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Stormarn Korn & Co. in vierter Generation
Lokales Stormarn Korn & Co. in vierter Generation
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18:23 11.06.2016

Mit einer Schnapsidee zum Erfolg: „Oldesloer Minze“ heißt die neueste Kreation der August Ernst GmbH & Co. KG, die auch den berühmten Oldesloer Korn produziert.

Seit drei Wochen ist die Innovation des in der Kreisstadt ansässigen Unternehmens auf dem Markt, und der Mix übertrifft alle Erwartungen. „Wir sind sehr überrascht, wie positiv der Handel reagiert hat. Die Listungsgespräche gingen sehr flott – das Produkt ist anscheinend das, was alle haben wollen“, freut sich Geschäftsführer Thomas Ernst. Den Minzlikör könne man pur genießen, auf Eis oder als Mixgetränk. „Zum Stadtfest wurde damit ein erster Cocktail kreiert – Oldesloer Fresh Minze. Mit Minzlikör, weißer Brause, Mineralwasser, Limettensirup und frischen Limetten – der schmeckte richtig gut“, so Ernst.

Zwei bis drei neue Getränke-Ideen pro Jahr kommen aus dem Haus August Ernst. Aber der Minzlikör ist für den Chef der Oldesloer Kornbrennerei und Likörfabrik etwas Besonderes: „Damit sind für mich Kindheitserinnerungen verbunden.“ Als sie in den Sechzigern mit dem Betrieb noch in der Hamburger Straße 12 ansässig waren, lüftete sein Opa das Geheimnis der Destillation: „Er hat uns im Keller am Beispiel Minzlikör erklärt, wie das mit dem Schnapsbrennen funktioniert. Am Likör durften wir Kinder dann mal riechen.“

Gut ein Vierteljahr habe das Oldesloer Team für die Entwicklung der neuen Spirituose gebraucht. „Wir haben schon Erfahrungen mit Minzlikör, deshalb ging das ziemlich schnell“, erklärt der Geschäftsführer. Alkohol, besondere Minzöle, Zucker und enthärtetes Wasser – das seien die Zutaten. Die Besonderheit von „Oldesloer Minze“: „Das ist ein Minzlikör der modernen Art. Weniger süß, weniger Alkohol, statt 32 nur noch 21 Volumenprozent, und statt grün ist er farblos“, erklärt Ernst.

Mit hochwertigen Spirituosen hat sich die August Ernst GmbH & Co. KG einen Namen gemacht. Der Klassiker des Unternehmens ist der „Oldesloer Weizenkorn“ – der meistverkaufte Korn Deutschlands. Sechs Millionen Flaschen laufen pro Jahr davon in der Produktionshalle in der Industriestraße übers Band. Daneben gibt es große Palette an Likören, Fruchtigen, Schnäpsen, Obstbränden und Mixgetränken, die nicht nur für den deutschen Markt produziert werden, sondern auch für Spanien, Israel und Japan. Das Oldesloer Unternehmen hat schon Dutzende Preise und Medaillen eingeheimst – unter anderem „Beste Spirituose“ für den „Oldesloer Weizenkorn“ sowie den Bundesehrenpreis für hervorragende Leistungen bei der DLG-Qualitätsprüfung für Spirituosen, worauf der Chef und die 40-köpfige Belegschaft des Unternehmens besonders stolz sind.

Dass der Urgroßvater von Thomas Ernst, August Ernst, 1898 in Oldesloe eine Kornbrennerei mit angeschlossener Landwirtschaft gründete, ist den Bismarckschen Gesetzen zu verdanken. Durch diese wurde die Kornbrennerei in bäuerlichen Kleinbetrieben gefördert. Bedingung war, dass der Rückstand, die eiweißreiche Schlempe, an eigenes Vieh verfüttert und der nährstoffreiche Dung auf eigenem Land untergepflügt wurde.

„Die Schlempe wird auch heute noch verfüttert“, sagt Ernst. Seit 1976 zwar nicht mehr an die eigene Bullenmast, die wurde in jenem Jahr aufgegeben, dafür aber an die Rinder von Landwirten der Umgebung. „Das ist auch der Grund, warum nur im Winter Korn gebrannt wird. Im Sommer stehen die Tiere draußen auf der Weide“, so der Brenner. Auch beim Weizen setzt Ernst auf Regionalität. Ein Landwirt aus Rethwischfeld baut den Weizen an, aus dem der berühmte Korn entsteht.

Was kommt nach der „Oldesloer Minze“? „Aktuell haben wir beim Oldesloer nichts in der Pipeline. Wir müssen erst mal Luft holen“ , erklärt Ernst. Bei den anderen Marken, die zum Unternehmen gehören, wie die Obstbrennerei Specht, die Greizer Likörfabrik und Kräuterbrennerei oder die Meeraner Spirituosen und Weinkellerei GmbH sei man aber eifrig am Entwickeln. „Da wird gerade was für Indien erfunden, für Spanien und Schweden.“

Britta Matzen

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