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Stormarn Kinobetreiber Hans-Peter Jansen will weitermachen
Lokales Stormarn Kinobetreiber Hans-Peter Jansen will weitermachen
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17:14 01.11.2018
Hans-Peter Jansen hat das Kino vom Projektor zum digitalen Kino gewandelt. Quelle: Bettina Albrod
Bargteheide

Ein Happy End für das Kino im Bargteheider Kleinen Theater ist noch nicht ausgeschlossen. „Wenn der Vertrag so, wie er 2006 mit mir geschlossen wurde, eingehalten wird, mache ich weiter“, erklärte Hans-Peter Jansen, Kinobetreiber des „Cinema Paradiso“, am Donnerstag. „Derzeit laufen Gespräche mit Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht.“ Rückenwind bekommt Jansen durch eine Unterschriftenaktion, die er am Sonntag im Beisein von Regisseur Detlev Buck gestartet hatte. „Wir haben schon rund 400 Unterschriften, auch Buck hat unterschrieben.“ Dazu kämen viele Angebote von Bürgern, die ihrerseits Unterschriften für den Erhalt des Kinos sammeln wollten.

„Ich habe bereits mehrere Gespräche mit der Bürgermeisterin geführt“, so Jansen weiter. Für ihn sei das Kino zum einen ein emotionales Thema, weil er gerne Kino mache, zum anderen ein wirtschaftliches. Bei Letzterem sah Jansen sich zuletzt durch den Trägerverein behindert, der mehr Tage im Saal besetzt habe, als ihm vertraglich zustehe. „Wenn ich weitermache, dann mit dem Vertragspartner Stadt“, betonte Jansen, „nicht mit dem Trägerverein.“

Voraussetzung sei für ihn, dass der Vertrag, wie er seit 2006 bestehe, unverändert eingehalten werde, und dass der Trägerverein Anfang des Jahres einen Businessplan vorlege, an welchen Tagen er den Saal bespielen wolle. „Wenn er mehr Tage braucht, soll der Trägerverein mit dem Kinobetreiber sprechen.“ Jansen: „Fazit ist, dass ich gerne weitermachen würde.“ Das gelte auch für einen neuen Vertrag ab 2020, falls die Bedingungen stimmen. „Das Haus soll so aufgestellt sein, dass die Leute gerne kommen.“

Unterschriftenaktion läuft

Die Unterschriftenaktion für den Erhalt des “Cinema Paradiso” läuft weiter. An der Kinokasse liegen Listen aus, auf denen jeder unterschreiben kann, der das “Cinema Paradiso” in Bargteheide erhalten möchte.

Stadt ist gesprächsbereit

Auch bei der Stadt ist noch keine Tür endgültig zugeschlagen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass Herr Jansen vielleicht weiter Pächter bleiben könnte“, heißt es aus dem Bargteheider Rathaus. Die derzeitige Lage sehe so aus, dass Jansen die Option auf eine Verlängerung seines Vertrags über 2018 hinaus nicht ergriffen habe. Die Kommunalpolitik habe gemeinsam Eckpunkte festgelegt, wie es weitergehen könne, darüber werde derzeit beraten. „Wir wollen ein sauberes Verfahren und eine vernünftige Anschlusslösung finden“, so Rathaus-Sprecher Alexander Wagner, „es gibt Gespräche in alle Richtungen.“ Nächste Woche treffe sich die Arbeitsgruppe Kultur, um zu beraten. „Das Thema hat Relevanz für Bargteheide und soll von Politik und Verwaltung gemeinsam gelöst werden.“

Kinobetreiber Hans-Peter Jansen (l.) bekam durch Detlev Buck prominente Unterstützung für sein Kino. Quelle: Bettina Albrod

Auch der Trägerverein im Kleinen Theater hat sich zu Wort gemeldet. Er verteidigt sein Vorgehen in einer Mitteilung an die Freunde und Mitglieder und spricht von einer „Kino-Kampagne gegen unseren Verein“. Jansen habe bereits in den Vorjahren immer wieder gedroht, alles hinzuschmeißen. Jetzt wolle die Stadt die Verträge prüfen und das Kino neu ausschreiben. „Herr Jansen kann sich neu bewerben, ebenso wie andere Kinobetreiber. Damit ist sichergestellt, dass es auch in Zukunft Kino in Bargteheide geben wird.“

Jansen wünscht sich möglichst bald eine Entscheidung. Sonst höre er am 30. November auf. Falls er Pächter des Kinos bleiben könne, kündigt Jansen bereits ein Kino-Highlight an. „Zu Weihnachten kommt der Film zu Hape Kerkeling ins Kino, und der ist großartig.“

Bettina Albrod

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