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Stormarn Kunst in Bargteheide
Lokales Stormarn Kunst in Bargteheide
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20:42 07.12.2017
60 Jahre Zeitkolorit: Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht (r.) und Hannelies Ettrich, die an der Dokumentation mitgearbeitet hat. Quelle: Foto: B. Albrod
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Bargteheide

Zusammen mit dem Historiker Günther Bock hat Hannelies Ettrich, Mitarbeiterin des Stadtarchivs, die Entstehungsgeschichte von 25 Kunstwerken erforscht, die seit 1956 in Bargteheide als Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum von namhaften Künstlern verwirklicht wurden.

„Für Bargteheider Bürgerinnen und Bürger ist die Dokumentation ,Open Space Bargteheide – Kunst im öffentlichen Raum‘ der Stadt ein lesenswertes Buchgeschenk zum Weihnachtsfest“, sagt Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Das Buch zeige das sehenswerte Kolorit der Stadt, das sich in den vergangenen 60 Jahren entwickelt habe.

Auf 100 Seiten mit 130 historischen und aktuellen Abbildungen wird am Beispiel von 60 Jahren Kunstschaffen in kommunaler Verantwortung die Entwicklung der Orts- und Stadtgeschichte, insbesondere der Ausbau der Schullandschaft präsentiert.

Hierbei konnte auf wichtige historische Quellen im Stadtarchiv und in den Schulen zurückgegriffen werden. So zum Beispiel auf die von dem ersten Schulleiter der Emil-Nolde-Schule, Kurt Schlichting, geschriebene Schulchronik.

In humorvoller und auch kritischer Weise beschreibt er die vom Rohlfshagener Bildhauer Richard Kuöhl 1956 geschaffen Kratzputzarbeit in der gerade neu errichteten Emil-Nolde-Schule, Am Schweinemarkt.

Ebenso berichtet er über das Ringen in der Lehrerschaft und in den politischen Gremien um die Ausführung des Wandbildes „Das Gericht der Tiere“ von Harald Duwe, das heute in der Eingangshalle der Anne- Frank-Schule präsentiert wird.

Lokalgeschichte in reiner Form ist die Vorstellung des Bargteheider Graphikers Herbert Kaulbarsch. Dieser ist nicht nur als Schöpfer des Bargteheider Wappens, sondern auch mit dem Schriftzug an der Dietrich-Bonhoeffer- Schule fest in der Geschichte der Stadt verankert.

Ebenso wie der Bargteheider Künstler Ivar Radowitz, der 1973 mit dem Kunstwerk Farben und Piktogramme als Leitsystem im Kopernikus Gymnasium für Generationen von Schülern und Lehrern das Bild ihrer Schule prägte. Mit der Wandinstallation Musica Poetica hat er ebenfalls nicht nur das Werk von Carl Orff in Szene gesetzt, sondern auch das Schaffen der Musikpädagogin Edith Nothdorf gewürdigt.

Nachzulesen ist in der Dokumentation, dass 1977 nach 15-monatiger Bauzeit das modernste Katastrophenhilfszentrum in Schleswig-Holstein, wie es ursprünglich heißen sollte, eingeweiht wurde. Der Ring Bargteheider Kaufleute (RBK) überbrachte zur Einweihung nicht nur einen Scheck für die Kameradschaftskasse. Er stiftete auch die Eisenplastik vor dem Hilfszentrum, die der Künstler Heinz Neumann mit der Aussage „Ein Rad greift in das andere“ geschaffen hat und damit die drei im Haus ansässigen Institutionen, Feuerwehr, DRK und DLRG versinnbildlichte.

Wem ist bekannt, dass die vor der Straßenmeisterei Bargteheide 1977 aufgestellte Holzplastik „Vogelfluglinie“ von dem Oldesloer Künstler Harry Egler stammt, der auch 1955 von der Gemeinde Bargteheide den Auftrag zur Neugestaltung des Schriftzugs auf dem Ehrenmal Am Markt bekam? So haben sich mit der Erforschung der öffentlichen Kunstwerke viele Bezüge zur Bargteheider Geschichte ergeben.

Die Kunstwerke wurden von namhaften Künstlerinnen und Künstlern geschaffen. Im Findungsprozess der Werke wirkten Bürgermeister, Schulleiter, Lehrerschaft, Politikerinnen und Politiker sowie bekannte Bargteheider Bürgerinnen und Bürger aus dem Kulturleben mit, die sich in der Dokumentation wiederfinden – 60 Jahre Zeitkolorit Bargteheide.

Die Dokumentation

Herausgeber der Dokumentation ist die Stadt Bargteheide. Zum Preis von 12,50 Euro kann die Dokumentation in den Buchhandlungen erworben werden. Der Titel lautet „Open Space Bargteheide – Kunst im öffentlichen Raum“, ISBN-Nr. 978-3-00-057217-3.

Eine begleitende Ausstellung ist bis zum 5. Januar 2018 im Flur des Rathauses Bargteheide zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

LN

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