Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Kreuzung in Ammersbek soll sicherer werden
Lokales Stormarn Kreuzung in Ammersbek soll sicherer werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 16.08.2016
Minister Reinhard Meyer (SPD, l.) und Jens Sommerburg informierten bei einem Baustellenbesuch über die Sanierung der L 225. Quelle: B. Albrod
Anzeige

Ammersbek. Nach sechs schweren Unfällen an der Kreuzung in Ammersbek an der Einmündung zur Landesstraße 225 soll die Lage dort entschärft werden. „Die Unfallkommission sieht Handlungsbedarf“, erklärte Verkehrsminister Reinhard Meyer am Dienstag anlässlich eines Baustellenbesuchs zur Sanierung der L 225, die gerade läuft. „Es hat eine Zählung gegeben, nach der die Zahl der Fahrzeuge in dem Bereich zugenommen hat. Die Kommission wird die Zahlen auswerten und eine Entscheidung treffen.“ Im September werde der Runde Tisch zu dem Thema erneut zusammen kommen, um über Sofortmaßnahmen sowie langfristige Maßnahmen zu entscheiden.

„Als Sofortmaßnahme wäre ein Warnschild denkbar“, so der Minister weiter. In Niedersachsen gebe es einen Modellversuch, bei dem mit großen Warntafeln auf Unfallschwerpunkte hingewiesen werde. Wie brauchbar das sei, müsse noch geprüft werden. Nach sechs Monaten würden die Schilder wieder abgebaut, um einen Gewöhnungseffekt zu verhindern. „Als langfristige Maßnahme kommen ein Kreisverkehr oder eine Ampel in Frage“, erläuterte Meyer. Da es an der Kreuzung nur drei Arme gebe, sei eine Lichtzeichenanlage wahrscheinlicher. Hier müsse die Entscheidung der Kommission abgewartet werden. „Derzeit ist die Lage entschärft, weil durch die Sperrung der L 225 kein Querverkehr ist“, ergänzte Horst Ansén, Bürgermeister von Ammersbek. Die Bürger der Gemeinde setzen sich seit längerem für eine Sicherung der Kreuzung ein. Zuletzt war ein Motorradfahrer an der Kreuzung tödlich verunglückt. „Es hat aber auch früher schon viele Beinahe-Unfälle dort gegeben“, ergänzte Ansén.

Laut jüngster Zählungen nutzen rund 10000 Fahrzeuge täglich die L 225 als Pendelstrecke von und nach Hamburg. Seit einer Woche wird zunächst der Abschnitt zwischen Hoisbüttel und Bargteheide saniert. Dafür ist die Straße bis 2. September voll gesperrt. „Wir haben die Arbeit in die Ferien gelegt, weil dann 15 Prozent weniger Verkehr ist“, erklärte Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein. Außerdem erlaube eine Vollsperrung, dass die Straße in ganzer Breite geteert werden könne, ohne eine Mittelnaht vorhalten zu müssen, die besonders reparaturanfällig sei. Auf 3,3 Kilometern Strecke wird für rund 580000 Euro die Fahrbahndecke erneuert.

Meyer betonte, dass der Etat für Straßensanierungen in diesem Jahr erheblich erhöht worden sei. So seien 2015 rund 80 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen saniert worden, in diesem Jahr seien es 107 Kilometer. „Bei den Landesstraßen liegt die Steigerung sogar bei 40 Prozent.“ Die Mittel seien bis 2030 gesichert. „Bei der Sanierung gehen wir nach drei Kategorien vor“, so Meyer, „Zustand der Straße, Zahl der Fahrzeuge und Netzfunktion, um den ländlichen Raum anzuschließen.“

Lücke fürs Baugebiet

In der Ortsmitte von Ammersbek wird ein Stück der Landesstraße 225 zwischen Hoisbüttel und Bargteheide von der Sanierung ausgespart. Hier plant die Gemeinde ein neues Wohngebiet mit bis zu 30 Wohneinheiten. Da die Straße dafür wieder geöffnet werden müsste, wird der Abschnitt nicht saniert.

Die Gemeinde informiert auf ihrer Internet-Seite unter dem Punkt Aktuelles regelmäßig über die Baumaßnahmen und die Umleitungen, die bis 2. September festgelegt worden sind.

Bettina Albrod

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer wird die neue Kinderbeauftragte des Kreises Stormarn? Eine Antwort auf diese Frage gibt es vielleicht im kommenden Jugendhilfeausschuss.

16.08.2016

Seit 11.40 Uhr ist die Bahnstrecke zwischen Rahlstedt und Ahrensburg gesperrt. Die Sperrung dauert noch voraussichtlich bis 14.30 Uhr. Update: Die Bundespolizei teilt mit, dass die Strecke seit 13.37 Uhr wieder freigegeben ist.

16.08.2016

Wegen einer Schlange musste am Dienstagmorgen die Freiwillige Feuerwehr Reinbek ausrücken.

16.08.2016
Anzeige