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Stormarn KuB: Bürger sollen mitreden
Lokales Stormarn KuB: Bürger sollen mitreden
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20:22 25.02.2016
Blick auf die Baustelle des Kultur- und Bildungszentrums. Quelle: Fotos: Dvd

Grammatische Regeln bleiben unangetastet. Die Mitglieder des Oldesloer Hauptausschusses haben sich den Einwänden von Franz W. Kuck angeschlossen und den Vorschlag verworfen, das neue Kultur- und Bildungszentrum auf den Namen „dasKUB“ zu taufen. Er kam aus den Reihen der späteren Hauptnutzer. In seinem Plädoyer hatte der Journalist auf der jüngsten Sitzung am Mittwoch darum gebeten, die „Verballhornung“ der Sprache abzulehnen.

Zur Debatte standen aber noch zwei weitere Varianten. Die Idee, alle Kulturschaffenden der Stadt zusammenzuholen, um sie mit der Namensgebung zu betrauen, fand keinen Zuspruch. Die Ausschussmitglieder teilten die Bedenken der Verwaltung, dass es Probleme mit der Akzeptanz geben könnte, da sich vielleicht nicht alle mit dem Ergebnis identifizieren könnten. Während für Horst Möller (CDU) und Hendrik Holtz (Linke) die Namenswahl schon längst abgeschlossen ist, da der Begriff KuB nach ihrem Dafürhalten bereits Allgemeingut ist, brach die SPD-Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann eine Lanze für die Bürgerbeteiligung. „Wir geben zwölf Millionen Euro aus, dann muss auch die Akzeptanz in der Bevölkerung da sein“, sagte sie. Auch Grünen-Fraktionschef Wilfried Janson sprach sich für eine öffentliche Beteiligung aus. „Es ist der beste Weg, alle mitzunehmen“, sagte er.

Wie Kultur-Fachbereichsleiterin Inken Kautter anmerkte, handelt es sich bei der Namenswahl um ein heikles Geschäft, weil sie allein auf subjektivem Empfinden beruhe und viele Emotionen hochkochten.

Der Begriff KuB aber sei nur ein Arbeitstitel, der die Funktion des Gebäudes definiere. „Wenn ich mir aber ein Pferd kaufe, dann gebe ich ihm einen Namen, weil ich eine stärkere Bindung zu ihm habe“, sagte Kautter. Letztlich stimmte die Mehrheit für ein öffentliches Verfahren und den Vorschlag Patricia Rohdes (Freie Bürger für Bad Oldesloe), Inken Kautter mit der Bildung einer Jury zu beauftragen.

Fast wichtiger als der Name sei es, die Kulturschaffenden, die von Anfang an die Idee des KuBs entwickelt hätten, wieder an einen Tisch zu bringen, warf Maria Herrmann zudem ein. Es bestehe sonst die Gefahr, dass die gute Kooperation, die entstanden sei, zerbröckele.

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