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Stormarn Kleine Früchte ganz groß
Lokales Stormarn Kleine Früchte ganz groß
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20:10 06.07.2017
Gesunde Früchte: Himbeeren gehören zu den Rosengewächsen – jetzt werden sie reif und können leicht vom Blütenboden abgezogen werden. Quelle: Fotos: Ba
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Delingsdorf

Denn im Gegensatz zur Erdbeere, die sich auf dem Boden verkriecht, begegnen die Himbeeren den Pflückern auf Augenhöhe. „Die Himbeeren haben viele Fans“, hat Glantz beobachtet, „teilweise kommen sie von weit her, um Himbeeren zu pflücken. Die haben dieses Jahr eine tolle Qualität und einen guten Ertrag“.

 

Seit zwölf Jahren baut er auf drei Feldern zusätzlich zu den Erdbeeren, die dem Erdbeerhof Glantz den Namen geben, auch Himbeeren an.

„Glen Ample“ heißt die Frühsorte, die als echte Schottin an den Stacheln gespart hat. Die verraten auch Laien, dass die Himbeere aus der Familie der Rosengewächse stammt. Später folgt die Himbeere „Tulameen“, die die Hauptsorte bei Glantz ist. Die kanadische Frucht ist die Sommerhimbeere schlechthin, gut pflückbar und bei Glantz auch saisonale Hauptkomponente auf der Speisekarte des Restaurants.

„Himbeeren sind sehr gesund“, lobt Glantz das Obst, das entschlackend wirke und mindestens so viele Vitamine wie kleine Kernchen enthält. „Die Kerne werden allmählich weggezüchtet“, erklärt Glantz, was Käufer sonst oft abschreckt, „früher war das ein Problem.“

Auch Maden, die gern in den Früchten saßen und einem den Genuss madig machten, gibt es bei Zuchthimbeeren schon lange nicht mehr. Dafür sind sie sehr pflegeintensiv: „Himbeeren brauchen Familienanschluss“, betont Glantz.

Kein Wunder also, dass die Himbeere nach den Erdbeeren der zweitstärkste Wirtschaftszweig auf dem Hof Glantz ist. „Sie ist für uns noch wichtiger als der Spargel“, sagt Glantz. „Nach sechs Wochen Erdbeeren freuen sich die Verbraucher, wenn es mit den Himbeeren noch ein anderes Obst parallel gibt.“ Denn auch die Erdbeersaison ist noch nicht zu Ende. „Gerade ist die Sorte „Faith“ reif, und dann kommt noch die späte Sorte „Malwina“.“ Nachdem späte Nachtfröste im Mai den Erdbeeren zunächst heftig zugesetzt hatten, folgten sechs Wochen Sonne, so dass die Ernte bestens lief. „Der viele Regen am Wochenende stimmt uns wieder depressiv“, sorgt sich Glantz, „zwischen 50 und 80 Milliliter Regen haben die Böden übernässt, das tut den Früchten nicht gut.“

Bis Mitte August soll es sowohl noch Erdbeeren als auch Himbeeren geben, dazu Gelee, Nektar und Marmelade aus dem, was am Tage übrigbleibt. „Wir halten den Bestand der Himbeer-Felder momentan stabil“, so Glantz, „der Anbau ist an die Nachfrage angepasst, Wachstum erwarten wir derzeit nicht.“

Immer beliebter werde dagegen das Hoffest, das auch in diesem Jahr wieder am 12. und 13. August gefeiert wird. „Im vergangenen Jahr waren 14 000 Besucher da“, sagt Glantz. „In diesem Jahr bieten wir außer dem Springen erstmals auch Dressurreiten an. Da werden es sicher noch mehr Besucher.“

 Bettina Albrod

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