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Stormarn „Kaiserliche Post“ wird abgerissen
Lokales Stormarn „Kaiserliche Post“ wird abgerissen
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18:12 27.12.2017

Die Tage der alten „Kaiserlichen Post“ in der Oldesloer Straße 12 in Sülfeld sind offenbar gezählt. Entgegen erster Planungen möchte der Käufer das 1894 errichtete Gebäude abreißen lassen. Einen Antrag auf Unterschutzstellung bei der Unteren Denkmalbehörde hat die Gemeindevertretung abgelehnt.

Begeistert waren Sülfelds Kommunalpolitiker, als ihnen am 18. Februar 2016 die Pläne eines privaten Investors vorgestellt wurden, der hinter dem Jugendstil-Gebäude zwei Wohnkomplexe mit je neun senioren- und behindertengerechten Wohneinheiten bauen wollte. Das ehemalige Postgebäude wollte der Investor nicht nur erhalten, sondern auch baulich mit beiden Neubauten verbinden. Der Vorbesitzerin sei ein inzwischen noch drei Jahre zugesichertes Wohnrecht eingeräumt worden. Investor und Architekt hatten es eilig. Spätestens drei Wochen nach der Sitzung sollte der Bauantrag beim Kreis Segeberg eingereicht und nach Möglichkeit noch im Jahr 2016 alles fertig sein.

Inzwischen jedoch möchte der Investor die alte „Kaiserliche Post“ abreißen und stattdessen auf der dann frei werdenden Fläche einen Neubau mit sechs Wohnungen errichten. Mit dem Gedanken konnte sich der Zentralausschuss der Gemeinde zuletzt nicht anfreunden. Stattdessen empfahl er mit sechs Ja-Stimmen bei einer Enthaltung der Gemeindevertretung, bei der Unteren Denkmalschutzbehörde einen Antrag auf Unterschutzstellung zu stellen. Das jedoch war überhaupt nicht im Sinne der Sülfelder Gemeindevertreter. Sie lehnten den Antrag auf ihrer letzten Sitzung des Jahres mit deutlicher Mehrheit ab.

Kein Verständnis hat dafür Siegfried Huss, der mit seiner Kamera oft einen Streifzug durch die Gemeinde macht und dabei schon häufig die alte Post vor die Linse genommen hat. „Das Gebäude steht in einer Reihe mit fünf weiteren, die im gleichen Stil erbaut worden sind. Sie gehören zusammen und prägen das Erscheinungsbild der Straße“, sagt Huss, der nach der Beschlussempfehlung des Zentralausschusses davon ausgegangen war, dass ein Abriss vom Tisch sei. „Da habe ich mich gründlich geirrt. Es ist schon viel zu viel im Ortskern abgerissen worden. Die Post muss unbedingt erhalten bleiben. Das denke nicht nur ich, sondern auch viele andere Sülfelder“, sagt Huss.

pd

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