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Stormarn Kreisverwaltung schafft neuen Fachbereich
Lokales Stormarn Kreisverwaltung schafft neuen Fachbereich
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20:10 22.09.2017
Bad Oldesloe

In der Stormarner Kreisverwaltung ist im Herbst 2016 eine Umfrage zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz gemacht worden. Als Reaktion auf die Ergebnisse soll die Verwaltung jetzt umorganisiert werden. „Zusammen mit einer externen Firma und dem arbeitsmedizinischen Dienst ist die Befragung ausgewertet worden“, erklärte Landrat Henning Görtz am Mittwoch bei der Hauptausschusssitzung. „Auch eine Reihe von Workshops zu den Problemfeldern, die erkennbar wurden, hat stattgefunden.“

Im Fokus stehen Themen wie Führung, Kommunikation, Wertschätzung oder Konflikte zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. „Es geht hier um Prävention“, betonte Landrat Görtz, „die Befragung hat sehr ernste Probleme gezeigt, die so gelöst werden sollen, dass es überall wirkt. Wir wollen mögliche Belastungen rechtzeitig erkennen und vorbeugen.“

Zur Prävention gehört, dass der jetzige Fachbereich 4 „Ordnung“ geteilt werden soll. „Der Fachbereich hat mit 190 Mitarbeitern fast doppelt so viel Personal wie die übrigen Fachbereiche“, begründete Görtz das Vorhaben, „dazu kommt ein sehr breites Aufgabenspektrum.“ Die derzeitige Chefin Anja Kühl bleibt zuständig für die vier Abteilungen Veterinärwesen, Wasserwirtschaft, Straßenverkehrsangelegenheiten sowie Abfall, Boden und Gewässerschutz. Dazu wird ein neuer Fachbereich 6 mit den beiden Abteilungen Öffentliche Sicherheit sowie Gefahrenabwehr/Integrierte Regionalleitstelle-Süd geschaffen. Der Personalrat habe zugestimmt, so Görtz. Bei der Kreistagssitzungs soll auch dort die Zustimmung eingeholt werden.

Die Kreisverwaltung hat seit ein paar Jahren mit einem hohen Krankenstand zu kämpfen, der vor allem mit dem relativ hohen Alter der Beschäftigten begründet wird. Der Kreis hatte 2010 ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt, um die Arbeitssituation in der Kreisverwaltung zu begleiten. „In 2016 lag der Krankenstand bei 6,3 Prozent“, erklärt Larissa Bebensee vom Fachdienst Personal, „in den Vorjahren lag er leicht darunter.“ Erfreulich sei jedoch, dass es deutlich weniger Langzeitarbeitsunfähige gebe, also Mitarbeiter, die mehr als 30 Tage im Jahr krankheitsbedingt ausfallen. „Hier ist die Zahl von vorher 64 Prozent auf 57,5 Prozent gesunken.“ Pro Kopf sei die Zahl der Krankheitstage zurückgegangen.

ba

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