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Kleine Geister ziehen durch Oldesloe

Bad Oldesloe Kleine Geister ziehen durch Oldesloe

Am 31. Oktober ist nicht nur Reformationstag, es ist auch Halloween. Der Brauch aus den USA boomt mehr denn je. Kinder, Jugendliche, aber auch viele Erwachsene lieben das „Gruselfest“, dekorieren ihre Häuser entsprechend und feiern dazu passende Partys.

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„Grrrhh – wir lieben Gruseln, Schminken und Verkleiden“, sagen Matthias Bockwoldt, Jenny Baier und Tochter Lana (5).

Bad Oldesloe. „Süßes oder Saures“ war der erste, einfache Spruch, mit dem die ersten Kleinen in den neunziger Jahren als Monster, Hexe oder Geist verkleidet um die Häuser zogen und nach Naschereien fragten.

LN-Bild

Am 31. Oktober ist nicht nur Reformationstag, es ist auch Halloween. Der Brauch aus den USA boomt mehr denn je. Kinder, Jugendliche, aber auch viele Erwachsene lieben das „Gruselfest“, dekorieren ihre Häuser entsprechend und feiern dazu passende Partys.

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„Wir sind die kleinen Geister“, folgte, heute werden die Kinder immer einfallsreicher, sogar englische Lieder sind manchmal dabei.

Ein Halloween-Fan der ersten Stunde ist Larissa. Die 13-Jährige kennt Halloween von ihren größeren Geschwistern, mit denen sie als kleiner Steppke mit auf Beutezug gehen durfte – kaum dass der Hype um das amerikanische Kultfest Deutschland und somit Bad Oldesloe erreicht hatte. Auch ihre Mutter Sonja hat den Kult direkt mitgemacht und Bonbons gekauft, um die an ihrer Tür klingelnden kleinen Hexen und Monster zu besänftigen.

Mütter folgen in gebührendem Abstand

„Manchmal stand man den ganzen Abend an der Tür, weil so viele Gruppen unterwegs waren, aber es hat immer Spaß gemacht, auch die Sprüche waren sehr spannend“, erinnert sich die Oldesloerin. Als Larissa dann als Grundschülerin mit ihren Freundinnen losgezogen ist, sind Sonja und die Mütter der anderen Mädchen – in gebührendem Abstand – immer mit der Gruppe mitgegangen, schließlich war es ja schon dunkel.

Hier ein paar Inspirationen für das Gruselfest. Achtung nur für Nervenstarke...

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Dabei haben sie tolle Sachen erlebt. „Ein Haus war komplett im Halloween-Stil richtig gruselig dekoriert und der Nachbar hat uns spaßeshalber erschreckt“, erzählt Larissa. „Das Kostüm für mich suche ich dabei erst direkt am 31. aus, irgendwas passendes haben wir immer zu Hause“, verrät die Sechstklässlerin. Irgendwann hat sie ihre komplette Familie mit ihrem Faible für Halloween angesteckt.

„Inzwischen treffen wir uns alle bei uns, schminken und verkleiden uns, und genießen ein passendes Büfett mit abgeschnittenen Fingern (Würstchen) und Gehirn (Wackelpudding)“, sagt die Schülerin schmunzelnd.

Von Anfang an halloweenverrückt waren auch Matthias Bockwoldt (43), Jenny Baier (34) und ihre Tochter Lana (5) aus Meddewade. „Meinen ersten Halloweenlauf habe ich in meiner Jugend gemacht, schon damals fand ich das Schminken und Verkleiden toll“, erinnert sich Jenny. Die Freude an dem Fest ist bei ihr auch nicht abgeflaut, als ihr – damals noch in Hamburg wohnhaft – die Hausfassade mit Zahnpasta beschmiert worden ist. „Ich bin nicht zu Hause gewesen und konnte daher keine Naschis verteilen. Doch das gehört sich trotzdem nicht“, sagt sie.

Sie selbst hat inzwischen immer einen Korb mit Süßigkeiten vor der Tür stehen, respektiert aber auch, wenn jemand den Brauch nicht mitmachen will. „Wenn wir sehen, dass das Haus dunkel ist oder nach dem ersten Klingeln keiner aufmacht, ziehen wir weiter“, erzählt die junge Mutter, die ebenso wie ihr Lebensgefährte Matthias ein großer Fan von allen Mottoveranstaltungen ist. „Wir sind beim Karneval ebenso dabei wie beim Oktoberfest“, verrät sie.

An Halloween haben die beiden in den vergangenen Jahren sogar mit Freunden Gruselpartys gefeiert. „Wir waren natürlich entsprechend kostümiert, es gab ein passendes Büfett und wir haben die halbe Nacht ,Dracula’ gespielt, ein Spiel, bei dem man Aufgaben lösen muss und das ganze Haus ein Spielfeld ist“, erzählt Jenny Baier.

In diesem Jahr darf Lana ein paar Kindergartenfreunde einladen, mit denen sie auf Beutezug durch die Straßen zieht und dann im Anschluss gemeinsam ein Halloweenbüfett verdrückt. Bei soviel Liebe zu Halloween ist es nicht verwunderlich, dass auch das Haus von Jenny, Matthias und Lana innen wie außen im Grusellook dekoriert ist: Da läuft das Blut vom Kühlschrank, Spinnen belagern den Kratzbaum der Katze und gruselige Figuren neben der Haustür machen schaurige Geräusche.

„Tatsächlich wird die Entwicklung immer interessanter“, sagt Angela Dittmar vom Oldesloer Preisparadies. Hatte sie vor ein paar Jahren nur Masken und Kostüme sowie ein paar Blutkapseln im Angebot, zieren die schlimmsten Gruselgestalten vom hängenden Toten über das zitternde Skelett bis hin zur markerschütternd schreienden Fledermaus das komplette Schaufenster des Geschäftes in der Brunnenstraße.

Hersteller werden immer einfallsreicher

„Etwa 80 bis 100 Artikel haben wir zu dem Kultfest im Sortiment – und die Hersteller werden immer einfallsreicher“, sagt Dittmar, die selbst bekennender Halloween-Fan ist. Sie gibt zu: „Ich freue mich jedes Jahr erneut darauf, wenn es wieder heißt: ,Heute Nacht ist Halloween, Geister, durch die Straßen ziehn.’“

Ursprung geht auf die Kelten zurück

Das Wort Halloween leitet sich ab von „All Hallows Evening“, dem Abend vor Allerheiligen (1. November) Das ursprüngliche Fest, auf den der Halloween- Brauch zurückgeht, haben die Kelten bereits als „Samhain“ im fünften Jahrhundert vor Christus gefeiert. Die Kelten glaubten, dass an diesem Tag, dem keltischen Neujahrstag, die Toten auf die Erde zurückkehren, um von den Seelen der Lebenden Besitz zu ergreifen.

Die Menschen verkleideten sich auf gruseligste Art und Weise, um sich vor den Untoten zu schützen. Irische Einwanderer brachten den Brauch Mitte des 19. Jahrhunderts in die USA.

In den 1990er Jahren dann schwappte die „Halloween-Welle“ dann auch nach Europa über. sf

 Sandra Freundt

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