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Stormarn Kandidat Jörg Feldmann und die Sicherheit
Lokales Stormarn Kandidat Jörg Feldmann und die Sicherheit
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20:16 10.05.2016
Mit den Polizeibeamten Thomas Nommensen und Rainer Wendt und Sozialarbeiter Aygün Caglar wollte Bürgermeister-Kandidat Jörg Feldmann (v. l.) in Sicherheitsfragen punkten. Quelle: Petra Dreu
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Bad Oldesloe

Die Bürgermeisterwahl am 5. Juni wirft ihre Schatten voraus. Alle Kandidaten versuchen derzeit, die Gunst des Wählers zu gewinnen. Am Dienstag versuchte der CDU-Kandidat Jörg Feldmann mit dem Thema zu punkten, das er wie auch seine parteilosen Mitbewerber und Polizei-Kollegen Sebastian Schulz und Jörg Lembke aus dem Effeff beherrschen müssten: die aktuelle Sicherheit in Bad Oldesloe.

Zwei Kandidaten für Bargteheide

Bürgermeister- wahlkampf in Bad Oldesloe

Knapp 40 Besucher, unter ihnen auch Mitbewerber Sebastian Schulz, waren in das Bürgerhaus gekommen, um von kompetenter Seite Aktuelles über Einbrecherbanden, Gewalttaten, Übergriffe auf Polizisten, Rauschgiftdelikte und die Diskrepanz zwischen objektiver und subjektiver Sicherheit zu erfahren. Eingeladen hatte er Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, Thomas Nommensen, in Reinfeld aufgewachsener Landesvize der Polizeigewerkschaft, und Aygün Caglar, Sozialarbeiter in Hamburg und Oldesloer Stadtverordneter der CDU.

„In Stormarn hat es mehr Einbrüche gegeben als im ganzen Bundesland Thüringen“, warf Jörg Feldmann ein, der sich aber auch über die Sorglosigkeit der Oldesloer wundert. „Ich hätte in so viele Wohnungen spazieren können, weil der Schlüssel steckte oder Fenster geöffnet waren“, sagte der Bürgermeister-Kandidat. Die Lage der Kreisstadt zwischen den großen Städten Hamburg und Lübeck und die gute Anbindung an die Autobahnen mache die Stadt zu einem interessanten Pflaster für Einbrecherbanden, die bei ihrem Tun ein leichtes Spiel hätten.

„Sicherheit ist auch die Abwesenheit von Angst. Sie haben ein Recht darauf, abends rauszugehen, ohne Angst haben zu müssen, überfallen zu werden“, sagte der Berliner Rainer Wendt, in dessen Stadt die Probleme ähnlich gelagert seien, aber andere Ausmaße hätten. Während die Oldesloer noch überlegten, wie Radfahrer aus der Fußgängerzone verbannt werden könnten, gelte es in Berlin, schnell zur Seite zu springen. „Es gibt keinen Gehweg, auf den kein Kampfradler passt“, so Wendt.

Sozialarbeiter Aygün Caglar hat ein ganz einfaches Mittel: „Zehn Euro als Strafe tun keinem weh. Dreißig Euro oder noch mehr tun es aber sehr wohl“, so Caglar, dessen Konzept sogar bei Schülern, die notorisch zu spät in den Unterricht gekommen sind, Wunder bewirkt habe. Rainer Wendt dagegen regte Schwerpunktarbeit an: „So lange kontrollieren, bis es auch der dümmste Radfahrer begriffen hat, dass er in der Fußgängerzone nicht fahren darf.“ Doch auch dafür müsse genügend Personal vorhanden sein. Deshalb begrüßte Wendt die Abkehr von den einst beschlossenen Stellen-Einsparungen bei der Polizei.

Um Probleme in den Griff zu bekommen, stimmte Feldmann Sozialarbeiter Caglar zu, der die Beteiligung der Polizei an präventiven Maßnahmen gefordert hatte. Sollte er Bürgermeister werden, will er zudem einen kriminalpräventiven Rat in Bad Oldesloer installieren, was viele Städte bereits vor langer Zeit getan haben. Petra Dreu

Es bleibt bei zwei Bewerbern um das Bargteheider Bürgermeisteramt: Am Montag um 18 Uhr ist die Bewerbungsfrist für mögliche Kandidaten abgelaufen. „Es hat sich niemand mehr um eine Kandidatur beworben“, erklärt Bargteheides Büroleitender Beamter Herbert Sczech. Damit wird es zu einem Wahlkampf zwischen der unabhängig antretenden Birte Kruse-Gobrecht aus Tremsbüttel und dem Kandidaten der CDU, Sven Noetzel, aus Bergedorf kommen.

Die Bargteheider sind aufgerufen, am 26. Juni einen neuen Bürgermeister zu wählen, weil Dr. Henning Görtz das Amt des Landrats übernommen hat.

Oldesloe stellt die vier Bewerber öffentlich vor

Die vier vom Gemeindewahlausschuss zugelassenen Bewerber um das Bürgermeisteramt in Bad Oldesloe stellen sich morgen, 12. Mai, den interessierten Bürgern vor.

Die von der Stadt initiierte Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Festhalle an der Olivet-Allee. Sie ist in drei Blöcke unterteilt: „ Die Bewerber stellen sich vor“, „Der Moderator befragt die Bewerber zu aktuellen Themen der Stadt Bad Oldesloe“ und die „Die Bürgerinnen und Bürger stellen Fragen an die Kandidaten“. Auch im Anschluss an die Veranstaltung haben Interessierte im Foyer der Festhalle die Möglichkeit, mit den Kandidaten zu sprechen oder Fragen zu stellen.

Um den Chefsessel im Rathaus bewerben sich Jörg Feldmann CDU), Maria Herrmann (SPD), Jörg Lembke (parteilos) und Sebastian Schulz (parteilos). Die öffentliche Veranstaltung wird von Carsten Kock von Radio Schleswig-Holstein moderiert.

Die Direktwahl des neuen Bürgermeisters ist am Sonntag, 5. Juni. Sollte kein Kandidat dabei die absolute Mehrheit erreichen, gehen die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen in eine Stichwahl. Und die ist für Sonntag, 19. Juni, geplant. Der künftige Bürgermeister tritt am 1. Oktober sein Amt für sechs Jahre als Nachfolger des scheidenden Verwaltungschefs Tassilo von Bary an.

Von ba

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