem Chef Uwe Sommer. Mit ihren gerade einmal 25 Jahren ist sie trotzdem fast so etwas wie ein Urgestein in der Grabauer Straße. „Ich habe bei der Wirtschaftsakademie Ahrensburg eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht und bin im Rahmen eines Praktikums 2008 beim Kreisjugendring gelandet“, erinnert sich Malchau. Um dann nach der Ausbildung als Assistentin der Geschäftsleitung zu bleiben. Vergangenen Montag war sie drei Jahre im Job.

Die gebürtige Oldesloerin, die in Grönwohld aufgewachsen ist und auch heute noch dort lebt, hat keine volle Stelle. In Teilzeit managt sie das Büro, macht „alles, was anfällt“. Betreuung der Homepage, Ferienfreizeitförderung oder Koordination der „Jugend sammelt für Jugend“-Aktion. „Es wird nie langweilig hier, die Arbeit ist abwechslungsreich.“

Es ist eine 25-Stunden-Stelle, die sie ausfüllt, ihr Arbeitstag beginnt um kurz vor 12 Uhr. Da bleibt noch viel Zeit für ihr Hobby: das Westernreiten und ihr Pferd „Lads Rockagirl Cody“, eine achtjährige Fuchsstute. Zufällig ist Malchau zum Westernreiten gekommen. „Mit zehn Jahren habe ich angefangen zu reiten und hatte später eine Restbeteiligung auf einem Westernpferd.“ Seitdem kommt keine andere Pferderasse mehr in Frage. Das Quarter Horse ist ihr Pferd, auf einen anderen Rücken setzt sie sich nicht mehr. Die Westernpferde seien „sehr ruhige Tiere, es sind die nettesten. Ich würde nie wieder englisch reiten“, hat die 25-jährige Bürokauffrau für sich entschieden. Westernreitern sei wesentlich lockerer. „Man erwartet, dass das Pferd auch viel alleine tut.“ Das ist wie im Vorzimmer ihres Chefs, selbstständiges Arbeiten ist da natürlich auch gefragt.

Jaqueline Malchau ist fast täglich zweimal im American Training Stable in Fischbek, der Tom Klein gehört. Vor und nach der Arbeit, bei ihren Arbeitszeiten kein Problem. Nicht immer wird geritten, obwohl die Grönwohlderin mittlerweile auf Wettkämpfen ihr eigenes und das Geschick von „Lads Rockagirl Cody“ austestet — in der Leistungsklasse drei. Manchmal schnacken die Reiter einfach nur einen aus und genießen bei Fachsimpeleien ihren Pott Kaffee. Pferdevernarrt ist Malchau wirklich. Ihre erste große Liebe als kleines Mädchen war natürlich ein wiehernder Zeitgenosse — genannt „Alf“ oder auch „Püppi“ und „Rocky“.

Ist sie im Arbeitsleben eher leger unterwegs, gilt für die Wettkämpfe eine besondere Kleiderordnung: Der Westernhut darf nicht fehlen, die langärmelige Bluse — hoch geschlossen — die Jeans, die Schuhe mit Absatz. Es müssen keine Cowboystiefel sein. Westernreiter dürfen aber durchaus auch Chaps tragen, die ledernen Beinkleider ohne Gesäßbesatz.

Auch wenn es heute bei einem Westernreiten-Wettkampf nicht darum geht, eine Kuh zu fangen: Geritten wird einhändig, die zweite Hand hängt bei Jaqueline Malchau lässig an der Seite. Bereit, ein Lasso zu halten, wie früher bei den Cowboys im Wilden Westen. Im Vorzimmer des Kreisjugendringes hat die junge Frau allerdings die Zügel fest in beiden Händen.

Kerstin Kuhlmann-Schultz

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