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Kant-Schule gibt sich ein internationales Profil

Reinfeld Kant-Schule gibt sich ein internationales Profil

Der neue Direktor Swen Trinkler bringt in Reinfeld seine Erfahrungen aus Saudi-Arabien und Singapur mit ein. Die Beliebtheit der Einrichtung bei Schülern wächst.

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Julian (l.) und Marten sowie ihre Mitschüler führten das Märchen „Goldgier und der Drache Smaug“ auf. Gezeigt wurde, wie faszinierend Chemie sein kann.

Quelle: Fotos: Uwe Krog

Reinfeld. Es war gerade 11 Uhr, da hatte das Sekretariat schon mehr als hundert Anmeldeformulare ausgegeben. Da hatte der seit etwa einem halben Jahr amtierende Direktor Swen Trinkler seine Ausführungen in der Aula über das Schulleben noch nicht mal beendet.

Künftige Fünftklässler waren jetzt mit ihren Eltern zum Tag der Offenen Tür in den Bischofsteicher Weg in Reinfeld gekommen, um hineinzuschnuppern in das Innere der Gemeinschaftsschule. Den offene Ganztag lernten sie kennen, die Arbeitsgemeinschaften, Sozialpädagogen und Stadtbücherei stellten ihre Angebote vor. Die Kinder erlebten mit den Oberstufen-Schülern von Monika Poppe auf märchenhafte Weise, wie es pufft und stinkt im Chemieunterricht. Sie durften bei Mathe- und Wipolehrer Tobias Rönicke den philippinischen Stockkampf üben, weil der in seiner Freizeit erfolgreich asiatische Kampfsportarten betreibt.

„Einer von 77 Kollegen, die es verstehen die Kinder und Jugendlichen mitzunehmen“, sagt Schulleiter Trinkler. Er selber hat an der deutschen Schule in Singapur eine neue Technik der internationalen Zusammenarbeit kennengelernt und in Reinfeld eingeführt. Über WLan verbunden sitzen die Schüler vor Computern und kommunizieren weltweit mit anderen Jugendlichen über tausende Kilometer, als wenn sie sich an Schultischen gegenübersitzen. „Das gibt es noch nicht oft“, sagt Trinkler. „Aber immer öfter.“ So sei Projektarbeit über neue Medien möglich, internationale Kontakte würden geknüpft.

Der Mann mag diese Schule und ihre Menschen, „weil die Stadt und ihre Politiker deutlich machen, dass ihnen daran etwas liegt. Weil ich ein tolles Kollegium habe.“ Zusammenarbeit sei ihm wichtig — und Integration. Eine gute Voraussetzung in diesem speziellen Fall, weil mit Beginn des neuen Schuljahres die Kinder und Lehrer der benachbarten Erich-Kästner-Förderschule einziehen.

Lehrer, Eltern und Schüler sollen nach seinem Willen „diese Schule gemeinsam führen. Unsere junge Schule.“ Erst seit 2008 gibt es diese Schule als Immanuel-Kant-Gemeinschaftsschule. „Sie muss sich erst noch etablieren“, antwortet Trinkler auf die Frage, warum es Reinfelder und Umland-Kinder immer noch in die Nachbarstädte Bad Oldesloe und Lübeck zieht.

Das Konzept würden sie am Bischofsteicher Weg schon leben, es müsse nur weiter aufgebaut werden. Jede Schülerin und jeden Schüler will er „dort abholen, wo sie zur Zeit stehen.“ Sie sollen die Chance erhalten, sich sozial und intellektuell zu entwickeln. „So können wir für jedes Kind seinen bestmöglichen Abschluss erreichen. Für alle, für Jugendliche mit Förderbedarf bis hin zu Hochbegabten.“

Aber Swen Trinkler schreibt sich die wachsende Beliebtheit der Kant-Schule nicht auf seine eigenen Fahnen. Stolz hat er den Eltern der künftigen Fünftklässlern in seiner Power-Point-Präsentation gezeigt, was aus Reinfelder Schülern geworden ist, als er noch gar nicht im Amt war: Sie sind in Dualen Studiengänge bei Opel, Siemens, Intel, Mercedes und so weiter. „Wer bei Mercedes unterkommt, muss schon eine Menge Kompetenzen haben. Das prüfen die ganz genau“, sagt der Reinfelder Schulleiter.

Andere Absolventen seien erfolgreiche Medizin-, Psychologie-, Jura-, Wirtschaftsingenieur-, Sport- und Lehramtsstudenten. Es gebe Auslandsstudenten in Dänemark, Holland, Spanien und Großbritannien. Andere machten ein Freiwilliges Soziales Jahr in Australien, Südamerika, Indien, Ghana.

Für soviel Interesse an anderen Ländern hat Trinkler besonders viel Verständnis, hat er doch selber bis zu seinem elften Lebensjahr in Saudi-Arabien gelebt. Und nun leitet er in Reinfeld ein großes Kollegium und 889 Schüler. Es mache ihm Spaß am Bischofsteicher Weg, sagt er. „Weil es hier menschlich und professionell zugeht.“

Uwe Krog

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