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Kreis wird mit dem Jahrbuch immer wieder neu entdeckt

Jersbek Kreis wird mit dem Jahrbuch immer wieder neu entdeckt

Heimatbund Stormarn präsentiert die aktuelle Ausgabe. Das Jahrbuch 2017 des Heimatbundes ist in einer Auflage von 600 Stück erschienen und in allen Stormarner Buchhandlungen zu bekommen. Es umfasst 228 Seiten und kostet 15 Euro.

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Stellen das 35. Jahrbuch für den Kreis Stormarn vor: (v. l.) Oliver Mesch (v.l.), Richard Krumm, Helmuth Peets, Burkhard von Hennigs, Joachim Wergin, Peter Berndt und Johannes Spallek. FOTO: BETTINA ALBROD

Jersbek. Das älteste Stück Kirchensilber in der Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe ist eine Abendmahls-Kanne aus dem 15. Jahrhundert. „Das Mitführen roter Fahnen ist verboten“, hieß es in den Anfangsjahren der Bargteheider Sozialdemokraten. Räuber und Wegelagerer hausten im 14. und 15. Jahrhundert im Wald von Mönkenbrook. Das sind nur drei Beispiele von insgesamt 23 Themen, die im neuen Jahrbuch des Heimatbundes Stormarn (HBS) ausführlich behandelt werden. Seit 35 Jahren erscheinen hier Aufsätze, die historische, gesellschaftspolitische, archäologische, naturkundliche oder kunsthistorische Aspekte aus dem Kreisgebiet wissenschaftlich untersuchen und gleichzeitig allen zugänglich machen. Zugleich wird auch der plattdeutschen Sprache und Kultur Raum gegeben.

600 Bücher

Das Jahrbuch 2017 des Stormarner Heimatbundes ist in einer Auflage von 600 Stück erschienen und in allen Stormarner Buchhandlungen zu bekommen. Es umfasst 228 Seiten und kostet 15 Euro.

„Heimat muss immer wieder neu kennengelernt oder überhaupt erst entdeckt werden“, erklärte Helmuth Peets, Vorsitzender des HBS, bei der Vorstellung des neuen Jahrbuchs in Jersbek. „Das Jahrbuch ist ein lebendiges Geschichtsbuch. Wo lebe ich hier? Das ist die Frage, die mit vielen Beispielen beantwortet werden soll.“ Das sei umso wichtiger, als Stormarn ein Kreis mit überwiegend zugezogener Bevölkerung sei, ergänzte Burkhard von Hennigs, Autor und Mitglied der Schriftleitung. „Nach dem Krieg gab es viele Flüchtlinge aus dem Osten“, erläuterte er, „deshalb gibt es in Stormarn kein breites, historisches Bewusstsein.“ Diese Lücke will das Jahrbuch seit 35 Jahren schließen. „Jedes Jahrbuch ist ein neues Angebot“, sagte Burkhard von Hennigs. „Das ist die einzige Publikation, in der der Kreis Stormarn dargestellt wird.“

Diesmal räumt das Jahrbuch 2017 dem 150. Geburtstag des Kreises viel Platz ein. Barbara Günther beleuchtet Stormarns Entwicklung „Von einer Agrarregion zum wirtschaftlichen Standort“. Karin Gröwer berichtet über „Lernmöglichkeiten, Informationen und Teilhabe“ für Bürger während Norbert Fischer „Erholung und Freizeit seit dem 19. Jahrhundert“ im Blick hat. Historische Ansichtskarten mit idyllischen Motiven aus der Stormarner Schweiz erinnern an die Zeit, als sich nicht nur Hamburger in Stormarn erholten. Hannelies Ettrich und Günther Bock lassen zudem noch einmal die Ausstellung zu „150 Jahre Eisenbahn Lübeck- Hamburg“ am Beispiel der Stadt Bargteheide aufleben. „Die Reihe ,Wüstungen in Stormarn’ wird mit der vierten Folge fortgesetzt“, erläuterte von Hennigs und lobte Autor Günther Bock als einen der wenigen Spätmittelalter-Kenner der Szene, der sein Wissen aus Originalquellen schöpfe.

Alfred Rust ist einerseits der bewunderte Entdecker der Rentierjäger-Kultur im Ahrensburger Tunneltal, der damit Archäologiegeschichte geschrieben hat, andererseits ein Mann, der sich durch seine Mitgliedschaft im NS-Ahnenerbe einen Makel in den Lebenslauf geschrieben hat. Ulf Ickerodt gibt eine forschungsgeschichtliche Einordnung zu Alfred Rust. Ganz aktuell beginnt das Jahrbuch mit einem Interview mit dem neuen Landrat Henning Görtz. „Hier skizziert er, wo Stormarn hin soll, erzählt aber auch persönlich von seiner Motivation, in die Politik zu gehen, oder sagt, wo sein Lieblingsort in Stormarn ist“, fasst Johannes Spallek zusammen, der das Interview geführt hat.

Eine kurze Würdigung des niederdeutschen Autors Ludwig Frahm oder die Darstellung der Renovierung von Schloss Ahrensburg ergänzen die Beiträge zu Stormarns Geschichte. „Wir bekommen viel Zuspruch für das Jahrbuch", so Helmuth Peets. Das bietet qualitativ anspruchsvolle Beiträge, die unterhalten und gleichzeitig bilden: „Immer wieder fragen Studenten nach, die das Jahrbuch als Quelle nutzen möchten.“

 Bettina Albrod

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