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Stormarn Kopernikus-Schüler ließen sich beim Theaterspiel nicht nerven
Lokales Stormarn Kopernikus-Schüler ließen sich beim Theaterspiel nicht nerven
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18:16 22.12.2015

Der Wahlpflichtkursus Kultur der neunten Klassen des Kopernikus Gymnasiums in Bargteheide hat sich in diesem Halbjahr unter dem Motto „Das nervt!“ intensiv mit dem Thema „Beschwerde“ auseinandergesetzt. Gemeinsam mit drei Künstlerinnen und ihrer Lehrerin Kathrin Martin erarbeiteten die jungen Leute engagiert ein Bühnenstück. Es wurde jetzt in der Kuhle der Schule aufgeführt.

Und der Bogen wurde weit gespannt: Von allgemeinen politischen und sozialen Missständen über den Stress in der Schule bis zu ganz persönlichen Problemen. Entstanden ist das Projekt als Abschlussarbeit der Fortbildungsmaßnahme zum Kulturvermittler in „Schule trifft Kultur — Kultur trifft Schule“, finanziert von der Stiftung Mercator und dem Land. Kathrin Martin, Lehrerin für Musik und Mathematik, und die drei Künstlerinnen haben mit der Werkschau den Titel der Kulturvermittlerin erworben und werden ähnliche Projekte in Schleswig-Holstein planen.

Die Lübecker Künstlerinnen haben seit September mit dem Kursus gearbeitet. Hannah Rau brachte mit Schreibimpulsen und Mitteln des Theaters die Schüler dazu, Wut, Frust, Verzweiflung und Resignation zu äußern und rhythmisch zu formulieren. Anschließend setzte Tänzerin und Choreographin Katja Grzam die Texte in Zusammenarbeit mit dem Kursus in Bewegungen und Tanz um und in einer dritten Einheit entstand unter der Leitung von Malerin Barbara Engel ein Graffiti-Bühnenbild.

Diese Einzelteile wurden dann in wenigen Stunden zu einem Ganzen zusammengesetzt — noch ist der Prozess nicht abgeschlossen. Das Projekt soll bis zum Ende des Schuljahres fortgesetzt werden. Eine Erkenntnis nehmen aber alle — Künstlerinnen, Lehrkräfte und Schüler — jetzt schon mit: Nur, wer sich äußern kann und gehört wird, kann lernen, dass seine Stimme zählt. So waren die Zuschauer beim Auftritt von Ella Burkhardt sehr berührt, die ganz persönlich in einem Slamtext von ihren Erfahrungen mit Diskriminierung erzählte: „Jeder Fremde hat auch eine Story zu erzählen.“

LN

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