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Stormarn Kleines Theater: Pastor wirft seinen Hut in den Ring
Lokales Stormarn Kleines Theater: Pastor wirft seinen Hut in den Ring
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20:19 10.02.2016
Jan Roßmanek möchte einen Verein für die Theaterschule am Kleinen Theater gründen. Quelle: ba

Bargteheide. Im März soll sich entscheiden, wer die Kulturarbeit im Kleinen Theater in Bargteheide weiterführt. Da Maren Kröger vom Kultur-Management im Sommer aufhört, wenn am 30.

Juni der Pachtvertrag ausläuft, muss die Frage der Nachfolge geklärt werden. Neben Dietmar Loeffler, der derzeit die künstlerische Leitung des Oldie-Kabaretts innehat, wirft nun auch Bargteheides Pastor Jan Roßmanek seinen Hut in den Ring.

Er möchte einen Verein gründen, der sich auf die Theaterschule im Kleinen Theater konzentriert. „Das Kultur-Management hat mich vor einiger Zeit angesprochen, ob ich den Neuanfang begleiten wolle“, erklärt Roßmanek. „Ich bin oft dort, weil meine beiden Töchter in den Theatergruppen mitspielen. Ich finde, es ist eine sehr lohnende Aufgabe, die Theaterarbeit im Sinne von Kirsten Martensen fortzuführen.“

Etwa hundert Kinder aller Altersklassen lernen in verschiedenen Gruppen die Grundzüge des Theaterspielens kennen. Dabei hilft ein Team von Ehrenamtlichen und Eltern, die sich hinter den Kulissen engagieren. Die Regie der Sommer- und Weihnachtsmärchen führen Christina Schlie, Doris Paul und Caroline Dibbern, die Tochter der verstorbenen Theaterschulgründerin Kirsten Martensen. Caroline Dibbern möchte allerdings nicht die Intendanz übernehmen. Dazu kommen Anja Konings und Svetlana Frank für die Choreografie, und Anja Libnau organisiert das Büro.

„Wir führen derzeit viele Gespräche mit allen Beteiligten und stellen unser Konzept bei den Stadtvertretern vor“, so Roßmanek weiter. Während der Restaurantbetrieb und das Kino zwei eigenständige Pachtbereiche sind, teilen sich den Kulturbereich viele Parteien. Das Kultur-Management, der Kulturring, der Verschönerungsverein Bargteheide, das Schleswig-Holstein Musikfestival, die Rotarier und die Stadt bieten jeweils eigene Veranstaltungen an.

„300 Tage im Jahr hat der Kinopächter den Saal“, so Roßmanek weiter. „Der Rest bleibt für die Kultur. Wir können als Stadt froh sein, so qualitativ gute Kleinkunst und Kino vor Ort zu haben.“ Der Verein wolle sich alleine auf die Theaterschule konzentrieren und das Angebot auch um Workshops erweitern. „Eine Freundin von mir ist Theaterpädagogin, auch sie kann sich Projekte in Bargteheide sehr gut vorstellen.“ Die pädagogische Arbeit im Team sei wertvoll und solle als wichtiger Baustein der Kulturarbeit erhalten bleiben.

Gleichzeitig wünscht sich Roßmanek eine engere Zusammenarbeit beim Thema Kultur. „Bisher hat jeder Bereich eine eigene Internetseite, und der Kartenverkauf für die Angebote ist an unterschiedlichen Stellen. Das könnte man in Zukunft bündeln. Man muss Strukturen schaffen, in denen alle Beteiligten Raum bekommen.“ Kultur brauche Enthusiasmus, aber sie müsse sich auch finanzieren können.

„Ich wünsche mir eine Zukunft für das Kleine Theater und setze auf Gemeinsamkeit“, sagt Roßmanek. Die soll in den nächsten Wochen durch Gespräche mit allen Beteiligten hergestellt werden. Erst wenn Stadt und Politik zu einem Ergebnis gekommen sind, soll die Entscheidung, wie es in der Bargteheider Spielstätte weiter geht, bekannt gemacht werden.

Zweimal Alma Hoppe

Die nächsten Termine im Kleinen Theater Bargteheide: Morgen, 12. Februar, tritt das Kabarettduo Alma Hoppe um 20 Uhr mit dem Programm „Schuss mit Lustig“ auf, am Sonnabend noch einmal mit „Alles bleibt besser“, ebenfalls um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 24 Euro. Am 13. und 14. Februar stehen um 15 Uhr erneut „Die Schöne und das Biest“ auf dem Programm (Eintritt zwölf, Kinder neun Euro).

Bettina Albrod
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