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Stormarn KuB-Managerin lädt Oldesloer zum Dienstagsschnack ein
Lokales Stormarn KuB-Managerin lädt Oldesloer zum Dienstagsschnack ein
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19:19 14.01.2016
Hat den Terminkalender stets gezückt: Der vorletzte Dienstagabend im Monat ist stets reserviert für das Treffen mit Oldesloern. Quelle: von Dahlen

Das kulturelle Leben in der Kreisstadt könnte einen Kick gebrauchen. Davon ist Sachgebietsleiterin Inken Kautter überzeugt. Die Managerin des Kultur- und Bildungszentrums (KuB) sucht deshalb den Kontakt zu Künstlern und Kunstkonsumenten, um zu schauen, wo es hakt, was verbessert werden könnte und welche unerfüllten Wünsche und Ideen so in der Stadt herumschwirren. Am jeweils vorletzten Dienstag eines Monats bietet sie das Gespräch an. Beginn ist am 19. Januar. Das Lokal steht indes noch nicht fest.

„Kultur kann nur lebendig sein, wenn die Leute sie mitleben“, sagt Kautter. Ein Indiz dafür, dass sich eigentlich noch mehr bewegen könnte, sieht sie darin, dass der Etat für die Kulturförderung in der Stadt derzeit nicht ausgeschöpft wird. Zu hoch sei dieser mit 25000 Euro sicherlich nicht. Schließlich entfalle auf jeden Einwohner etwa ein Euro. Vielmehr seien die Hürden, um Geld zu beantragen, entmutigend. Nicht nur, dass jeder seinen Antrag öffentlich vor den politischen Gremien verteidigen müsse, auch die Formulare seien zum Teil missverständlich, wie etwa die Aussage, dass Personalkosten nicht gefördert werden. Wer einen Musiker engagieren wolle, könne leicht denken, dass er kein Geld für seine Gage beantragen dürfe. „Ich stelle mir auch vor, wie Gymnasiasten für ein Projekt Farben, Material und Flyer brauchen. Ihnen kann man ein solches Verfahren nicht zumuten“, sagt Kautter.

Alles in allem möchte die Kulturmanagerin die Schwellenängste der Oldesloer abbauen. Manch einer traue sich vielleicht nicht, seine Bedürfnisse in einer öffentlichen Sitzung zu äußern, so wie es jetzt im Beteiligungsverfahren möglich werden soll. Der Dienstagstreff solle ein Türöffner sein für alle, die sich erst überwinden müssen.

Kautter betont, dass das KuB nicht nur für die Hauptnutzer Volkshochschule, Oldesloer Bühne, Musikschule und Klangstadt, sondern auch für Vereine und Initiativen wie die Gruppe Badomat da sei. Im Historischen Rathaus werde es nach der Eröffnung Räume zur freien Verfügung geben. Der Fotoclub etwa habe Interesse bekundet, sie zu nutzen. Es sei aber auch denkbar, im Rahmen der Kooperation Künstlern von Hamburger und Lübecker Hochschulen Probenräume im Sinne eines Stipendiums anzubieten. Lediglich für Musikgruppen eigne sich das Rathaus aus schalltechnischen Gründen nicht. Bands könnten sich beim Verein Klangstadt um Probenzeiten im KuB-Neubau bemühen.

„Im Übrigen entsteht Kultur eher in unbewussten Momenten, jenseits des Erledigungsdrucks“, sagt Kautter. Sie hofft, mit Besuchern des Dienstagsstammtisches ein wenig die Fantasie schweifen lassen zu können, auf dass neue Projekte zustande kommen. Die Zeit seit ihrer Amtseinführung im Herbst vergangenen Jahres hat sie zudem genutzt, um Kontakte außerhalb der Kulturszene zu pflegen. Dazu gehörten genauso die Oldesloer Schulen wie der Nachbarschaftstreff Schanze oder das Mehrgenerationenhaus Oase. Im Nu hat sich eine Kooperation von acht Partnern ergeben, die ein besonderes Angebot für unbegleitete junge Flüchtlinge in Bad Oldesloe geschnürt haben.

„Kultur entsteht eher in unbewussten Momenten.“
Inken Kautter, KuB—Managerin

D. von Dahlen

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