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Stormarn Kreis wertet das Ehrenamt auf
Lokales Stormarn Kreis wertet das Ehrenamt auf
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20:26 21.03.2016
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Bad Oldesloe

Ihr ehrenamtliches Engagement soll nicht mehr umsonst sein: Sowohl der Kreisbehindertenbeauftragte als auch der oder die künftige Kinderbeauftragte sollen für ihren Einsatz monatlich eine Pauschale in Höhe von 231,10 Euro bekommen. Damit wollen die Kreistagspolitiker den Einsatz der Ehrenamtler würdigen. Bisher haben die Beauftragten keine Entschädigung erhalten, lediglich der Aufwand, wie beispielsweise Kilometergeld, wurde erstattet.

Fordert gleiche Entschädigung für alle: Heidi Beutin (Linke). Quelle: Fotos: Ln
Denkt an die bürgerlichen Mitglieder: Reinhard Mendel (SPD).
Fordert gleiche Entschädigung für alle: Heidi Beutin (Linke). Quelle: Fotos: Ln
Denkt an die bürgerlichen Mitglieder: Reinhard Mendel (SPD).

Sie erhalten künftig 70 Prozent von der Entschädigung, die die Kreistagspolitiker monatlich bekommen. Denen werden 331 Euro im Monat überwiesen — sie nehmen nicht den vollen Betrag von 389 Euro in Anspruch, der ihnen laut Entschädigungsverordnung zustehen würde. Macht für die beiden Kreisbeauftragten jeweils 231 Euro. Dieser Unterschied sei gewollt, wie die Vorsitzende des Kreissozialausschusses, Margot Sinning (SPD), bei der jüngsten Kreistagssitzung erklärte: „Das ist uns auch wichtig.“

Grüne und Linke sahen das anders: „Der Behindertenbeauftragte und der Kinderbeauftragte sollen den gleichen Betrag bekommen wie wir“, unterstrich die Grünen-Abgeordnete Michaela Dämmrich und formulierte einen entsprechenden Antrag — der allerdings scheiterte. „Beide sollen mit den Kreistagsabgeordneten gleichgestellt werden“, erklärte auch die Linken-Politikerin Heidi Beutin. Der Aufwand, den die beiden Beauftragten hätten, sei sehr intensiv.

Das glaubte Reinhard Mendel, Fraktionschef der SPD, sehr wohl. Dennoch: „Wir sollten nicht anfangen zu messen, wer arbeitet wie viele Stunden. Das macht im Ehrenamt wirklich keinen Sinn.“ Keiner bekäme das bezahlt, was er leisten würde. Gegen eine gleiche Bezahlung von Kreistagsabgeordneten und Beauftragten sei grundsätzlich nichts einzuwenden, aber „wir dürfen unsere bürgerlichen Mitglieder nicht benachteiligen, die machen auch alles, was wir machen. Ihre Aufwandsentschädigung ist im Verhältnis gesehen noch grottenschlecht.“

Die bürgerlichen Mitglieder, die in den Ausschüssen des Kreises vertreten sind, bekommen pro Sitzung, an der sie teilnehmen, 33 Euro. Auch die Fahrtkosten, so die Auskunft vom Kreis Stormarn, werden bürgerlichen Mitgliedern erstattet.

Von K. Kuhlmann-Schultz

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