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Stormarn KuB-Baustelle wird zur Herausforderung
Lokales Stormarn KuB-Baustelle wird zur Herausforderung
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21:37 19.09.2013
Ab dem kommenden Frühjahr soll der Umbau des alten Amtsgerichtsgebäudes in Bad Oldesloe beginnen. Quelle: Foto: von Dahlen

Lange Zeit war es ruhig um das neue Kultur- und Bildungszentrum (KuB). Manch einer mag gedacht haben, die Planungen seien zum Erliegen gekommen. Doch dieser Eindruck trügt. Hinter der Rathausfassade laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das berichtete Stadtkämmerin Mandy Treetzen, in der Oldesloer Verwaltung für dieses Projekt zuständig, auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

Ihren Ausführungen zufolge stellt der Umbau des alten Amtsgerichtsgebäudes zum Kulturzentrum eine besondere logistische Herausforderung dar. Anders als bei Neubauten, die auf der „grünen Wiese“

entstehen, ist der Platz hinter dem alten Rathaus sehr begrenzt. Allein das Einrichten der Baustelle wird Treetzen zufolge ein aufwändiges Unterfangen. Schließlich müssen Kräne und anderes schweres Gerät während der Bauphase auf der Fläche untergebracht werden.

Das bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Laut Treetzen muss geprüft werden, für welche Tonnage die drei Brücken ausgelegt sind, über die die Schwertransporter fahren, um zur Baustelle zu gelangen.

Berücksichtigt werden muss auch, dass die Feuerwehr jederzeit aufs Gelände fahren kann und Spaziergänger nach wie vor in den Park gelangen.

Ungeschoren kommen auch die Grünanlagen rund um die Baustelle nicht davon: Treetzen zufolge müssen die beiden Bäume, die zum Zeichen der Freundschaft zwischen der Partnerstadt Olivet und Bad Oldesloe am Rathaus gepflanzt wurden, entfernt werden. Sie sollen jedoch später ersetzt werden, kündigte sie an. Darüber hinaus werden einige Birken und eine Hecke abgeholzt.

Wegen des zu erwartenden Baulärms soll auch das alte Rathaus früher geräumt werden als ursprünglich geplant. Nun ziehen die im Gebäude angesiedelten Abteilungen schon ab Februar 2014 aus. Unklar ist indes, wo sie künftig ihr neues Domizil aufschlagen werden. Einige Angestellte sollen mit ins Stadthaus ziehen. „Das kann aber nur eine Interimslösung sein. Wir müssen zwar enger zusammenrücken, aber wir werden den Jugendbereich später ohnehin ausgliedern müssen“, sagte Mandy Treetzen. Eineinhalb bis zwei Jahre werde es dauern, bis die interne Organisationsstruktur innerhalb der Verwaltung angepasst sei.

Laut der Kämmerin steht noch eine weitere Personalie an: Für das künftige Kultur- und Bildungszentrum wird ein Leiter gesucht. Diese Position sei auch schon im Stellenplan der Oldesloer Verwaltung für das kommende Jahr aufgeführt. Der KuB-Manager müsse seinen Dienst unbedingt schon vor der Eröffnung des Hauses antreten. Denn schon vor der Eröffnung müsse er schon sehr viele Entscheidungen treffen, erklärte Treetzen. Zunächst einmal sei es aber Aufgabe der Politik, das Profil des künftigen Kultur-Hausherrn genau zu definieren und alle Fragen zu klären, damit die Stelle ausgeschrieben werden kann.

„Tohus“ sagt ab
Die gastronomische Betreuung im neuen KuB muss ausgeschrieben werden. Die Tagesstätte der Stiftung Alsterdorf „Tohus“ wird diese Dienstleistung nicht übernehmen.


Der Bauantrag fürs KuB wurde im Juli gestellt. Die Genehmigung wird für Oktober erwartet. Demnächst soll das Projekt europaweit ausgeschrieben werden. Mit den eigentlichen Umbauarbeiten soll im Frühjahr begonnen werden.

Dorothea von Dahlen

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