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Stormarn Kreis verkauft die ehemalige Landwirtschaftsschule doch nicht
Lokales Stormarn Kreis verkauft die ehemalige Landwirtschaftsschule doch nicht
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20:35 11.05.2016
Die ehemalige Landwirtschaftsschule in der Straße Am Stadion wird seit Jahren von der Beruflichen Schule Bad Oldesloe genutzt. Quelle: kks
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Bad Oldesloe

Drei Entscheidungen innerhalb von zwei Jahren: Der Kreis Stormarn verkauft die frühere Landwirtschaftsschule und auch das Gelände Am Stadion in Bad Oldesloe nun doch nicht. 2014 hatten die Politiker des Kreises beschlossen, das Grundstück nicht zu vermarkten, 2015 die Kehrtwende in Richtung Verkauf und jetzt das endgültig Nein. Das Gebäude, in dem Teile der Beruflichen Schule ausgegliedert sind, soll als Schulgebäude erhalten bleiben. Zumindest wenn der nächste Schulentwicklungsplan im Herbst den entsprechenden Bedarf bestätigt.

Alternativ will der Kreis das Grundstück im Bestand halten, um im Fall der Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft entsprechendes Gelände parat zu haben. Das entschieden die Mitglieder des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses (WPBA) auf ihrer Sitzung am Dienstagabend. Ob es zur Gründung solch einer Gesellschaft kommt, ist noch unklar. Bisher haben sich die Politiker aller Fraktionen zu einer Arbeitsgruppe zusammengefunden, um sich näher mit dem Thema zu befassen. Die Aufgabe einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft: eine sichere und sozialverantwortliche Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung zu angemessenen Preisen.

Für die Mitglieder des innovativen Wohnprojektes „Moin Bad Oldesloe“ war die Nachricht, dass das Grundstück doch nicht verkauft wird, im ersten Moment ein Schock. Sie planten auf dem 9000 Quadratmeter großen Gelände drei bis vier Häuser mit jeweils 16 Wohnungen zu bauen. „Wir haben dann aber tief Luft geholt“, erklärt die Mitinitiatorin des Projektes, Marina Lechelt. Sollte der Kreis tatsächlich eine Wohnungsbaugenossenschaft gründen, dann würden die Mitglieder des Wohnprojektes eine Kooperation anbieten. Für die Initiatoren hätte das den Vorteil, dass sie kein Geld aufzunehmen bräuchten, um ihre Pläne zu verwirklichen. Und der Kreis hätte schon mal gute Mieter. Nämlich „eine Gemeinschaft, die sich umeinander kümmert“, so Lechelt.

Es kann aber auch ganz anders kommen und dann müssen die Projektmitglieder doch einen Plan B aus der Tasche ziehen. Dann nämlich, wenn die Berufliche Schule mit ihrer Außenstelle in der Landwirtschaftsschule bleibt. Das wissen die Stormarner Politiker im Herbst, wenn die Ergebnisse des Schulentwicklungsplans für die Beruflichen Schulen auf dem Tisch liegen. Dann ist auch klar, wie viele Räume für die Schüler neu geschaffen werden müssen. Ihre Lehrer profitieren bereits jetzt: Der Fachausschuss beschloss, das Lehrerzimmer an der Oldesloer Schule zu erweitern. Der geforderte Bau von sechs Klassenräumen wurde – vor dem Hintergrund, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten – verschoben.

Container bleiben stehen

Für beide Beruflichen Schulen im Kreis Stormarn wird ein Schulentwicklungsplan aufgestellt. Den hat es bisher noch nicht gegeben. Anhand der Daten sollen dann die Planungen für den Bau von zusätzlichen Klassenräumen sowohl in Bad Oldesloe als auch in Ahrensburg als Gesamtkonzept umgesetzt werden.

Verzichtet wird deshalb jetzt erst einmal auf den Bau von sechs Klassenzimmern in Bad Oldesloe. Das funktioniert auch deshalb, weil die Klassencontainer auf dem Schulgelände am Schanzenbarg ein Jahr länger stehen dürfen.

Von K. Kuhlmann-Schultz

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