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Stormarn Kinopremiere mit großem Filmstar-Aufgebot
Lokales Stormarn Kinopremiere mit großem Filmstar-Aufgebot
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19:12 11.07.2016
Detlev Buck und Tochter Bernadette Knoller: Am Sonnabend hatte ihr Film „Ferien“ in Bargteheide Premiere. Quelle: Fotos: Bettina Albrod

Jede Menge Kinoprominenz traf zur Premiere von Bernadette Knollers erstem Kinofilm „Ferien“ im „Kleinen Theater“ in Bargteheide aufeinander. Die Tochter von Detlev Buck, die in Bargteheide zur Schule gegangen ist, feiert mit der Komödie um eine junge Frau, die nicht weiß, was sie will, ihr Regiedebüt. Vor der Kamera stand unter anderem ihr Vater, der Schauspieler und Regisseur Detlev Buck aus Nienwohld („Knallhart“, „Bibi & Tina“, „Die Vermessung der Welt“), der auch im Film den Vater spielt. Als Überraschungsgast erschien Schauspieler David Kross, den Buck für seinen Film „Knallhart“ entdeckt hatte und der später an der Seite von Kate Winslet in „Der Vorleser“ berühmt wurde. Er hatte erste Theatererfahrungen auf der Bühne des Kleinen Theaters gesammelt.

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Bernadette Knoller, Tochter von Detlev Buck, feierte im „Kleinen Theater“ ihr Regiedebüt.

„Der Rollentausch, dass Bernadette Regie geführt hat und ich vor der Kamera stand, hat super geklappt“, erklärte Detlev Buck. „Da gab es keinerlei Konfliktpotential.“ Seine Tochter habe ihn gefragt, ob er mitspielen wolle. „Ich bin neugierig auf junge, neue Filmemacher, da habe ich mir gesagt, warum nicht?“ In dem Film, der Abschlussarbeit der 29-Jährigen für die Filmuniversität Babelsberg, spielt Buck den Vater einer jungen Staatsanwältin (Britta Hammelstein), die eine Sinnkrise hat und gegen ihren Willen von ihrem Vater auf eine Nordseeinsel verfrachtet wird. Der Vater im Film ist allerdings nicht der Vater Detlev Buck.

„Der Filmvater ist ganz anders“, so Buck. „Im Film ist die Krise des Vaters größer als die der Protagonistin, er gibt es aber vor der Tochter nicht zu.“ „Ferien“ zeigt die ganz eigene Handschrift von Bernadette Knoller. „Das ist der Film meiner Tochter, Ähnlichkeiten gibt es höchstens beim Weltbild. Wir sind beide open minded.“ (aufgeschlossen, unvoreingenommen, d.Red.) Tochter Bernadette lobte die Zusammenarbeit. „Ich wollte meinen Vater dabei haben, bei der Rolle habe ich immer an ihn gedacht. Es war interessant, sich beim Dreh mal anders kennen zu lernen.“ Sie finde es beeindruckend, wie ihr Vater lebe und dass er so begeisterungsfähig sei. Nur sechs Drehtage war das Gespann aus Vater und Tochter zusammen, dann waren die Vater-Szenen im Kasten. Mit ihrem Film, so die Regisseurin, habe sie das Gefühl verfilmen wollen, wie es ist, wenn man etwas nicht weiß. Ihre Protagonistin schmeißt alles hin und richtet sich mit einer Depression auf dem Sofa des elterlichen Wohnzimmers ein. Die Rollen, so Vater Buck, habe die Tochter aus dem Bauch heraus ohne Casting besetzt. So begegnet den Zuschauern unter anderen die Segeberger Schauspielerin Lea van Acken wieder, die in „Das Tagebuch der Anne Frank“ die Titelrolle gespielt hat.

Ehemalige Lehrer von Bernadette Knoller, einstige Schulkameraden und Freunde waren nach Bargteheide gekommen, um die Regisseurin und ihren Film zu sehen. Dabei war auch David Kross. Als Schüler hatte er in „Hilfe, die Herdmanns kommen“ mitgespielt, einem Weihnachtsmärchen der Theaterschule im Kleinen Theater. Detlev Buck hatte ihn als Darsteller für seine Filme entdeckt. Buck dreht selber gerade zwei neue Filme: „Bibi & Tina“, Teil vier – „und ich mache eine Berliner Geschichte mit dem Titel „Gorillas“ nach einer Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach.“ Sein eigener Abschluss-Film an der Filmakademie sei übrigens nie in die Kinos gekommen, erklärte Buck dem Publikum: „Den kennt keiner, der wurde damals nur in Berlin vorgeführt.“

„Film & More“ neu im Angebot

Kinobetreiber Hans-Peter Jansen bietet eine neue Reihe im Kino „Cinema Paradiso“ an. Die nennt sich „Film & More“ und will unterschiedliche Kunstformen verbinden, z.B. Musik und Film oder Lesung und Film. Den Auftakt machen am 16. September um 20 Uhr Jan Plewka & Marco Schmedtje mit Livemusik. Sie spielen Lieder von „Ton Steine Scherben“ und Rio Reiser sowie eigene Stücke aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Zinoba und Simon & Garfunkel. Danach zeigt Jansen zum Bundesstart den Film „Tschick“ von Fatih Akin.

Bettina Albrod

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