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Stormarn KuB eröffnet: Oldesloe feiert seinen neuen Kulturtempel
Lokales Stormarn KuB eröffnet: Oldesloe feiert seinen neuen Kulturtempel
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16:07 03.09.2016
Das Foyer: Das KuB bietet eine atemberaubende Symbiose aus altem Amtsgericht und neuem Kulturhaus.
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Bad Oldesloe

Die Kieler Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler sagte in ihrer Eröffnungsrede: „Die Stadt hat hier einen Ort für Kultur und Bildung in einer ganz neuen Qualität geschaffen. Für die Menschen aus Bad Oldesloe und aus der Region wird so ein vielfältiges Angebot erleb- und nutzbar sein.“ Aus dem Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts sei ein Ort entstanden, der den Kulturschaffenden und Bildungseinrichtungen vor Ort eine neue Heimat biete“, sagte Söller-Winkler. Künftig werden die Volkshochschule der Stadt Bad Oldesloe, die Musikschule, die städtische Kulturarbeit, Vereine aus den Bereichen Musik und Theater und die Tourismus- und Marketingabteilungen der Stadt in dem neuen Zentrum untergebracht.

182 Gäste kamen am Abend zum offiziellen Start – Heute großes Fest für die Öffentlichkeit.

Programm heute

Für die Öffentlichkeit öffnet das KuB heute. Um 10.30 Uhr startet ein Umzug durch die Stadt, angeführt von der Stormarn Magic Band. Bürgerworthalter Rainer Fehrmann wird um 11 Uhr die Eröffnungsrede halten. Bis 16 Uhr ist das Gebäude geöffnet, zu jeder Stunde gibt es ein Bühnenprogramm.

13 Millionen Euro hat der Bau insgesamt gekostet. „Davon wird der Eigenanteil der Stadt etwa acht Millionen Euro betragen, fünf Millionen sind Mittel aus der Städtebauförderung“, teilte Mandy Treetzen, verantwortliche Projektleiterin mit. Dennoch werde das KuB ein Gewinn für Bad Oldesloe sein – darin war sich die Verwaltung einig. „Das Gute: Die politischen Gremien haben immer zu dem Projekt gestanden, alle haben es mitgetragen“, erinnerte Treetzen. Sie wünsche sich, dass es ein Leuchtturmprojekt für die Stadt werde. „Ich bin ganz sicher, dass es so sein wird“, so von Bary.

Die Zeichen dafür stehen zumindest gut. „Sie haben jetzt mit diesem Bau den neuesten Standard, was in der Gesellschaft abverlangt wird“, erklärte Gregor Sunder-Plassmann vom verantwortlichen Architekturbüro Sunder-Plassmann. So sei das KuB barrierefrei – nicht nur für Körperbehinderte, sondern auch für Sehbehinderte. Auch für die Akustik wurde Hightech installiert: Übungsräume für Musik wurden speziell gedämmt, so dass keine Töne nach außen dringen. Im knapp acht Meter hohen, zweigeschossigen Multifunktionssaal wurde die Rückwand schräg gestaltet, um das sogenannte Flatterecho zu vermeiden.

Auch optisch hat das Architekturbüro alle Register gezogen, um den Bau modern, spannend und heimelig zugleich zu gestalten. Zementestrich- und hellgrau lasierter Parkettboden wechseln sich ab, dazu gesellen sich die original Klinker aus den 60ern, weiß verputzte Wände, rauer Industriebeton, viel Glas, hier und da dunkelgraue Fensterkreuze. „Uns ging es ums Vernadeln der verschiedenen Epochen, Stile und Nutzer“, erklärte Sunder-Plassmann. Teilweise sei aus dem historischen Rathaus zitiert worden, teilweise habe man Elemente aus dem Amtsgericht übernommen. „Die Komplexität trägt viel mehr zum Wohlfühlen bei als eine weiße Halle.“

 B. Matzen und O. Bartsch

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