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Stormarn Kleinkunst: Von Krimi-Lesung bis Live-Hörspiel
Lokales Stormarn Kleinkunst: Von Krimi-Lesung bis Live-Hörspiel
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00:23 04.02.2016
Elisabeth Herrmann liest aus ihrem Krimi „Totengebet“. Quelle: hfr

Mit zwei Lesungen starten die Oldesloer Frauenkulturtage „ins 18. Jahr in Folge“, so die beiden Organisatorinnen Marion Gurlit und Dr. Sylvina Zander. Die Kulturreihe soll auch in Zukunft weiter Bestand haben: „Ich mache das mit Frau Zander weiter“, kündigte Gurlit an. Nur auf die Jazzreihe müssen die Fans in diesem Jahr verzichten. Wegen des KuB-Umbaus steht der Rathaussaal nicht zur Verfügung.

Den Anfang des Oldesloer Kleinkunstprogramms macht ein Krimiabend mit Buffet am 19. Februar. Elisabeth Herrmann liest aus ihrem neuen Krimi „Totengebet“. „Wir sind die allerersten, die sie in Schleswig-Holstein haben“, freut sich Gleichstellungsbeauftragte Gurlit. Denn das Buch käme erst wenige Tage vor der Lesung, am 15. Februar, auf den Markt. Der Berliner Anwalt Vernau ist der Amateurdetektiv der Herrmann-Krimis, von denen einige bereits mit Jan Josef Liefers in der Hauptrolle verfilmt wurden.

Im neuen Berlin-Krimi wacht Vernau nach einer Schlägerei mit Erinnerungslücken im Krankenhaus auf. Das Bild einer jungen Frau mit Davidstern geistert durch sein Gedächtnis. Und als er selbst unter Mordverdacht gerät, flieht er nach Israel und sucht die Entlastungszeugin. In einem Kibbuz stößt er auf einen 30 Jahre zurückliegenden Mordfall. Die Lesung beginnt am Freitag, 19. Februar, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus. Der Eintritt inklusive italienischer Speisen kostet 20 Euro. Getränke werden extra berechnet.

Auch die zweite Autorin war schon mehrfach zu Gast in der Kreisstadt. Petra Oelker stellte hier bisher historische Hamburg-Krimis vor. Dieses Mal ist es eine Biografie, aus der sie am Dienstag, 1.

März, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus liest. In „Das glücklichste Jahr“ geht es um das Porträt einer außergewöhnlichen Frau, um das Leben von Eva Lessing. Der Eintritt kostet acht Euro. Karten für die beiden ersten Veranstaltungen der Kleinkunstreihe gibt es wie gewohnt in der Buchhandlung Willfang. Am 22. März ist ein Filmabend im Bürgerhaus geplant. „Das Mädchen Wadjda“ hießt der Spielfilm aus dem Jahr 2013. „Der erste saudi-arabische Spielfilm“, erklärt Gurlit. Es geht darin um ein Mädchen, das unbedingt Fahrrad fahren möchte. Doch das ist in ihrem Heimatland nur für Jungs erlaubt.

Gurlit: „Eine spannende und anrührende Geschichte“.

Danach wird die Kulturreihe erst im September fortgesetzt. Obwohl ansonsten sämtliche Kleinkunstveranstaltungen für Frauen und Männer offen sind, gibt es erstmals mit einem „Ladies Dinner“ eine Veranstaltung ausschließlich für Frauen. Dazu lädt die Johannisloge für Dienstag, 13. September, ein. Ab 19.30 Uhr können Frauen sich im Logenhaus im Bürgerhaus in gemütlicher Atmosphäre „bei einem guten Essen austauschen und vernetzen“, heißt es im Programm.

Am 23. September geht es dann mit Miss Marple weiter. Das Live-Hörspiel ab 20 Uhr im Bürgerhaus trägt den Titel „Wachsblumenstrauß“. Im Vorjahr war ein solcher Hörspielkrimi bestens angekommen in Bad Oldesloe. Von den bekannten Sprechern bis zum Pianisten und Geräuschemacher sind alle wieder dabei.

Mit der Veranstaltung „Zucchini Sistaz Weihnachtsprogramm“ am Donnerstag, 24. November, ziehen die Frauenkulturtage dann ins neue Oldesloer KuB. Ab 20 Uhr sollen Advents-Klassiker dreistimmig „in halsbrecherischen Minimalinterpretationen“ erklingen. Karten gibt es jeweils drei Wochen vorher in der Buchhandlung Willfang. Sie können vor dieser Zeit bereits im Frauenbüro unter Telefon 045

31/504540 reserviert werden.

Für den Herbst plant Sylvina Zander zudem einen Vortrag mit Oldesloe-Bezug. Sie will einen Blick auf den Wandel in der Wahrnehmung der Geschlechter vor Ort werfen. Auf Beispiele, wo durch die Vergewaltigung einer Frau auch das Eigentum ihres Mannes oder Vaters beschädigt wurde. Sie berichtet über eine Zeit, in der die Ehre der Familie auch in Bad Oldesloe noch an der Ehre der Frau hing.

Jazzreihe macht Pause

2016 wird es in Bad Oldesloe keine Jazzreihe geben. Der neue KuB-Saal ist dafür zu groß und nicht teilbar. So wird für diese Reihe wieder wie bisher der Rathaussaal benötigt. Zu den Veranstaltungen kommen in der Regel 60 bis 80 Personen, höchstens 100. Geplant ist, dass die Jazz-Veranstaltungen in Zukunft fortgesetzt werden.

Erste Ideen zum zukünftigen Programm hat Dr. Sylvina Zander bereits. sus

Susanna Fofana

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