Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Kastorfer Firma bewirbt sich um AK-Linien
Lokales Stormarn Kastorfer Firma bewirbt sich um AK-Linien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:26 24.07.2017

Der neue Vertrag des Kreises Herzogtum Lauenburg mit der Gewinnerin der Ausschreibung für das Busliniennetz, der Autokraft (AK), ist unterzeichnet. Die bisherige Betreiberin der Strecken, die Kastorfer Firma Dahmetal, die den Wettbewerb gegen die Bahn-Tochter deutlich verloren hatte, verzichtete auf einen Einspruch gegen den Zuschlag an die AK.

Dahmetal-Geschäftsführer Rembert Mölders erklärte vergangene Woche gegenüber den Lübecker Nachrichten: „Unser Anwalt sah keine Möglichkeit für einen erfolgreichen Einspruch gegen die Entscheidung“.

Was heißt das nun? Vorab hatte der Kastorfer Bus-Unternehmer bereits erklärt, dass bis zu 50 Stellen bei den Busfahrern, in der Werkstatt und auch in der Verwaltung abgebaut werden müssten, sollte man in der Ausschreibung den Kürzeren ziehen.

„In einer internen Versammlung haben wir unseren Mitarbeitern den nötigen Personalabbau angekündigt: bis maximal 43 Fahrer sowie maximal vier Mitarbeiter jeweils aus der Werkstatt und der Verwaltung“, bestätigte Rembert Mölders den LN kurz vor der Vertragsunterzeichnung des Kreises mit der AK. Zu dem Zeitpunkt stand aber noch nicht fest, inwiefern die Autokraft den neuen Auftrag mit eigenem Personal und eigenen Bussen erfüllen konnte. Nun aber ist klar: Die Autokraft hat etliche Linien ausgeschrieben, um Subunternehmen damit zu beauftragen. „Das sind etwa zwei Drittel unserer heutigen Leistung im bis Ende des Jahres noch gültigen Vertrag“, macht Mölders deutlich. Allerdings handele es sich nicht um das identische Netz, das die Firma Dahmetal bislang mit ihren Bussen und Kräften bedient hatte, sondern „querbeet“, so Mölders.

Die Angebote müssen bis zum 11. August bei der Autokraft abgegeben werden. Am 4. September, also am ersten Schultag, fällt die Entscheidung der AK über den Zuschlag an die Sub-Unternehmer.

Die Kastorfer haben sich übrigens nicht unter ihrer Traditionsmarke „Dahmetal“ beworben – wie auch schon nicht bei der Kreis-Ausschreibung. Statt dessen gab das Inhaberpaar Mölders ihr Angebot unter dem Namen der Tochtergesellschaft „Verkehrsgesellschaft Südholstein“ ab. „Wir wollen künftig bei Ausschreibungen nur noch unter diesem Namen auftreten“, bestätigte Mölders. Das sei aber nur eine interne Regelung, um die Strukturen innerhalb des Unternehmens „stringenter“ aufzustellen. Für die Fahrer und anderen Mitarbeiter des Unternehmens „hat diese Neufirmierung keinerlei Auswirkungen“.

Das wiederum kann sich der Betriebsrat (BR) nicht so recht vorstellen. Vorsitzender Michael Szkucik sagte: „Den Namen ,Verkehrsgesellschaft Südholstein’ gab’s bisher nur für unseren Schnellbus. Wir können uns derzeit nicht vorstellen, warum es eine Umbenennung geben soll.“ Er und seine Betriebsratskollegen vermuten, dass es sich um eine Maßnahme Richtung Tarifflucht handeln könnte. „Die VG Südholstein ist bislang nicht tarifgebunden“, antwortete er auf Nachfrage.

Dem widerspricht Rembert Mölders. „Das hat nichts mit der Tarifleistung zu tun, für unsere Fahrer wird sich nichts ändern!“ Ob und wie viele Mitarbeiter nun zum Ende des Jahres nun wirklich gehen sollen oder müssen, kann und will Mölders erst beantworten, wenn die AK-Ausschreibung gelaufen ist. Davon hänge alles ab. Bislang habe nur ein einziger Fahrer die Konsequenz ergriffen und von selbst gekündigt.

unk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Stormarn Bad Oldesloe - KuB macht Ferien

Fast ein Jahr nach der Eröffnung im September 2016 geht das KuB in die erste Sommerpause. Am Donnerstag, 27. Juli, findet die letzte Veranstaltung im KuB-Saal vor der Sommerpause statt.

24.07.2017

Junge Los-Sparerin bei der Sparkasse Holstein gewinnt 5000 Euro.

24.07.2017

Stormarner Wirtschaftsforum der Union tagte.

24.07.2017
Anzeige